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„Welcome to Augsburg“ – 140 Flüchtlinge finden in Notunterkunft eine Bleibe auf Zeit
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Arbeitsgemeinschaft der Augsburger Hilfsorganisationen

„Welcome to Augsburg“ – 140 Flüchtlinge finden in Notunterkunft eine Bleibe auf Zeit

 Augsburger Hilfkräfte richten Notlager in Turnhalle ein. Foto: Arbeitsgemeinschaft der Augsburger Hilfsorganisationen

Am 2. August waren die Augsburger Hilfsorganisationen stark gefragt: Rund 140 Flüchtlinge kamen in die Fuggerstadt und benötigten Unterkunft und Verpflegung. Unterstützt von vielen Unternehmen und beauftragt von Stadt und der Regierung von Schwaben, errichteten die Hilfskräfte in der Reischleschen Wirtschaftsschule ein Notlager.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

„Welcome to Augsburg“ – dieser Schriftzug begrüßte die rund 140 Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan und dem Irak an der Reischleschen Wirtschaftsschule. Diese wurde am letzten Sonntag zu einem Notlager umfunktioniert. Dazu beauftragten die Regierung von Schwaben und die Stadt Augsburg die Augsburger Hilfsorganisationen. Die knapp 70 freiwilligen Helfer übernahmen den Aufbau und das medizinische Screening. Vor Ort waren das Bayerische Rote Kreuz (BRK), die Johanniter und Malteser.

Augsburger Unternehmen unterstützen Notlager

Doch nicht nur die Ehrenamtlichen der Fuggerstadt leisteten hier ganze Arbeit. Sie wurden von verschiedenen Firmen und Institutionen bei ihrer Arbeit unterstützt. Darunter: die Reischlesche Wirtschaftsschule, das Polizeipräsidium Schwaben Nord sowie die Polizeiinspektion Augsburg Süd, die KJF Fachklinik Josefinum, METRO Augsburg und das Technische Hilfswerk. Die Einsatzkräfte bedankten sich bei all diesen für die schnelle und gute Hilfe.

Hilfskräfte erreichten in kürzester Zeit komplette Infrastruktur

Um die rund 140 Menschen unterzubringen, wurden in einer Turnhalle der Reischleschen Wirtschaftsschule Verpflegungs- und Ruhebereiche aufgebaut. Innerhalb kürzester Zeit entstand hier eine komplette Infrastruktur – von Babynahrung bis zu Spielsachen und Hygieneartikel für alle Familien. Johanniter-Einsatzleiter Patrick Klotz koordinierte bis zum Abend die Hilfskräfte: „Das Zusammenspiel war mit allen Hilfsorganisationen hervorragend. Die zahlreichen Übungen zahlen sich in solchen Notsituationen aus.“ Auch Günter Gsottberger, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Augsburger Hilfsorganisationen lobte die Arbeit der Helfer: „Welcome to Augsburg, das haben unsere Ehrenamtlichen an die Wand geschrieben – vor allem haben sie aber eine Willkommenskultur erleb- und spürbar gemacht.“

Sozialbürgermeister Dr. Kiefer: „Wir können uns auf die Augsburger Hilfsorganisationen und ihre Ehrenamtlichen verlassen“

„Ich war erstaunt, was unsere Hilfsorganisationen in kurzer Zeit gemeinsam organisiert haben – ein tolles Team von Rettungskräften hat ein hervorragendes Screening ermöglicht. Die meisten Flüchtlinge sind gesund und wenige Erkrankte konnten so vor Ort gut versorgt werden“, verkündete Dr. Peter Lindner, Leiter der Malteser Migranten Medizin in Augsburg, stolz. Dank und Annerkennung gab es auch von Sozialbürgermeister Dr. Stefan Kiefer: „Wir können uns auf die Augsburger Hilfsorganisationen und ihre Ehrenamtlichen verlassen. Dafür können wir nicht genug danken. Zugleich müssen wir gemeinsam mit den anderen staatlichen Einrichtungen Sorge dafür tragen, Menschen in Not weiterhin gut aufnehmen zu können.“

HWK begrüßt Entscheidung der Bundesregierung zur Praktika-Vergabe an Asylbewerber

Wie genau es mit den Flüchtlingen nun weitergeht ist nicht bekannt. Bis zum September muss die Wirtschaftsschule allerdings wieder geräumt sein, dann fängt hier nämlich das nächste Schuljahr an. Einen Fortschritt vermeldet derweil die Handwerkskammer für Schwaben (HWK). Über die Entscheidung der Bundesregierung, Flüchtlingen den Zugang zu Praktika zu erleichtern, ist die HWK sehr glücklich. „Einen Schritt in die richtige Richtung“, nannte Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer HWK, diese. Künftig sollen es Asylbewerber mit guten Bleibeperspektiven leichter haben, berufs- und studienorientierende Praktika zu absolvieren. Die Zustimmung der Arbeitsagentur ist nicht mehr erforderlich. „Wir halten es für gut und richtig, die Asylbewerber, die mit großer Wahrscheinlichkeit bleiben werden, schnell in den Arbeitsmarkt zu integrieren“, so Wagner weiter.

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