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Vorsicht: gefälschten Zahlungsanweisungen im Umlauf
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IHK Schwaben

Vorsicht: gefälschten Zahlungsanweisungen im Umlauf

 Augen auf bei Forderungen aus China. Bild: © DOC RABE Media - Fotolia.com

Bei Banken in Deutschland gehen derzeit offenbar verstärkt gefälschte Zahlungsaufträge im Außenwirtschaftsverkehr aus China ein. Dabei handelt es ich jedoch um betrügerische Fälschungen.

Sie sollen Zahlungen von Firmenkonten in Höhe von mehreren zehntausend Euro auf chinesische Bankkonten transferieren. Alle diese Betrugsversuche haben gemeinsam, dass bei den Banken beleghafte – also schriftliche – Zahlungsaufträge eingegangen sind.

Den Konstellationen, die der IHK Schwaben bekannt sind, waren jeweils seriös erscheinende Geschäftsanfragen aus zentralafrikanischen Staaten vorausgegangen. Aktuell ereigneten sich bayernweit mehrere Fälle, bei denen IHK-Mitgliedsunternehmen beinahe um Beträge zwischen 40.000 und 80.000 Euro geprellt worden wären. Nur das umsichtige Verhalten der Geschäftsbanken konnte Schlimmeres verhindern.

Täuschend echte Zahlungsaufforderung

Bei den versuchten Betrügereien erhielten bayerischen Unternehmen jeweils Kaufanfragen aus z.B. Uganda mit vergleichsweise handelsüblichen Beträgen und Warenmengen, die die Firmen mit einem konkreten Angebot beantworteten. Der vermeintliche Kunde forderte daraufhin eine Pro-forma-Rechnung an, wie sie im internationalen Geschäftsverkehr üblich ist. Auf dieser wurden zusätzlich jedoch die Unterschrift des Geschäftsführers sowie die Kontodaten abgefragt. Wenig später erreichte die Hausbank der bayerischen Unternehmen eine schriftliche Zahlungsaufforderung, auf der die Unterschrift des Geschäftsführers täuschend echt imitiert worden war. Der Betrug flog auf, weil Mitarbeiter der Geschäftsbanken aufgrund der heutzutage im internationalen Geschäftsverkehr eher seltenen beleghaften Zahlungsaufforderung stutzig wurden und die Kunden kontaktierten.

Mehr Vorsicht ist geboten

Die Betrugsfälle verhalten sich identisch. Es ist davon auszugehen, dass weitere Firmen in das Visier der Betrüger geraten könnten. „Wir raten in diesem Zusammenhang dringend zu erhöhter Wachsamkeit bei Neugeschäften mit Anfragen aus diesen Ländern.

Ausdrücklich warnen wir vor der Weitergabe eingescannter Unterschriften zeichnungsberechtigter Firmenvertreter“, betont Axel Sir, Bereichsleiter International der IHK Schwaben. Er empfiehlt den Unternehmen, bei ihren Hausbanken zu veranlassen, dass keine – bzw. nur auf Rückfrage – beleghaften Überweisungen ausgeführt werden. Für die strafrechtliche Bearbeitung solcher Fälle ist Anzeige bei der zuständigen Polizeidienststelle zu erstatten.