Dürre

So wirkt sich der warme Herbst auf die Wirtschaft der Region aus

Symbolbild Landwirtschaft. Foto: Oliver Mohr  / pixelio.de
Die Folgen des trockenen Wetters reichen bis nach Süddeutschland und Schwaben. So sehr das sonnige Wetter manch einen freut, so kritisch wirkt es sich auf die Wirtschaft aus.

Der Deutsche Wetterdienst meldet, dass es deutschlandweit ein sonnenscheinreicher und sehr warmer Oktober war. Ungewöhnlich warme und trockene Luftmassen verschärfe die seit April anhaltende extreme Dürre weiter. Der bundesweite Temperaturdurchschnitt lag bei 10,7 Grad Celsius. Das Soll von 56 Liter Wasser pro Quadratmeter wurden nur zur Hälfte erreicht. Als Folge sank der Pegel des Rheins vereinzelt auf Rekordniveau – und treibt den Benzinpreis nach oben.

Logistik-Aufwand bei Benzin, Diesel und Heizöl steigt

Das anhaltende Niedrigwasser gekoppelt mit unplanmäßigen Raffinerieausfall erhöhen den Versorgungsaufwand bei Benzin, Diesel und Heizöl im Süden Deutschlands. Binnenschiffe können nur schwer beladen, die Tanklager nicht in gewohntem Umfang beliefert werden. Ersatzverkehr über Straße und Schiene ist nur eingeschränkt möglich, wie der Mineralölwirtschaftsverband e.V. (MWV) erklärt. Die fehlenden Schifffahrten wirken sich auf mehre Produkte aus. Das macht den Transport auf anderen Verkehrswegen teurer.

Zudem könne der Teilausfall einer Raffinerie in Bayern nicht vollständig ersetzt werden. Das Bundeswirtschaftsministerium gab zwar Mengen aus der strategischen Benzin- und Dieselreserve frei, der MWV geht aber davon aus, dass nur ein steigender Flusspegel die Situation an den Zapfsäulen entspannt.

Dürre sorgt für Ernteausfälle

Zu spüren bekommt das Wetter auch die Landwirtschaft. Die extreme Trockenheit sorgt auch in Bayern für beträchtliche Ernteausfälle und für große Probleme auf den Bauernhöfen, meldet der Bayerische Bauernverband. Insbesondere in Betrieben mit Tieren gibt es Probleme. Durch den fehlenden Regen können nicht die nötigen Futtervorräte geerntet werden. Der Verband rechnet damit, dass es beim Silomais vielerorts große Versorgungslücken geben wird. Die Staatsregierung sicherte bereits finanzielle Hilfe zu. Es wurde eine Soforthilfe beschlossen. „Überall dort, wo erhebliche Ertragseinbußen zu erwarten sind, wollen wir die Mehrkosten für Grundfutter zur Hälfte maximal bis zu 50.000 Euro pro Betrieb ausgleichen“, so Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber.

Hitze trifft ganz Europa

Das Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology (CEDIM) des Karlsruher Instituts für Technologie fasste die diesjährige Hitzewelle wie folgt zusammen: „Neben verheerenden Waldbränden im Süden Europas und in Skandinavien waren in Deutschland große Ernteausfälle zu beklagen. Darüber hinaus führen fast alle Flüsse teilweise extremes Niedrigwasser, und sämtliche Verkehrsträger (Straße, Wasserstraße, Schiene und Luft) haben mit Schwierigkeiten und Ausfällen zu kämpfen, außerdem traten Schäden an Infrastruktureinrichtungen auf.“

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