Landkreis Umfrage | Teil 5

Dillingen: Einer der wirtschaftlich attraktivsten Orte Deutschlands?

Wie sieht die wirtschaftliche Zukunft der Landkreise in Bayerisch-Schwaben aus – und wo liegt ihr Potenzial? Diese Fragen beantwortet unsere Landkreisumfrage. Diesmal: Der Landkreis Dillingen an der Donau.

Christian Weber ist für die Wirtschaftsförderung im Landkreis Dillingen zuständig. Gemeinsam mit Landrat Leo Schrell erklärt er im Interview, wie sich der Landkreis für eine stabile Zukunft aufstellen möchte.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Ist der Landkreis Dillingen gut für eine wirtschaftlich stabile Zukunft aufgestellt? 

Leo Schrell: Der Landkreis Dillingen an der Donau zählt unverändert zu den attraktiven Wirtschafts-, Kultur- und Lebensräumen mit führenden Unternehmen aus innovativen und zukunftsfähigen Branchen. Dazu kommt eine bemerkenswerte Branchenvielfalt und gleichzeitig einer sehr niedrigen Arbeitslosenquote. So sind die Unternehmen aus Industrie, Handwerk, Handel und Dienstleistung sowie ein krisenfester und ausgewogener Branchenmix mitunter das größte Kapital für die wirtschaftliche Stärke im Landkreis.

Gibt es einen bundesweiten Vergleich?

Christian Weber: Den gibt es. Eine äußerst positive Entwicklung bescheinigen dem Landkreis Dillingen insbesondere zahlreiche bundes- und landesweite Rankings. So erreichte der Landkreis Dillingen an der Donau beim jüngsten Deutschland-Check des Nachrichtenmagazins Focus-Money zur Wirtschaftskraft mit Platz 22 unter 402 Landkreisen und kreisfreien Städten eine Spitzenplatzierung. Damit gehört er zu den wirtschaftlich attraktivsten Standorten in Deutschland.

Welche Anreize können geschaffen werden, um Unternehmen in die Region zu locken?

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Leo Schrell: Insbesondere die Megathemen „Bildung“, „Gesundheit“, „Innovationskraft“ und „digitale Infrastruktur“ gehören zu den wesentlichen Faktoren, die über die Zukunftsfähigkeit der Region und damit auch über deren Strahlkraft und Attraktivität entscheiden. Deshalb stehen diese Themen seit Jahren ganz oben auf der Agenda der Kreispolitik. So investiert der Landkreis Dillingen aktuell auch in hohem Maße in die Modernisierung und zukunftsfähige Ausstattung der Bildungseinrichtungen sowie in das Gesundheitswesen der Kreiskliniken.

Liegt darin auch der Schlüssel, junge Menschen in der Region zu halten?

Christian Weber: Neben einer funktionierenden Bildungsinfrastruktur sind bedarfsgerechte Angebote der Aus- und Weiterbildung ganz entscheidend für die Attraktivität der Region. Und damit auch für die beruflichen Perspektiven junger Menschen in der Heimat. Unter dem Motto „Bildung als Basis für Innovation und Wohlstand“ wurde der Landkreis Dillingen bereits im Jahr 2016 als Bildungsregion in Bayern zertifiziert. Mit dem neuen „Haus der Wirtschaft“, das jüngst durch die IHK Schwaben in Dillingen errichtet wurde, kann den Unternehmen wie auch deren Fachkräfte ein breites Portfolio an beruflichen Weiterbildungsmöglichkeiten in der unmittelbaren Region angeboten werden.

Wer sind die größten Arbeitgeber im Landkreis Dillingen?

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Leo Schrell: Zu den namhaften Firmen im Landkreis zählen unter anderem die Unternehmen BSH Hausgeräte GmbH und die Josef Gartner GmbH. Dazu kommen Same Deutz-Fahr Deutschland GmbH und das Höchstädter Unternehmen Grünbeck Wasseraufbereitung GmbH. Aber auch bei Molkerei Gropper sind viele Menschen beschäftigt, ebenso wie bei der Romakowski GmbH & Co. KG und Surteco SE. Im Bereich Handel ist außerdem das Versandhaus Erwin Müller zu nennen.

