Kreativ- und Kulturwirtschaft

Studie: Augsburg ist Hotspot im Kreativitätssektor

Für Augsburg ist die Kreativ- und Kulturwirtschaft (KuK) fünfwichtigste Branche. Das ergab sich aus der Söndermann-Studie, die KuK vor Ort genauer unter die Lupe nahm. Warum die KuK in Augsburg besonders zukunftsfähig ist.

Augsburg zählt innerhalb Bayerns und bundesweit weiter zu den starken Standorten der Kreativ- und Kulturwirtschaft. Der Anteil an kultur- und kreativwirtschaftlichen Unternehmen liegt aktuell bei 10,6 Prozent. Grundlage dieser Erhebung ist eine statistische Auswertung der KuK, mit der Michael Söndermann vom Büro für Kulturwirtschaftsforschung in Köln vor mehr als drei Jahren beauftragt wurde. Jetzt wurden die aktuellen Ergebnisse der fortgeschriebenen Studie vorgestellt.

Jahresumsatz liegt bei 600 Millionen Euro

Die Branche besteht in Augsburg aus knapp 1.100 Unternehmen, in denen mehr als 4.800 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte tätig sind. Der Jahresumsatz beträgt rund 600 Millionen Euro. Im Branchenvergleich der Umsätze belegt die KuK immer noch den fünften Platz hinter den traditionell umsatzstarken Wirtschaftsbranchen Energieversorgung, Maschinenbau, Einzelhandel und der Gesundheits- bzw. Sozialbranche. Dies ist umso bemerkenswerter, als im Untersuchungszeitraum Umstrukturierungen in den Geschäftsbereichen bei Weltbild stattgefunden haben. Dies hatte sich auch auf die Umsatzstruktur im Augsburger Literaturmarkt ausgewirkt.

Unternehmens- und Beschäftigtenzahl gestiegen

Insgesamt zeigt die Branche sowohl in Bayern als auch in Augsburg positive Entwicklungsmuster. Im Bereich der Unternehmensentwicklung stieg die Zahl der Unternehmen um sechs Prozent an und legte damit im Vergleichszeitraum stärker zu als die Gesamtwirtschaft. Eine ähnlich stabile Entwicklung lässt sich innerhalb der Branche auch bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten feststellen.

„Die Fortschreibung der Studie zeigt uns deutlich, dass die KuK in Augsburg weiterhin eine wichtige Rolle spielt“, kommentiert Wirtschaftsreferentin Eva Weber die Ergebnisse der Studie. „Es bestätigt uns darin, unsere Bemühungen, die wir als Stadt zur Stärkung dieser wichtigen Zukunftsbranche in den zurückliegenden fünf Jahren unternommen haben, weiter fortzusetzen.“

Warum die KuK besonders wichtig ist 

Die KuK gilt nicht zuletzt deshalb als wichtige Branche, weil dort neue Ideen, Geschäftsmodelle und Technologien erprobt werden, die dann in weite Bereiche der Wirtschaft ausstrahlen. Gemessen an der Zahl der Unternehmen erreicht die Designwirtschaft innerhalb der KuK der Stadt Augsburg einen Anteil von 21 Prozent und stellt damit den größten Teilmarkt. Insbesondere die Beschäftigtenzahlen sind seit 2016 stark gewachsen. Danach beschäftigt die Designbranche 621 Erwerbstätige und entwickelt sich in Augsburg besser, als in Bayern insgesamt. Der Architekturmarkt bleibt ebenfalls ein robuster wirtschaftlicher Faktor in der Stadt mit einer konstant stabilen Entwicklung.

„Mit Zwischennutzung werden mehrere Handlungsfelder abgedeckt“

„Im Grunde genommen entscheiden wir schon jetzt, ob wir uns Effekte in diesen Bereichen erhoffen oder nicht“, erklärt Eva Weber.

