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Staudenbahn feiert 100-jähriges Bestehen
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Staudenbahn

Staudenbahn feiert 100-jähriges Bestehen

So könnte moderner Zugverkehr auf der Strecke der Staudenbahn aussehen, Foto: Archiv Staudenbahn

Mit Bildergalerie. Vor 100 Jahren wurde die Staudenbahn in Betrieb genommen. Einen ganzen Tag will die Regionalentwicklung Stauden dieses besondere Jubiläum feiern. Am 03. Oktober findet das große Fest und ein Aktionstag unter dem Motto „Staudenbahn hat Zukunft“ in Fischach statt.

Am 11. Dezember 1912 wurde die Staudenbahn in Betrieb genommen. Seit 100 Jahren fährt sie nun schon auf einer Länge von 42 Kilometern durchgängig von Gessertshausen nach Türkheim. Wenige Tage vorher war das letzte noch fehlende Teilstück zwischen Langenneufnach und Markt Wald (Landkreis Unterallgäu) fertig gestellt worden. Die Regionalentwicklung Stauden (RES) nimmt dieses besonderer Jubiläum der Staudenbahn zum Anlass für einen groß angelegten Fest- und Aktionstag. Am Tag der deutschen Einhein, 3. Oktober dreht sich in der Staudenlandhalle in Fischach einen ganzen Tag lang alles um den 100. Geburtstag der Staudenbahn.

Die Geschichte der Staudenbahn steht im Mittelpunkt

Die Planungen und Vorbereitungen für das Jubiläumsfest haben monatelang gedauert. Das Festprogramm wurde vom RES-Arbeitskreis Verkehr mit Gerhard Schneider, Hubert Teichmann, Helmut Hartmann und Joachim Schoner an der Spitze erarbeitet. Im Mittelpunkt des Festtages steht eine professionelle Dokumentation der bewegten Geschichte der Staudenbahn in den vergangenen 100 Jahren, die in einer großen Jubiläumsausstellung präsentiert wird. Damit jeder Besucher die historischen Zeitdokumente der Eisenbahngeschichte in den Stauden zum Nachlesen auch mit nach Hause nehmen kann, haben die Ausstellungsmacher zudem einen großformatigen, reich bebilderten Staudenbahn-Kalender (für das Jahr 2013) aufgelegt. Die Idee dazu hatte Dieter Rothenfußer, der auch die Konzeption entworfen und die begleitenden Texte verfasst hat. Auf 24 Kalenderblättern kann die spannende Geschichte der Staudenbahn von den beschwerlichen Anfängen über die Blütezeit bis hin zur Stilllegung und zu den hartnäckigen, sich seit über 20 Jahren hinschleppenden Bemühungen einer Wiederbelebung verfolgt werden.

Gemeinden kämpfen für die Staudenbahn

Die Historie der Staudenbahn ist das Eine, die Bemühungen um die Wiederbelebung das Andere. Deswegen wird der zweite Schwerpunkt des Jubiläums auch darauf ausgelegt sein. Seit fast zwei Jahrzehnten bemühen sich die Gemeinden entlang der Bahnstrecke, die Staudenbahn, zumindest im Teilstück Gessertshausen nach Langenneufnach, für den regelmäßigen Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) wieder zu reaktivieren. Die ausgefeilten, zukunftsfähigen Konzepte der Befürworter, die unter dem Slogan „Staudenbahn hat Zukunft“ gebündelt sind, stehen zermürbenden, von immer neuen Rückschlägen geprägten Verhandlungen mit Behörden und Ministerien gegenüber. Viele gut gemeinte Aktionen der vergangenen Jahre wurden von den Entscheidungsträgern in München ignoriert.

Funktionierender ÖPNV bewahrt ländlichen Raum vor dem Ausbluten

Mit Staatsminister Martin Zeil hat Bayern jetzt erstmals einen Verkehrsminister, welcher der Reaktivierungen von Bahnstrecken positiv gegenüber steht. Dies ist eine Chance für die Staudenbahn, die Gemeinden nutzen wollen. Im Schulterschluss mit Landrat Martin Sailer und der Bahnbetriebsgesellschaft (BBG) Stauden wollen sie die notwendigen Schritte nun zügig voran bringen. Für den ländlichen Raum ist gerade ein funktionierender ÖPNV eine zwingende Voraussetzung, um ihn vor den Toren des Ballungszentrums Augsburg auf lange Sicht attraktiv zu erhalten und vor dem „Ausbluten“ zu bewahren. Eine schöne Landschaft alleine reicht schon lange nicht mehr aus, um jungen Familien in den Stauden eine dauerhafte Perspektive zu bieten. Getaktete, S-Bahn-ähnliche Verbindungen mit modernen, zeitgemäßen Zügen, um die Menschen schnell und energiesparend zu Schule und Arbeitsstätte zu bringen, sind dafür unabdingbar.

Was der Festtag so bringt

Diese Forderungen werden beim nachmittäglichen Festakt im Mittelpunkt stehen. Als Festredner haben sich Schwabens Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert und Hubert Teichmann, der Geschäftsführer der BBG Stauden, angesagt. Teichmann will den Jubiläumsgästen ein weiteres Mal die Reaktivierung der Staudenbahn als „bayerisches Leuchtturmprojekt des öffentlichen Nahverkehrs im ländlichen Raum“ vorstellen und sie ermutigen, trotz aller Rückschläge weiterhin engagiert und mit Herzblut für „ihre“ Staudenbahn zu kämpfen. Unabhängig vom Erfolg dieser Bemühungen liegt den Mitgliedern des AK Verkehr der Erhalt der noch bestehenden Bahnhöfe entlang der Staudenbahnstrecke am Herzen. Diese aus Holz errichteten so genannten Agenturgebäude werden durch einen neuen Themenwanderweg, den „Staudenbahnweg“, miteinander verbunden. Auch dazu gibt es in Fischach ausführliche Informationen. www.staudenbahn.de

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Vor 100 Jahren wurde die Staudenbahn auf einer Länge von 42 Kilometern durchgängig von Gessertshausen nach Türkheim in Betrieb genommen. Was dann folgte war eine Geschichte von beschwerlichen Anfängen über die Blütezeit bis hin zur Stilllegung und zu den hartnäckigen, sich seit über 20 Jahren hinschleppenden Bemühungen einer Wiederbelebung.

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Fotos: Archiv Staudenbahn und Walter Kleber

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