Einschätzung der Verbraucher

vbw-Studie vor neuem Gesetz: Wie sicher sind Daten bisher?

Symbolbild. Foto: iStock / oatawa
Der Schutz personenbezogener Daten gehört zu den zentralen Herausforderungen in der digitalen Transformation. Zum einen geht es darum, das Vertrauen der Nutzer zu stärken. Zum anderen verlangt die Gesetzeslage entsprechende Vorkehrungen.

Einer repräsentativen Umfrage der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. und der bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeberverbände bayme vbm zeigt: Im Allgemeinen hat die Bevölkerung wenig Vertrauen darauf, dass die persönlichen Daten im Internet nicht unbefugt weitergegeben werden.

Wie sicher sind personenbezogene Daten im Internet?

15 Prozent halten den Schutz ihrer persönlichen Daten im Internet vor unbefugter Weitergabe für „völlig unsicher“, 65 Prozent für „eher unsicher“. Insgesamt 16 Prozent bezeichnen ihn als „sicher“ oder „sehr sicher“. Gefragt nach den unterschiedlichen Akteuren, genießen Krankenkassen und Ärzte das höchste Vertrauen. Nachholbedarf haben Staat und Behörden: Lediglich 26 Prozent haben bei ihnen großes oder sehr großes Vertrauen in den Datenschutz. 46 Prozent haben hier „weniger großes Vertrauen“, 25 Prozent keines. Bei Wirtschaftsunternehmen allgemein halten 41 Prozent ihre Daten für geschützt, 31 Prozent haben kein Vertrauen, 25 Prozent ein „weniger großes Vertrauen“. „Hier muss mit vertrauensbildenden Maßnahmen aktiv gegengesteuert werden“, fordert bayme vbm vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Die Umfrage wurde von der GMS Dr. Jung GmbH im Auftrag der bayerischen Arbeitgeberverbände unter mehr als 2.000 Menschen im ganzen Bundesgebiet durchgeführt.

Deutschland ist vorne, was Datenschutz angeht

Generell gelten in Deutschland und Europa ein hohes Datenschutzniveau und große Transparenz, was mit Nutzerdaten geschieht. „Aus Sicht der Unternehmen stellt der Datenschutz aber teilweise ein gravierendes Hemmnis für ihre Geschäftstätigkeit dar – gerade bei neuen datengetriebenen Anwendungen. Wir brauchen einen praxisgerechten und anwenderfreundlichen Datenschutz, der den Innovationsstandort Deutschland und Bayern nicht gefährdet, sondern voranbringt“, sagt Brossardt.

Neues Datenschutz-Gesetz stellt Firmen vor Herausforderungen

Unerlässlich sei, dass sich Firmen über die konkreten Möglichkeiten und Grenzen informieren. Dies gelte gerade im Hinblick auf die Neuregelungen durch die EU-Datenschutzgrundverordnung.  Diese tritt im Mai dieses Jahres in Kraft. Worauf die Wirtschaft gefasst sein muss, verriet Andrea Pfundmeier, Wirtschaftsjuristin und Geschäftsführerin von Secomba, im Interview mit unserer Redaktion.

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