„Mit der Zwischennutzung von Leerständen werden beispielsweise gleich mehrere Handlungsfelder abgedeckt. Ein Projekt wie „Zwischenzeit“ in der Annastraße bietet Raum für Experimente, die Teilnehmer sammeln Erfahrungen und tauschen sich darüber aus. Sie präsentieren ihre Marken, Angebote oder Produkte in einer innerstädtischen Lage, was wiederum zur Wahrnehmung in Presse und Öffentlichkeit führt. Ähnlich lässt sich auch unsere Beteiligung bei der Entwicklung des Gaswerk-Areals, die Organisation von verschiedensten Netzwerktreffen, die Unterstützung von Akteur-Initiativen wie jüngst dem „Auxelerator“ oder der Club- und Kulturkommission Augsburg e. V. (CUKK) einem oder mehreren der Handlungsfelder zuordnen.“

Wichtige Impulse der Initiative „Augsburg gründet!“

Im Handlungsfeld Wissenstransfer und Qualifizierung spielen die städtische Initiative „Augsburg gründet!“ und die damit verbundenen Koordinierungs- und Netzwerkaktivitäten eine wichtige Rolle. „Gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern Uni, Hochschule, Gründerzentren, Kammern und Landkreise haben wir uns bewusst dafür entschieden, das Thema Gründung ohne besonderen Fokus auf bestimmte Branchen oder Unternehmensarten anzugehen,“ erläutert Eva Weber den Ansatz. „Hierfür sind Plattformen wie das GründerPICNIC von besonderer Bedeutung, wo der Austausch auf niederschwelliger Ebene helfen kann, die richtigen Unterstützungsangebote für das eigene Vorhaben schneller zu identifizieren oder einfach nur eine gewisse Schwellenangst zu überwinden.“

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Jahresumsatz liegt bei 600 Millionen Euro

Die Branche besteht in Augsburg aus knapp 1.100 Unternehmen, in denen mehr als 4.800 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte tätig sind. Der Jahresumsatz beträgt rund 600 Millionen Euro. Im Branchenvergleich der Umsätze belegt die KuK immer noch den fünften Platz hinter den traditionell umsatzstarken Wirtschaftsbranchen Energieversorgung, Maschinenbau, Einzelhandel und der Gesundheits- bzw. Sozialbranche. Dies ist umso bemerkenswerter, als im Untersuchungszeitraum Umstrukturierungen in den Geschäftsbereichen bei Weltbild stattgefunden haben. Dies hatte sich auch auf die Umsatzstruktur im Augsburger Literaturmarkt ausgewirkt.

Unternehmens- und Beschäftigtenzahl gestiegen

Insgesamt zeigt die Branche sowohl in Bayern als auch in Augsburg positive Entwicklungsmuster. Im Bereich der Unternehmensentwicklung stieg die Zahl der Unternehmen um sechs Prozent an und legte damit im Vergleichszeitraum stärker zu als die Gesamtwirtschaft. Eine ähnlich stabile Entwicklung lässt sich innerhalb der Branche auch bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten feststellen.

„Die Fortschreibung der Studie zeigt uns deutlich, dass die KuK in Augsburg weiterhin eine wichtige Rolle spielt“, kommentiert Wirtschaftsreferentin Eva Weber die Ergebnisse der Studie. „Es bestätigt uns darin, unsere Bemühungen, die wir als Stadt zur Stärkung dieser wichtigen Zukunftsbranche in den zurückliegenden fünf Jahren unternommen haben, weiter fortzusetzen.“

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„Mit Zwischennutzung werden mehrere Handlungsfelder abgedeckt“

„Im Grunde genommen entscheiden wir schon jetzt, ob wir uns Effekte in diesen Bereichen erhoffen oder nicht“, erklärt Eva Weber.

„Mit der Zwischennutzung von Leerständen werden beispielsweise gleich mehrere Handlungsfelder abgedeckt. Ein Projekt wie „Zwischenzeit“ in der Annastraße bietet Raum für Experimente, die Teilnehmer sammeln Erfahrungen und tauschen sich darüber aus. Sie präsentieren ihre Marken, Angebote oder Produkte in einer innerstädtischen Lage, was wiederum zur Wahrnehmung in Presse und Öffentlichkeit führt. Ähnlich lässt sich auch unsere Beteiligung bei der Entwicklung des Gaswerk-Areals, die Organisation von verschiedensten Netzwerktreffen, die Unterstützung von Akteur-Initiativen wie jüngst dem „Auxelerator“ oder der Club- und Kulturkommission Augsburg e. V. (CUKK) einem oder mehreren der Handlungsfelder zuordnen.“

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