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Worum geht es bei dem Streit auf dem Augsburger Stadtmarkt wirklich?
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Holzanbau Café Kaufmann

Worum geht es bei dem Streit auf dem Augsburger Stadtmarkt wirklich?

Der Holzanbau des Cafés Kaufmann sorgt für Diskussionen auf dem Augsburger Stadtmarkt. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Seit Montag, den 12. Dezember 2016, gibt es eine Nutzungs-Unterlassung für den Holzanbau des Cafés Kaufmann auf dem Augsburger Stadtmarkt. Sind die Hintergründe politischer Natur?

Vertreter des Baureferats informierten Rahmi Corapci am Freitag, den 9. Dezember, über die Nutzungs-Unterlassung: Ohne Baugenehmigung darf er den Holzanbau des Cafés Kaufmann nicht betreiben. Ab Montag darf dieser also lediglich als Eingang genutzt werden.

Keine Baugenehmigung für Holzanbau des Cafés Kaufmann

„Ich habe 23.000 Euro ausgegeben, um diesen Holzanbau zu errichten“, so Corapci, „erst neulich war das Bauamt da, um die Statik zu berechnen. Das hat mich weitere 3.000 Euro gekostet.“ Dass die erforderliche Baugenehmigung fehlt, ist den Behörden jedoch erst im Nachhinein aufgefallen. Nach eigenen Angaben hatte Rahmi Corapci sowohl vom Marktamt als auch vom Ordnungsreferat eine mündliche Genehmigung für den Holzanbau. Vom Marktamt habe er zudem eine Erlaubnis per Email erhalten. Marktamtsleiter Werner Kaufmann sagte dazu auf Anfrage unserer Redaktion, dass es wohl keine rechtsverbindliche Erlaubnis für die Errichtung des Holzanbaus gab. Auch der Marktamtsleiter selber habe jedoch nicht gewusst, dass eine Baugenehmigung notwendig sei. Was zumindest die Frage aufwirft, wie gut die Kommunikation mit den städtischen Behörden, aber auch untereinander funktioniert.

Der Holzanbau des Cafés Kaufmann sorgt für Diskussionen auf dem Augsburger Stadtmarkt. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Keine Veränderungen auf dem Stadtmarkt gewünscht?

„Ich bin Geschäftsmann, natürlich will ich Geld verdienen“, so Corapci, „im Winter habe ich deutlich weniger Fläche als im Sommer. Wenn es wärmer ist, kann ich draußen bestuhlen. Doch das fällt in der kalten Jahreszeit weg. Ich habe zwei Angestellte, die ich über den Winter nicht beschäftigen kann, wenn der Holzanbau schließen muss.“ Neben dem finanziellen und dem sozialen Aspekt ärgert Corapci jedoch noch etwas anderes. „Ich wollte etwas Tolles schaffen für den Stadtmarkt, die Gäste sind begeistert und nun soll ich den Holzanbau schließen. Dabei habe ich nicht einfach vier Bretter hingenagelt, sondern viel Zeit, Geld und Mühe hierein investiert, um etwas Schönes zu errichten.“

Betreiber des Cafés Kaufmann prüft rechtliche Schritte

„Nach dem, was ich in der Augsburger Allgemeinen gelesen habe, ist das Problem wohl der ‚Kitzbühel-Charme‘ des Holzbaus“, so Corapci, „was daran so schlimm sein soll, verstehe ich allerdings nicht. Verträgt es eine Großstadt wie Augsburg denn nicht, wenn mal etwas Neues passiert?“ „Es handelt sich hier auch nicht um eine dauerhafte bauliche Veränderung“, so Corapci weiter, „im Februar verschwindet der Holzanbau wieder.“ Gegen die Nutzungs-Untersagung will Corapci jetzt rechtlich vorgehen.

Sind persönliche Differenzen der Grund für die Diskussion?

Laut Corapci hat Stadtrat Leo Dietz bereits seit Längerem ein persönliches Problem mit ihm. „In der Augsburger Allgemeinen habe ich gelesen, dass er sich dafür stark gemacht hat, dass der Holzanbau verschwindet. Das wundert mich nicht.“ Denn laut Corapci hat es zwischen Dietz und ihm in den vergangenen 20 Jahren schon öfter Ärger gegeben.

Streiten die Stände auf dem Stadtmarkt untereinander?

Auch einige der umliegenden Obststände haben mit dem Holzbau ein Problem. Von den vier Obstständen, die direkt an das Café Kaufmann angrenzen, haben alle die Auskunft gegenüber unserer Redaktion verweigert. Laut Corapci sind unter ihnen aber wohl zwei, denen der Holzbau nicht passt. Das passt zu der Aussage Georg Kaufmanns, der das Café ursprünglich aufgezogen hatte. Nach nur anderthalb Jahren verließ er ihn wieder und verkaufte an den jetzigen Inhaber und Betreiber, Corapci. „Es gibt auf dem Stadtmarkt drei, vier Stimmungsmacher – das sind die Obsthändler – und die wollen keine Veränderungen. Sie sind gegen alles Neue. Sie haben keinen finanziellen Bedarf, etwas zu ändern und wollen auch nicht, dass andere das tun. Dieser Neid und dieses Nichtstun, davon hatte ich schon nach wenigen Monaten genug“, so Georg Kaufmann.

 

Seit dem 15. Dezember ist der Holzanbau des Cafés Kaufmann nun verschwunden. 

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