Fachkräftesicherung

Startschuss für die vierte Messe vocatium Region Augsburg

Der Startschuss für die vocatium Region Augsburg fiel am 16. Mai. Foto: Rebecca Weingarten / B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Am 16. und 17. Mai 2017 findet bereits zum vierten Mal die vocatium Region Augsburg statt. Über 2.200 Schüler werden dort erwartet. Zur Fachmesse für Ausbildung und Studium sind 53 regionale und überregionale Firmen und Einrichtungen vor Ort.

Nach wie vor ist der Fachkräftemangel in Schwaben ein wichtiges Thema. Denn für viele Unternehmen wird es zunehmend schwieriger, Auszubildende zu finden. Hier will die vocatium Region Augsburg Abhilfe schaffen.

1.800 junge Menschen suchen im Großraum Augsburg derzeit einen Ausbildungsplatz

„Auf 100 Bewerber kommen heute rund 130 Stellen“, sagte Rheinhold Demel, Geschäftsführer der Arbeitsagentur Augsburg, zum Beginn des Pressegesprächs zur vocatium 2017. „Für junge Menschen, die einen Ausbildungsplatz suchen, ist das eine tolle Situation.“ Trotzdem gebe es aktuell noch immer rund 1.800 Jugendliche, die noch keinen Ausbildungsplatz haben. Das sei im Mai jedoch nichts Ungewöhnliches. „Jetzt geht es in die heiße Entscheidungsphase“, so Dehmel, „bis zu den Ferien tut sich hier noch viel und immer häufiger finden auch im Herbst noch Vermittlungen statt.“

Erste Bilder von der vocatium Region Augsburg

Messe vocatium: Der Bedarf nach Information und Austausch wächst

Jasmin Diez, Geschäftführerin Institut für Talententwicklung Süd, erklärte: „Die vocatium hat das Ziel, Schüler über die Möglichkeiten ihres beruflichen Werdegangs zu informieren. Gleichzeitig wird auf der Messe aber auch die Kommunikations-Stärke der Schüler gestärkt.“ So dienen die ersten Gespräche mit Unternehmensvertretern auch dazu, die jungen Menschen auf spätere Vorstellungsgespräche vorzubereiten.

Laut Projektleiterin Marie-Laure Rabourdin ist die vocatium in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Obwohl Gymnasiasten den größten Teil der Messebesucher bilden, kommen vermehrt auch Mittel- und Realschüler. Oliver Heckmann, Leiter Geschäftsbereich Bildung IHK Schwaben, ist sich sicher: „Das Gymnasium ist nach wie vor die größte Schulart in Bayern. Auch im Bereich Ausbildung werden Abiturienten wichtiger denn je. Das hängt auch mit der steigenden Komplexität vieler Ausbildungsberufe zusammen.“

Der Ausbildungsmarkt wird zum Arbeitnehmermarkt

Dr. Klaus Metzger, Landrat des Landkreises Aichach-Friedberg, erklärte: „Praktika sind nach wie vor eine gute Möglichkeit für Jugendliche um herauszufinden, was sie beruflich machen möchten.“ Annette Göllner, Abteilungsleiterin Berufsausbildung HWK Schwaben sagte dazu: „Zunehmend beraten wir nicht nur die Jugendlichen, sondern auch die Unternehmen. Es ist wichtig, dass beide Seiten aufeinander zugehen. Die jungen Menschen heute haben häufig eine kürzere Aufmerksamkeits-Spanne und andere Forderungen an den Arbeitgeber. Wenn Unternehmen dies verstehen, macht das vieles leichter.“

Ausbildung Geflüchteter bleibt wichtiges Thema

Auf der vocatium Region Augsburg stehen neben der Stadt Augsburg auch die Landkreise Augsburg und Aichach-Friedberg im Vordergrund. Dem zunehmenden Fachkräftemangel wollen sie sich gemeinsam stellen. Dabei sind in den jeweiligen Gebieten auch strukturelle Unterschiede festzustellen. „In der Stadt Augsburg gibt es beispielsweise deutlich mehr Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund“, meint Hermann Köhler, Bildungsreferat Stadt Augsburg, „das ist nicht schlimm, birgt aber andere Herausforderungen.“ Dies wurde auch vom Veranstalter der Messe, dem Institut für Talententwicklung, erkannt. Künftig soll es mit der vocatium+ deshalb eine weitere Messe geben, die vor allem an junge Flüchtlinge gerichtet ist.

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Laut Projektleiterin Marie-Laure Rabourdin ist die vocatium in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Obwohl Gymnasiasten den größten Teil der Messebesucher bilden, kommen vermehrt auch Mittel- und Realschüler. Oliver Heckmann, Leiter Geschäftsbereich Bildung IHK Schwaben, ist sich sicher: „Das Gymnasium ist nach wie vor die größte Schulart in Bayern. Auch im Bereich Ausbildung werden Abiturienten wichtiger denn je. Das hängt auch mit der steigenden Komplexität vieler Ausbildungsberufe zusammen.“

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