Strukturwandel

vbw Kongress: Die Perspektiven des Arbeitsmarkts in Augsburg

Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. (vbw) zog gemeinsam mit Vertretern aus Politik und Arbeitsverwaltung Bilanz über die aktuelle Arbeitsmarktentwicklung. Was das ergeben hat.

Auf ihrem Kongress „Perspektiven des Arbeitsmarkts – Strukturwandel als Chance für Augsburg“ warb die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. dafür, die Herausforderungen durch den Strukturwandel mutig anzugreifen. „Wir dürfen keine Angst vor der digitalen Transformation haben. Wir müssen sie als Chance begreifen. Dann werden wir auch in Zukunft ausreichend Arbeit für die Menschen in Bayern haben“, erklärte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt bereits im Vorfeld der Veranstaltung.

Kongress der vbw: Perspektiven des Arbeitsmarkts

Die Industrie befindet sich in der Rezession

Die Industrie befinde sich derzeit in einer Rezession. „Für Bayern rechnen wir für 2020 mit einem Wirtschaftswachstum von nur noch einem Prozent, die Arbeitslosigkeit ist bereits seit Juli 2019 leicht gestiegen“, erklärte Ivor Paranov, bei der vbw zuständig für Sozial- und Gesellschaftspolitik. Das Wachstum hänge jedoch auch damit zusammen, dass es sich 2020 um ein arbeitgeberfreundliches Jahr handelt und somit vier Arbeitstage mehr anstehen als normal.

Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften sinkt

„Im Februar waren 2,5 Prozent mehr Menschen arbeitslos als im Jahr zuvor. In der Stadt Augsburg lag die Arbeitslosigkeit im Februar 2020 um 4,6 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Anstieg hat demnach nicht allein saisonale Ursachen. Hinzu kommt: Die Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften geht zurück. Der Bestand an gemeldeten Stellen in Bayern lag im Februar 2020 um 8,6 Prozent unter dem Vorjahrswert. In Augsburg waren 6,4 Prozent weniger Stellen offen als im Vorjahr. Zudem fand auch in Augsburg erstmals seit rund zehn Jahren nahezu kein Beschäftigungsaufbau mehr statt“, so Paranov.

Der Fachkräftemangel bleibt herausfordernd

Trotz des Abschwungs bleibe der Fachkräftemangel eine Herausforderung. Für Unternehmen sei es immer schwieriger, Arbeitnehmer mit den passenden Qualifikationen zu finden. Allgemein dauere es in Augsburg durchschnittlich 118 Tage, bis eine offene Stelle besetzt ist. Für ganz Bayern liege diese Zahl bei 166 Tagen. Die vbw rechne deshalb nicht damit, dass der Arbeitsmarkt einbrechen wird. „Entscheidend wird vielmehr sein, den Fachkräftebedarf der Unternehmen so gut es geht zu decken. Dazu ist es wesentlich, Arbeitnehmer für die Anforderungen der digitalen Transformation zu qualifizieren“, betonte Paranov.

Der Wandel ist nicht aufzuhalten

Elsa Koller-Knedlik, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Augsburg, betonte: „Wir müssen die Perspektive des Arbeitsmarktes als Chance begreifen. Den Wandel werden wir nicht aufhalten können.“ In einer Podiumsdiskussion mit den Kommunalwahl-Kandidaten, die vor Ort waren, wurden ähnliche Themen ausgeführt und diskutiert. 

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Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften sinkt

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Der Fachkräftemangel bleibt herausfordernd

Trotz des Abschwungs bleibe der Fachkräftemangel eine Herausforderung. Für Unternehmen sei es immer schwieriger, Arbeitnehmer mit den passenden Qualifikationen zu finden. Allgemein dauere es in Augsburg durchschnittlich 118 Tage, bis eine offene Stelle besetzt ist. Für ganz Bayern liege diese Zahl bei 166 Tagen. Die vbw rechne deshalb nicht damit, dass der Arbeitsmarkt einbrechen wird. „Entscheidend wird vielmehr sein, den Fachkräftebedarf der Unternehmen so gut es geht zu decken. Dazu ist es wesentlich, Arbeitnehmer für die Anforderungen der digitalen Transformation zu qualifizieren“, betonte Paranov.

Der Wandel ist nicht aufzuhalten

Elsa Koller-Knedlik, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Augsburg, betonte: „Wir müssen die Perspektive des Arbeitsmarktes als Chance begreifen. Den Wandel werden wir nicht aufhalten können.“ In einer Podiumsdiskussion mit den Kommunalwahl-Kandidaten, die vor Ort waren, wurden ähnliche Themen ausgeführt und diskutiert. 

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