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bpv kritisiert Politik: Arbeitslose Nachwuchslehrer
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Bayerischer Philologenverband (bpv)

bpv kritisiert Politik: Arbeitslose Nachwuchslehrer

HartzIV-Falle:Trotz Bestnoten bekommt nicht einmal die Hälfte aller Nachwuchs-Lehrer einen Job. Foto: Klaus-Uwe Gerhardt/pixelio
HartzIV-Falle:Trotz Bestnoten bekommt nicht einmal die Hälfte aller Nachwuchs-Lehrer einen Job. Foto: Klaus-Uwe Gerhardt/pixelio

Trotz Bestnoten bangen Nachwuchslehrkräfte an bayerischen Gymnasien um ihre berufliche Zukunft. Der Bayerische Philologenverband richtet sich nun mit einem konkreten Schreiben an die Politik und fordert sie zum Handeln auf.

Lehrer oder Lehrerin zu werden ist eigentlich eine gute Sache. Doch was ist, wenn es zu viele ausgebildete Lehrkräfte gibt, aber zu wenige Anstellungs-Möglichkeiten? In Bayern ist genau der Fall eingetreten. Im Februar 2014 werden 800 Referendarinnen und Referendare ihre Ausbildung an einem bayerischen Gymnasium abschließen. Doch nur 170 von ihnen, haben Aussicht auf eine Festanstellung. „Diese niederschmetternde Nachricht führt bei den Betroffenen zu Recht zu Ärger, Wut, Verbitterung und Verzweiflung“, erklärt Max Schmidt, Vorsitzender des Bayerischen Philologenverbands (bpv).

Laut bpv sichern nicht mal Bestnoten eine Anstellung

Selbst Referendarinnen und Referendare, die ihre Ausbildung mit Spitzennoten abschließen, erhalten keine Anstellung. „Es kann doch nicht sein, dass diese nach ihrer Ausbildung arbeitslos sind und von Hartz IV leben müssen“, empört sich Lisa Fuchs, ebenfalls vom bpv. Das System ist tückisch. Denn während des Referandariats ist man im Beamtenverhältnis auf Widerruf. Damit sind die Betroffenen nicht sozialversicherungspflichtig und haben anschließend keinen Anspruch auf Leistungen nach dem SGB III. Alles, was ihnen bleibt, ist Hartz IV zu beantragen.

bpv kritisiert Sparmaßnahmen im Bildungsbereich

Als wäre das noch nicht genug, sehen die Haushaltspläne der Staatsregierung vor, bis zum nächsten Einstellungstermin sogar noch 371 Lehrplanstellen zu streichen. Dabei sind Einsparungen an der Stelle alles andere als angebracht. „Die Aussage setzt dem Ganzen die Krone auf! Das Bildungssystem in Bayern und besonders das Flaggschiff und Aushängeschild, das Gymnasium, sieht sich aufgrund der Sparpolitik der Regierung mit erheblichen Qualitätseinbußen konfrontiert“, bringt Schmidt verärgert und enttäuscht auf den Punkt.

bpv stellt Forderungen an Politik

Kampflos wollen die Angestellten des bpvs keinesfalls aufgeben. In einem Brief an die Verantwortlichen stellt der bpv sieben konkrete Forderungen an den Bayerischen Landtag. Unter anderem fordern die Verantwortlichen eine Beschränkung der Unterrichtsverpflichtung von Referendarinnen und Referendaren im 2. Ausbildungsabschnitt auf höchstens 14 Wochenstunden. Auch eine Verkleinerung der Schulklassen wünscht sich der bpv. Vor allem in den Fächern und Kursen, in denen das Abitur schriftlich abgelegt wird, wäre eine solche Entwicklung ratsam. Immerhin ist das Abitur eine wichtige Voraussetzung für den späteren Bildungserfolg der bayerischen Schülerinnen und Schülern. Im selben Zuge würden mit einer geringeren Klassenstärke mehrere Schülergruppen entstehen, die jeweils eine Lehrkraft benötigen.

bpv warnt vor Verlust von Bayerns Bildungselite

Zweifelsohne muss sich an der Einstellungssituation von Lehrern und Lehrerinnen etwas ändern. Das sieht auch Schmidt so und stellt fest: „Ein Verweis auf die Lehrerbedarfsprognose oder auf die einzuhaltende Haushaltsdisziplin greift hier nicht! Der Freistaat Bayern kann es sich nicht leisten, seine bestqualifizierten Nachwuchslehrkräfte abwandern zu lassen. Es ist nicht nur für uns Kolleginnen und Kollegen, sondern auch für alle Wählerinnen und Wähler in Bayern völlig unverständlich, die mit Steuermitteln ausgebildeten Spitzenkräfte ziehen zu lassen und schon bald wieder händeringend zu suchen! Die Bildungselite Bayerns darf nicht verloren gehen.“ Klare Worte seitens des bpvs. Bleibt abzuwarten, wie die Politik auf die Forderungen reagiert.

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