Studie

Wenig Frauen in der Chef-Etage Augsburger Unternehmen

An der Spitze kommunaler Unternehmen sind Frauen weiter unterrepräsentiert. Augsburg liegt sogar noch unter dem Bundesdurchschnitt. Lediglich in zwei Bereichen kommen Frauen in den Topetagen voran. Das ergab einer Studie der Zeppelin-Universität Friedrichshafen.

In den Führungsetagen öffentlicher Unternehmen ist in Sachen Gleichstellung noch einiges zu tun. In Bayern sind gerade mal rund 14 Prozent der Top-Managementpositionen mit Frauen besetzt. Im Bundesdurchschnitt sind es 19,7 Prozent. Damit sind 432 der insgesamt 2196 Führungspositionen mit Managerinnen besetzt. Augsburg liegt mit 11,1 Prozent sogar noch unter dem Schnitt von Bayern.

In diesen Bereichen kommen Frauen voran

„Besonders bemerkenswert sind zwei Aspekte: Auch in der Gruppe der Neubesetzung von vakanten Positionen liegt der Frauenanteil nur bei 22 Prozent. Bei einigen Städten wurden Anstiege bei der Repräsentation erreicht, in vielen weiteren stagniert die Repräsentation oder ist sogar zurückgegangen“, erläuterte Studienleiter Ulf Papenfuß. Frauen kommen der Studie zufolge vor allem in den Bereichen voran, die in der Corona-Pandemie von Bedeutung sind. Der Anteil weiblicher Führungskräfte liegt in 69 größeren Städten im Bereich „Gesundheit und Soziales“ im Schnitt bei gut 33 Prozent und in „Krankenhäusern“ bei gut 25 Prozent.

Auswertung nach Bundesländern

Einen vergleichsweise hohen Anteil von Frauen im Vorstand, der Geschäftsleitung oder Geschäftsführung kommunaler Unternehmen stellten die Forscher erneut in den Stadtstaaten sowie in den ausgewerteten Städten in Sachsen und Thüringen (je 24,7 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (23,4 Prozent) und Brandenburg (22,5 Prozent) fest. Insgesamt liegen 10 der 14 Städte mit mehr als 30 Prozent weiblich besetzter Top-Managementpositionen in Ostdeutschland.

Hessen (22,0 Prozent) und das Saarland (21,0) liegen ebenfalls über dem Durchschnitt. Schlusslichter sind die ausgewerteten Städte in Niedersachsen (13,0 Prozent), Schleswig-Holstein (10,4 Prozent) und Rheinland-Pfalz (10,3 Prozent). „Insgesamt zeigt sich demnach weiterhin ein deutliches Gefälle zwischen Ost und West, das sich aber im Vergleich zu den Vorjahren weiter verringert hat”, heißt es in der Studie.

Gleichstellungsstrategie der Bundesregierung 

Aus Sicht der Forscher unterstreicht die jüngst vom Bundeskabinett beschlossene erste ressortübergreifende Gleichstellungsstrategie die Bedeutung des Themas. Zu den Zielen der Strategie gehört zum Beispiel, mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern oder die Sorgearbeit zwischen Männern und Frauen gerechter zu verteilen. Die Gleichstellung von Männern und Frauen soll künftig in allen Gesetzen und Förderprogrammen des Bundes stärker berücksichtigt werden.

1469 Unternehmen wurden untersucht

Untersucht wurden 1469 öffentliche Unternehmen wie Stadtwerke oder Krankenhäuser in 69 Städten. Verglichen wurden Stadtstaaten, Landeshauptstädte und die vier größten Kommunen je Bundesland. Die Forscher weisen darauf hin, dass in Bundesländern, in denen es kaum großen Städte gibt, vergleichsweise viele kleinere Kommunen mit wenigen Unternehmen analysiert wurden.

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Studie

Wenig Frauen in der Chef-Etage Augsburger Unternehmen

An der Spitze kommunaler Unternehmen sind Frauen weiter unterrepräsentiert. Augsburg liegt sogar noch unter dem Bundesdurchschnitt. Lediglich in zwei Bereichen kommen Frauen in den Topetagen voran. Das ergab einer Studie der Zeppelin-Universität Friedrichshafen.

In den Führungsetagen öffentlicher Unternehmen ist in Sachen Gleichstellung noch einiges zu tun. In Bayern sind gerade mal rund 14 Prozent der Top-Managementpositionen mit Frauen besetzt. Im Bundesdurchschnitt sind es 19,7 Prozent. Damit sind 432 der insgesamt 2196 Führungspositionen mit Managerinnen besetzt. Augsburg liegt mit 11,1 Prozent sogar noch unter dem Schnitt von Bayern.

In diesen Bereichen kommen Frauen voran

„Besonders bemerkenswert sind zwei Aspekte: Auch in der Gruppe der Neubesetzung von vakanten Positionen liegt der Frauenanteil nur bei 22 Prozent. Bei einigen Städten wurden Anstiege bei der Repräsentation erreicht, in vielen weiteren stagniert die Repräsentation oder ist sogar zurückgegangen“, erläuterte Studienleiter Ulf Papenfuß. Frauen kommen der Studie zufolge vor allem in den Bereichen voran, die in der Corona-Pandemie von Bedeutung sind. Der Anteil weiblicher Führungskräfte liegt in 69 größeren Städten im Bereich „Gesundheit und Soziales“ im Schnitt bei gut 33 Prozent und in „Krankenhäusern“ bei gut 25 Prozent.

Auswertung nach Bundesländern

Einen vergleichsweise hohen Anteil von Frauen im Vorstand, der Geschäftsleitung oder Geschäftsführung kommunaler Unternehmen stellten die Forscher erneut in den Stadtstaaten sowie in den ausgewerteten Städten in Sachsen und Thüringen (je 24,7 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (23,4 Prozent) und Brandenburg (22,5 Prozent) fest. Insgesamt liegen 10 der 14 Städte mit mehr als 30 Prozent weiblich besetzter Top-Managementpositionen in Ostdeutschland.

Hessen (22,0 Prozent) und das Saarland (21,0) liegen ebenfalls über dem Durchschnitt. Schlusslichter sind die ausgewerteten Städte in Niedersachsen (13,0 Prozent), Schleswig-Holstein (10,4 Prozent) und Rheinland-Pfalz (10,3 Prozent). „Insgesamt zeigt sich demnach weiterhin ein deutliches Gefälle zwischen Ost und West, das sich aber im Vergleich zu den Vorjahren weiter verringert hat”, heißt es in der Studie.

Gleichstellungsstrategie der Bundesregierung 

Aus Sicht der Forscher unterstreicht die jüngst vom Bundeskabinett beschlossene erste ressortübergreifende Gleichstellungsstrategie die Bedeutung des Themas. Zu den Zielen der Strategie gehört zum Beispiel, mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern oder die Sorgearbeit zwischen Männern und Frauen gerechter zu verteilen. Die Gleichstellung von Männern und Frauen soll künftig in allen Gesetzen und Förderprogrammen des Bundes stärker berücksichtigt werden.

1469 Unternehmen wurden untersucht

Untersucht wurden 1469 öffentliche Unternehmen wie Stadtwerke oder Krankenhäuser in 69 Städten. Verglichen wurden Stadtstaaten, Landeshauptstädte und die vier größten Kommunen je Bundesland. Die Forscher weisen darauf hin, dass in Bundesländern, in denen es kaum großen Städte gibt, vergleichsweise viele kleinere Kommunen mit wenigen Unternehmen analysiert wurden.

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