Für welche Branchen sehen Sie das größte Potential im Landkreis Dillingen?

Christian Weber: Der Landkreis Dillingen steht für eine starke mittelständische Unternehmensstruktur sowie für eine repräsentative und einmalige Branchenvielfalt. So bilden neben Unternehmen von Weltrang gerade die kleinen und mittleren Unternehmen – oft Familienunternehmen mit einer langen Tradition – das Rückgrat der heimischen Wirtschaft. Einen wesentlichen Schwerpunkt auf einzelne Branchen zu legen wäre daher nicht zielführend.  

Wie stark hat Corona den Landkreis Dillingen getroffen? 

Leo Schrell: Die Corona-Pandemie hat den Landkreis Dillingen an der Donau nicht mehr oder weniger getroffen als andere Regionen innerhalb Deutschlands. Dadurch hat sich die wirtschaftliche Situation im Landkreis etwas verändert. Insbesondere für die kleinen Unternehmen und sogenannten Soloselbständigen gab es große Herausforderungen. Welche konkreten finanziellen Auswirkungen die Pandemie, auch konkret für den Landkreis Dillingen und dessen Unternehmen, haben wird, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht seriös feststellen und wäre daher rein spekulativ.

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Gibt es einen bundesweiten Vergleich?

Christian Weber: Den gibt es. Eine äußerst positive Entwicklung bescheinigen dem Landkreis Dillingen insbesondere zahlreiche bundes- und landesweite Rankings. So erreichte der Landkreis Dillingen an der Donau beim jüngsten Deutschland-Check des Nachrichtenmagazins Focus-Money zur Wirtschaftskraft mit Platz 22 unter 402 Landkreisen und kreisfreien Städten eine Spitzenplatzierung. Damit gehört er zu den wirtschaftlich attraktivsten Standorten in Deutschland.

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Liegt darin auch der Schlüssel, junge Menschen in der Region zu halten?

Christian Weber: Neben einer funktionierenden Bildungsinfrastruktur sind bedarfsgerechte Angebote der Aus- und Weiterbildung ganz entscheidend für die Attraktivität der Region. Und damit auch für die beruflichen Perspektiven junger Menschen in der Heimat. Unter dem Motto „Bildung als Basis für Innovation und Wohlstand“ wurde der Landkreis Dillingen bereits im Jahr 2016 als Bildungsregion in Bayern zertifiziert. Mit dem neuen „Haus der Wirtschaft“, das jüngst durch die IHK Schwaben in Dillingen errichtet wurde, kann den Unternehmen wie auch deren Fachkräfte ein breites Portfolio an beruflichen Weiterbildungsmöglichkeiten in der unmittelbaren Region angeboten werden.

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Christian Weber: Der Landkreis Dillingen steht für eine starke mittelständische Unternehmensstruktur sowie für eine repräsentative und einmalige Branchenvielfalt. So bilden neben Unternehmen von Weltrang gerade die kleinen und mittleren Unternehmen – oft Familienunternehmen mit einer langen Tradition – das Rückgrat der heimischen Wirtschaft. Einen wesentlichen Schwerpunkt auf einzelne Branchen zu legen wäre daher nicht zielführend.  

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Leo Schrell: Die Corona-Pandemie hat den Landkreis Dillingen an der Donau nicht mehr oder weniger getroffen als andere Regionen innerhalb Deutschlands. Dadurch hat sich die wirtschaftliche Situation im Landkreis etwas verändert. Insbesondere für die kleinen Unternehmen und sogenannten Soloselbständigen gab es große Herausforderungen. Welche konkreten finanziellen Auswirkungen die Pandemie, auch konkret für den Landkreis Dillingen und dessen Unternehmen, haben wird, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht seriös feststellen und wäre daher rein spekulativ.

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