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EEG-Reform: Ist Photovoltaik jetzt noch sinnvoll?
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Landratsamt Dillingen an der Donau

EEG-Reform: Ist Photovoltaik jetzt noch sinnvoll?

Trotz EEG-Reform erkennt Seltmann in Photovoltaikanlagen eine sinnvolle Investition. Foto: Rainer Sturm / pixelio
Trotz EEG-Reform erkennt Seltmann in Photovoltaikanlagen eine sinnvolle Investition. Foto: Rainer Sturm / pixelio

Mit Inkrafttreten der neuen EEG-Reform im August werden sich Förderung und Finanzierung von klimafreundlichen Stromanlagen ändern. Trotzdem erkennt Sonnenenergie-Experte Thomas Seltmann in dem Ausbau von Photovoltaikanlagen eine sinnvolle Investition. Das machte er in einem Vortrag im Landkreis Dillingen deutlich.

von Martina Lakotta, Online-Redaktion

Am 1. August 2014 tritt die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) in Kraft. Mit ihr will die Politik versuchen, den Ausbau der erneuerbaren Energien und seine Finanzierung besser zu regeln. Hintergrundgedanke bei Einführung des EEG im Jahr 2000 war, Technologien zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Quellen weiterzuentwickeln und marktfähig zu machen. Windräder, Photovoltaikanlagen oder Biogas-Anlagen werden über 20 Jahre hinweg besonders vergütet. Finanziert wird dies durch die EEG-Umlage, die alle Stromkunden bezahlen.

Weshalb die EEG-Reform nötig ist

Warum das EEG reformiert werden muss, ist leicht erklärt: Zum Ausbau der erneuerbaren Energien im großen Stil war das EEG eigentlich nicht gedacht. Das zeigte sich sehr deutlich nach dem Ausstieg aus der Kernenergie vor zwei Jahren. Denn ab diesem Zeitpunkt forcierte die Energiewende einen Ausbau der klimafreundlichen Stromgewinnung ohne genauen Plan. Immer mehr Strom muss finanziell gefördert werden. Doch umso mehr Strom gefördert werden muss, desto mehr müssen die Stromkunden für die Vergütungen bezahlen. Das zieht steigende Preise für Privatkunden und Industrie mit sich. Hinzu kommt, dass viele Industrienehmen bislang von der EEG-Umlage befreit sind. Ihr Anteil an Förderung muss übernommen werden.

Was sich nach Reform des EEG ändern wird

Mit der EEG-Reform will die Bundesregierung die garantierten Zahlungen senken. Die Vergütung für neue Anlagen soll auf zwölf Cent je Kilowattstunde sinken. Unternehmen müssen sich also drauf einstellen, dass sich die Kriterien für Vergünstigungen verschärfen werden. Alles in allem will der Gesetzentwurf die Obergrenze für die Förderung des Ausbaus festlegen: Neu errichtete Solar- oder Windkraftanlagen dürfen ab Anfang August nicht mehr als 2500 Megawatt liefern. Produzieren sie dennoch mehr Strom, gibt es für diese weniger Geld. Ausgenommen von dieser Deckelung sind ältere Anlagen, die durch Leistungsstärkere ersetzt werden sollen. Neu wird nach der Reform auch sein, dass Eigenstromversorger eine Mindestabgabe zu zahlen haben. Bislang waren diese von der EEG-Umlage befreit.

Investition in Photovoltaik auch nach EEG-Reform interessant

Dennoch sei es nach wie vor sinnvoll und interessant, beispielsweise in Photovoltaikanlagen zu investieren, wie Thomas Seltmann bei einem Vortrag im schwäbischen Informationszentrum für regenerative Energien betonte. Er ist Autor des Ratgebers „Photovoltaik – Solarstrom vom Dach“, der von der Stiftung Warentest herausgegeben wurde. Entscheidend bei dem Bau von Sonnenenergie-Anlagen sei die richtige Planung. So seien vor allem baurechtliche und denkmalschutzrechtliche Vorschriften im Vorfeld genau zu prüfen.Dass sich Denkmalschutz und Photovoltaik nicht grundsätzlich ausschließen müssen, zeigte Seltmann anhand von Projekten, die im Schwarzwald oder Thüringen zustande gekommen sind. So lasse sich eine Photovoltaikanlage auf unterschiedliche Art und Weise integrieren. Dies sei beispielsweise mit überdachten Parkplätzen, auf denen Elektrofahrzeuge mit dem so gewonnenen Strom betankt werden können, möglich.

Vollständiger Vortrag von Thomas Seltmann auf Webseite des Landkreises Dillingen

Momentan sind und 1,4 Millionen Photovoltaikanlagen in Deutschland in Betrieb. Im vergangenen Jahr lieferten die klimafreundlichen Energien knapp 24 Prozent der Bruttostromerzeugung. Die durch Sonne gewonnenen Energien lag mit 4,7 Prozent hinter der Windenergie und der Biomasse. Deswegen erkennt Seltmann noch Potenzial bei der Photovoltaik. Die steigenden Strompreise wecken auch bei der Bevölkerung den Wunsch, sich selbst mit Energie zu versorgen. Das sieht zumindest Seltmann so und wird dazu deshalb am 25. September 2014 erneut im Schwäbischen Informationszentrum referieren. Sein letzter Vortrag steht auf der Internetseite des Landkreises zum Download zur Verfügung.

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