Internationale Strahlkraft

Uniklinik Augsburg erhält bundesweit einzigartiges Zentrum

Symbolbild, Schild der Uni Augsburg. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Am künftigen Augsburger Uniklinikum wird es künftig ein Interdisziplinäres Medizinisches Zentrum für Menschen mit Behinderung geben. Welche regionale Partner miteingebunden sind.

Am 10. Juli 2018 hatte die Universität Augsburg beim Bayrischen Staatsministerium ein Konzept für ein Interdisziplinäres Medizinisches Zentrum für Menschen mit Behinderung (IMZMB) eingereicht. Bei der  Sitzung des Bayrischen Staatskabinetts am vergangenen Mittwoch wurden nun die vorgelegten Pläne für die Medizinische Fakultät Augsburg bewilligt. Für den Aufbau des Zentrums wurden 1,5 Millionen Euro und für die laufende jährliche Finanzierung 1,6 Millionen veranschlagt. 

Die Universität setzt große Hoffnungen in das Projekt 

Mit der Einrichtung des IMZMB strebt die Universität Augsburg eine verbesserte medizinische Versorgung von Menschen mit chronischen Einschränkungen und Behinderungen an. Die Universität möchte damit der gesellschaftlichen Verantwortung hierfür gerecht werden. „Eine vertiefte medizinische Betreuung in Kombination mit der Erforschung innovativer und auch technologiegestützter Versorgungsformen von Menschen mit chronischen Einschränkungen und Behinderungen fehlt deutschlandweit“, so Präsidentin Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel über das geplante medizinische Zentrum der Universität. Darüber hinaus ergänzte sie: „Das von unserer Universität entwickelte Konzept sieht ein interdisziplinäres medizinisches Zentrum zur Versorgung von Menschen mit Behinderung vor, dessen Strahlkraft sich über die Region hinaus deutschlandweit und auch international entfalten kann.“

Das neue Zentrum erfordert enge Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen

Laut dem vorgelegten Konzept soll das neue Zentrum in die Forschung und Lehre der medizinischen Fakultät eingebunden werden. Es sind jedoch enge Zusammenarbeiten mit weiteren Lehrstühlen geplant, unter anderem auch mit dem Zentrum für Interdisziplinäre Gesundheitsforschung (ZIG). Diese Zusammenarbeit bekräftigte Prof. Dr. Werner Schneider, Vizepräsident der Universität Augsburg und ZIG-Vorstandsmitglied: „Die Betreuung und medizinische Versorgung von Menschen mit chronischen Einschränkungen und Behinderungen erfordern die enge Zusammenarbeit in einem interdisziplinären Team, in dem Sozialpädagogen, Mitglieder der Pflegeberufe und Ärzte aus den unterschiedlichsten medizinischen Fachdisziplinen zusammenarbeiten.“ 

Enge Kooperation zwischen Forschung, Pflege und medizinischer Praxis 

Das neue Zentrum ist aber nicht nur in der Forschung auf Interdisziplinarität ausgelegt, die Kollaborationen soll über den Wissenschaftsbetrieb hinausgehen. Die Möglichkeit der Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus Ursberg und dem Medizinischen Versorgungszentrum des Dominikus-Ringeisen-Werks in den Bereichen Forschung, Aus- und Weiterbildung seien von großer Relevanz für die Universität. In einer Zusammenarbeit zwischen den Wissenschaftlichen Mitarbeitern der Lehrstühle und der der Mitarbeiter der medizinischen Einrichtung in Ursberg sollen Fragestellungen zu Versorgungsstrukturen in Diagnostik, Therapie und Behandlung von Patienten mit chronischen Einschränkungen und Behinderungen erarbeitet werden. Gründungsdekanin der Medizinischen Fakultät, Prof. Dr. Martina Kadmon erläutert das Ziel dieser engen Kooperation: „Eine enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und praktisch tätigen Ärztinnen und Ärzten bzw. Pflegenden erhöht die Relevanz der Forschungsprojekte und erleichtert und beschleunigt die Übertragung von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die Praxis.“

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