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Wirtschaft fördert Willkommenskultur
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IHK Schwaben

Wirtschaft fördert Willkommenskultur

 Fachkräftemangel. Quelle: Fotolia

Damit ist es Ausländer in Zukunft einfacher haben ihre Qualifikationen aus dem eigenen Land mit denen aus Deutschland zu vergleichen, gibt es seit Anfang April ein neues Gesetz. Dieses vereinheitlicht die ausländischen Berufsabschlüsse. Die IHK reagiert mit der neu geschaffenen IHK FOSA, die ausländische Berufsabschlüsse auf ihre Kompetenz prüft und so dem Fachkräftemangel in Deutschland entgegen wirken soll.

Die anhaltend gute konjunkturelle Wirtschaftslage verschärft den Fachkräftemangel.  Vor allem Produktionsunternehmen benötigen Mitarbeiter mit speziellem Fachwissen. Bisher waren Personen, die im Ausland einen Berufsabschluss oder bestimmte Qualifikationen erworben haben, nicht leicht zu vermitteln. Im Zweifel dürfen sie nur als Hilfskraft arbeiten. Hier knüpft das Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz (BQFG) an, das zum 1. April 2012 in Kraft getreten ist. Das Gesetz macht die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse in Deutschland einheitlicher, effizienter und transparenter. Alle Personen mit einem im Ausland erworbenen staatlich anerkannten Berufsabschluss können seit 1. April prüfen lassen, inwieweit ihr Abschluss mit einem deutschen Abschluss vergleichbar ist. Das erleichtert Arbeitgebern die Einschätzung der ausländischen Berufsqualifikation und erhöht die Chancen der Migranten auf dem deutschen Arbeitsmarkt.  Bereits heute leben rund 300.000 Menschen in Deutschland, die von dem neuen Gesetz profitieren könnten. Hinzu kommen die vielen Tausend ausländischen Fachkräfte, die jedes Jahr neu ins Land einwandern.

Win-win-Situation für Arbeitnehmer und Arbeitgeber

Die IHK-Organisation reagiert hierauf mit der seit April neu geschaffenen IHK FOSA (Foreign Skills Approval). Es ist das bundesweite Kompetenzzentrum der deutschen Industrie- und Handelskammern für die Prüfung und Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse. Die Erstberatung erfolgt über die örtlich zuständige IHK. „Wir hoffen, dass hierdurch einige Hilfsarbeiter zum Facharbeiter werden, eine Win-win-Situation für Arbeitnehmer und Arbeitgeber“, erklärt Oliver Heckemann, Leiter des Geschäftsfeldes Aus- und Weiterbildung der IHK. „Rund 50 Beratungen in der IHK seit April zeigen, dass viele Migranten wissen möchten, ob ihre Ausbildung mit einem deutschen Ausbildungsberuf verglichen werden kann“, erklärt Heckemann.

Grundstein zur Bewältigung des Fachkräftemangels

Die Vollversammlung der IHK Schwaben hat am 10. Mai 2012 den Beitritt zur IHK FOSA beschlossen. „Es ist äußerst sinnvoll, wie sich die IHK-Organisation hier aufstellt und die Kompetenz sowie die schwierigen Einzelfallanträge an einer Stelle bündelt“, erklärt Döring. Döring ist ehrenamtlich als Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses der IHK tätig ist. Und er fügt hinzu, „Ein wichtiger Baustein zur Bewältigung des Fachkräftebedarfs in unseren schwäbischen Unternehmen ist damit gelegt.“