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Wechsel der Siemens-Vorstandsspitze
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Siemens AG

Wechsel der Siemens-Vorstandsspitze

 Joe Kaeser - Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG. Foto: Siemens-Pressestelle

Eigentlich geht der Vertrag von Vorstandsvorsitzenden Peter Löscher bis 2017. Löscher hat allerdings darum gebeten, den Vertrag aufzulösen. Das Ergebnis: Ab 1. August 2013 gibt es eine neue Führungsspitze im Siemens-Vorstand.

Peter Löscher hatte sein Amt als Chief Executive Officer (CEO) am 1. Juli 2007 angetreten. Bei Siemens hat er eine Integritätskultur entwickelt, die heute weltweit vorbildlich ist. Er Brachte die Aktiengesellschaft auf ein Leistungs- und Ertragsniveau, das vorher nie so dagewesen war, er verbesserte die Position von Siemens in den Schwellenländern und schärfte das Unternehmens-Portfolio. Peter Löscher hatte immer eine große Unterstützung von den Kollegen. Als er sein Ausscheiden in mehreren Gesprächen bekannt gab, wurde er oft zum Bleiben überredet. „Diese Unterstützung weiß ich zu schätzen. Dennoch habe ich dem Aufsichtsrat die Auflösung meines Vertrags angeboten.“

Vertrag bereits aufgelöst

Für Peter Löscher ist es unmöglich, künftig eine vertrauensvolle Basis für einen Verbleib an der Siemens-Spitze fortzuführen. Dieses Vertrauen ist für ihn ebenso unabdingbar wie ein Höchstmaß an Geschlossenheit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat. Bei Löscher passt dieser Punkt nicht mehr, deswegen ist es für ihn Zeit, zu gehen. „Die Interessen Einzelner, auch meine eigenen, haben hinter dem Wohlergehen des Unternehmens zurückzustecken.“ Der bisherige Chief Financial Officer (CFO), Joe Kaeser, wird gleich ab dem 1. August 2013 die Aufgaben seines Vorgängers Löscher übernehmen.

Löscher bleibt Siemens dennoch erhalten

Gerhard Cromme, Aufsichtsratsvorsitzender der Siemens AG, dankte Peter Löscher für seinen großen Einsatz und seine Verdienste in der Führung und Repräsentation des Unternehmens. „Peter Löscher hat das Unternehmen durch alle Wirtschaftskrisen geführt. Er hat Siemens zurück zu großem Ansehen verholfen und zwei der erfolgreichsten Jahre in der Unternehmensgeschichte erreicht“, so Cromme. Bis zum 30. September 2013 wird Löscher für die Themen- und Aufgabenübergabe dem Unternehmen zur Seite stehen. Darüber hinaus wird er auf Wunsch von Siemens den Vorsitz des Stiftungsrats der Siemens-Stiftung wahrnehmen und auch weiterhin mit der Siemens AG verbunden bleiben. „Es wäre fatal für die Zukunft des Unternehmens, wenn der eingeschlagene erfolgreiche Kurs, der profitable Wachstumskurs und der Aufbau einer neuen Unternehmenskultur durch ein fehlendes Vertrauen und Zusammenarbeiten in Frage gestellt würde“, erklärte Peter Löscher.

Klare Erwartungen an neuen Vorstand

Joe Kaeser bekommt schon jetzt Rückendeckung von ihrem wichtigen Großaktionär Union Investment. „Kaeser ist aus jetziger Sicht die richtige Wahl“, sagte Fondsmanager Christoph Niesel dem Wall Street Journal Deutschland.  Er müsse jetzt aber das Vertrauen der Finanzmärkte zurückgewinnen und mit klaren Maßnahmen den Rückstand von Siemens gegenüber den Mitbewerbern aufholen, fordert Niesel.Das Vertrauen der Kapitalmärkte zurückzugewinnen, ist laut Niesel nach mehreren Gewinnwarnungen denn auch eine der wichtigsten Aufgaben, die Kaeser künftig zu erledigen hat. Maßnahmen müssen überlegt werden, um den Rückstand bei Profitabilität und Wachstum im Vergleich zur Konkurrenz aufzuholen.  „Bei Siemens passiert zu wenig, zu langsam. Im Gegensatz zu ABB und Philips hinkt Siemens im Wettbewerbsvergleich momentan hinterher“, sagte der Fondsmanager. „Dazu kommt, dass auch die Konkurrenz aus China und Korea nicht schläft“. Eine große Herausforderung für den neuen Vorstandsvorsitzenden. 

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