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Darum würden sich vier Fünftel der Unternehmen wieder hier ansiedeln
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Starker Standort Schwaben

Darum würden sich vier Fünftel der Unternehmen wieder hier ansiedeln

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. Foto: ibw

Der Großteil der schwäbischen Unternehmen bewertet die Standortqualität in Schwaben als positiv. In manchen Punkten gibt es jedoch auch noch großen Nachhol-Bedarf.

Die meisten im Regierungsbezirk Schwaben ansässigen Firmen würden sich wieder hier ansiedeln. Das ist ein zentrales Ergebnis der Studie „Standort Bayern – Unternehmerperspektiven 2016“ der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. „Bayern und Schwaben verfügen im nationalen wie im internationalen Vergleich über eine sehr gute Standortqualität, die es zu halten und weiter auszubauen gilt“, erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. 140 Firmen-Vertreter aus der Region wurden für die Studie der vbw befragt.

Starker Industrie-Standort Schwaben

„Die Standortloyalität in Schwaben erreicht mit 86,9 Punkten den zweithöchsten Wert in Bayern. Die allgemeine Standortqualität in Schwaben liegt bei 73,8 Punkten und damit ebenfalls über dem bayerischen Durchschnitt von 71,4 Punkten“, so Brossardt. Schwaben ist gemessen an Einwohnern und Fläche einer der größten bayerischen Regierungsbezirke. Die Region ist von einer starken Industrie geprägt, die sich in den Städten und Landkreisen Augsburg, Neu-Ulm und Donau-Ries konzentriert. Die meisten Industrie-Beschäftigten sind im Maschinenbau tätig.

Viele Nachwuchs-Kräfte in Schwaben

Die Firmen in Schwaben bewerten die Verfügbarkeit von Nachwuchskräften mit der Schulnote 3,2 bayernweit am besten. Die Qualität der Bildungs- und Wissens-Infrastruktur wird ebenfalls besser bewertet als im bayerischen Durchschnitt. Aufgrund der regional stark industriell geprägten Wirtschafts-Struktur ist der Fachkräftebedarf in der Region sehr hoch. Großen Handlungsbedarf sehen die befragten Unternehmen vor allem im Bereich Infrastruktur. Vor allem der Ausbau der Kommunikations-Infrastruktur wird als kritisch angesehen. Auch die Gestaltung einer sicheren und bezahlbaren Energie-Versorgung für die Zukunft wird skeptisch gesehen.

Schwäbische Unternehmer bauen auf Partner aus dem Ausland

Die vbw Untersuchung zeigt noch weitere Erkenntnisse. So sind Firmen aus Schwaben bei ihren KooperationsAktivitäten stärker auslandsorientiert als der bayerische Durchschnitt. Bei schwäbischen Unternehmen kommt im Schnitt jeder zweite Kooperations-Partner aus dem Ausland. Auf ganz Bayern gesehen ist es nur jeder dritte. Das Fazit der vbw: „Die positive Standortbewertung muss Tag für Tag neu erarbeitet werden, insbesondere auch durch den Staat, der die richtigen Rahmenbedingungen für erfolgreiches Wirtschaften schaffen muss“, so Brossardt.

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