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Dem Biber geht’s an dem Kragen lra Dillingen
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Landratsamt Dillingen

Dem Biber geht’s an dem Kragen lra Dillingen

Biber, © seeyou | c. steps - Fotolia.com

Landrat Leo Schrell will nun konsequent an die Erarbeitung und Umsetzung eines landkreisspezifischen Biber-Managementkonzepts gehen. Darin soll festgelegt werden, aus welchen Abschnitten von Bächen und Flüssen, das Entnehmen von Bibern erlaubt ist.

Mit der notwendigen Sensibilität aber konsequent will Landrat Leo Schrell zeitnah die Erarbeitung und Umsetzung eines landkreisspezifischen Biber-Managementkonzeptes angehen. Darin sollen besonders schadensträchtige Abschnitte von Be- und Entwässerungsgräben an Bächen und Flüssen für die generelle Entnahme des Bibers festgelegt werden. Auch die Bereiche in NATURA-2000-Gebieten sollen darin vorkommen. Als Beurteilungsgrundlage würden sowohl die gemeldeten als auch die vom Biberberater festgestellten Biberschäden dienen. Allerdings muss die Entnahme in NATURA-2000-Gebieten einer Verträglichkeitsprüfung unterzogen werden.

Schäden sollen so minimal wie möglich bleiben 

Auch im Landkreis Dillingen führt der nach Ansicht von Landrat Leo Schrell gesicherte und hohe Biberbestand örtlich zu gravierenden Problemen und Schäden. Besonders im Bereich der Land- und Forstwirtschaft. Nach einem Gespräch mit der Kreisvorstandschaft des Bayerischen Bauernverbandes hat Landrat Leo Schrell deshalb zugesichert, beim Ministerium eine Initiative zu ergreifen. Dabei will der Landrat erreichen, dass die Schäden, auch die der öffentlichen Hand, künftig angemessen ausgeglichen sind. Und darüber hinaus die Landratsämter flexibel reagieren können, wenn Maßnahmen der Prävention oder Vergrämung nicht mehr greifen.

Einfaches Entnehmen der Biber

Aus diesem Grund begrüßt der Landrat die Entscheidung von Umweltminister Dr. Marcel Huber. Huber schlägt vor den Biber aus erheblich gefahren- und schadensgeneigten Bereichen schnell und ohne vermeidbaren Verwaltungsaufwand entnehmen zu können Im Falle eines landkreisspezifischen Managementkonzeptes. Ende März hatte das Ministerium dazu gegenüber den Landratsämtern entsprechende Vorgaben gemacht.

Managementkonzept wird bis September 2012 fertig gestellt

Auf der Grundlage des Konzeptes soll durch Allgemeinverfügung des Landratsamtes künftig eine generelle Entnahme des Bibers möglich sein. Geplant ist dies auf erwerbswirtschaftlich genutzten Fischteichanlagen, Abschnitten von angelegten Be- und Entwässerungsgräben sowie Abschnitten von öffentlichen Straßen. Bisher war dies ohne Einzelgenehmigung nur an Kläranlagen, an Triebwerkskanälen von Wasserkraftanlagen sowie gefährdeten Stau- und Hochwasserschutzanlagen möglich. Bis September 2012 ist das Managementkonzept für den Landkreis in Abstimmung mit der Regierung von Schwaben zu erarbeiten und dem Ministerium vorzulegen.

Artenschutz muss bestehen bleiben

Damit sei jedoch erst ein erster wichtiger Schritt erreicht, betont der Landrat, der die Biberpopulation an sich keinesfalls in Frage stellt. Allerdings muss eine Optimierung des Bibermanagements in schadensgeneigten Bereichen einschließlich geeigneter Maßnahmen zur Bestandsreduzierung entsprechend der Vorgaben des Ministeriums bei allem Verständnis für den Artenschutz möglich sein. „Ein dringender Handlungsbedarf bei der Entschädigungsfrage und der Entnahme des Bibers wird erst richtig deutlich, wenn die Bayerische Staatsregierung flächendeckend bei den Kommunen eine Bestandserhebung zu den Biberschäden durchführt“, ist der Landrat sicher.

Schadensausgleich für Beschädigte

Deshalb wird sich der Landrat zeitnah an den Staatsminister Dr. Marcel Huber wenden und konkrete Nachbesserungen bei der Entschädigung fordern. So muss nach Meinung des Landrats künftig auch ein angemessener Ausgleich der Schäden erfolgen, die beispielsweise private Grundbesitzer oder Fischereivereine und Eigentümer von Fischteichen, zu beklagen haben. Zudem fordert der Landrat eine deutliche Aufstockung des selbst mit 450.000 Euro chronisch unterfinanzierten Biberschadensfonds. Um insbesondere Uferrandstreifen von Bewirtschaftung freizuhalten, muss nach Ansicht des Landrats zudem die Teilnahme am Vertragsnaturschutzprogramm attraktiver gestaltet werden.

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