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Gesundheitssystem: vbw fordert tragfähige Finanzierung
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vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V.

Gesundheitssystem: vbw fordert tragfähige Finanzierung

 Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. Foto: vbw

Im Rahmen des Kongresses „Freiheit statt Schranken – unser Gesundheitssystem im Wandel“ forderte die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. (vbw) eine tragfähige Neuausrichtung der Finanzierung von Gesundheitskosten. Neben einigen Kritikpunkten äußerte sie mit dem Konzept der „Regionalen Gesundheits-Kombi“ auch einen Vorschlag für die Zukunft.

von Tamina Andrasch, Online-Redaktion

„Problematisch ist, dass die Finanzierung des Gesundheitssystems nicht nachhaltig ist und strukturell falsch läuft. Verschärft wird das durch die Alterung der Gesellschaft“, erklärte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt, der auch die wirtschaftliche Bedeutung des Wachstumsmarkts Gesundheit für den Freistaat betonte.

Trotz Reformen: Finanzierungsproblem bleibt

Die vbw sieht dabei drei wesentliche Kernprobleme des Gesundheitssystems. „Die bisherigen Reformen im Gesundheitswesen sind kontraproduktiv, weil sie die Finanzierungsprobleme nicht angreifen und stattdessen auf Leistungsausweitungen setzen. Bei immer weniger jüngeren Beitragszahlern und immer mehr Älteren, die verstärkt Leistungen aus dem Gesundheitssystem in Anspruch nehmen müssen, ist das die völlig falsche Strategie“, so Brossardt.

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Werden die Beitragszahler überfordert?

Brossardt beurteilt das bisherige Gesundheitssystem kritisch. Vor allem stelle die einseitige Belastung des Faktors Arbeit durch die Kopplung der Gesundheitsfinanzierung an den Lohn ein großes Problem dar. „Das aktuelle Gesundheitssystem knüpft den Großteil der Finanzierungslast an den Faktor Arbeit. Das belastet die internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen. Angesichts der erwarteten Kostensteigerungen im Gesundheitssystem droht dieses Finanzierungsmodell, die Beitragszahler zu überfordern“, warnte Brossardt.

vbw fordert mehr Transparenz

Auch an dem verzerrten Wettbewerb zwischen den Kassen, übte der vbw Hauptgeschäftsführer Kritik: „Bis 2007 gab es einen einigermaßen transparenten Wettbewerb zwischen den Krankenkassen. Dieser wurde mit der Einführung des Gesundheitsfonds massiv verzerrt, es entstand ein unfairer Verteilungsmechanismus. Jetzt haben wir bei den Krankenkassen eine Art zweiten Länderfinanzausgleich, der Bayern über Gebühr benachteiligt: Der Freistaat zahlt jährlich 1,7 Milliarden Euro mehr an Beiträgen in den Fonds ein, als er herausbekommt.“ Die vbw bemängelte zudem, dass besonders bayerische Betriebskrankenkassen bei der regionalen Verteilung der Gelder benachteiligt werden. Darüber hinaus zählen auch die geringen Anreize für kostenbewusstes Verhalten bei den Versicherten zu den Kritikpunkten der vbw.

„Regionale Gesundheits-Kombi“ soll Abhilfe schaffen

Mit ihrem Konzept der „Regionalen Gesundheits-Kombi“ (RGK) stellte die vbw ein Modell der zukunftsfesten Finanzierung der Krankenversicherung vor. Dabei sei die Beitragsautonomie der Krankenkassen durch eine kassenspezifische, regionalisierte Gesundheitsprämie zur Erweiterung der unternehmerischen Handlungsspielräume gesichert. Weitere Elemente des Konzeptes sind ein steuerfinanzierter Sozialausgleich unter Berücksichtigung aller Einkünfte und ein intensiverer Wettbewerb zwischen den Kassen.

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