Umfrage

So können Unternehmen die digitale Transformation umsetzen

Eine Befragung von Studierenden der Hochschule Augsburg sollte herausfinden, wie die Digitale Transformation in den bayerisch-schwäbischen Unternehmen umgesetzt wird. Das ist das Ergebnis.

Für drei Viertel der Unternehmen in der Region Bayerisch-Schwaben wird die Digitale Transformation in den kommenden zwei bis fünf Jahren Top-Thema der Unternehmensstrategie sein. Drei von vier Firmen haben Unterstützungsbedarf. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung, die von Studierenden der Fakultät für Wirtschaft der Hochschule Augsburg im Winter 2018/19 durchgeführt wurde. Sie wurde unter dem Titel „Digitale Transformation und Beratungsbedarfe der Zukunft“ veröffentlicht.

Das sind die Unterschiede zwischen Groß- und Kleinunternehmen

„Die Studie zeigt eindrucksvoll die Unterschiede zwischen Großunternehmen und kleinen, mittelständischen Firmen“, erklärt Professorin Sarah Hatfield, unter deren Federführung die Befragung durchgeführt worden war. Große Unternehmen zeigen sich in zwölf von dreizehn Punkten ambitionierter hinsichtlich der Ziele, die sie erreichen wollen. Gerade wenn es um die Generierung von neuen Produkten, die Erhöhung der Kundenreichweite oder der Präsenz auf dem globalen Markt geht, hätten sie deutlich die Nase vorn. Allen 76 Befragten gemein sei allerdings, dass sie die Konkurrenzfähigkeit verbessern wollen, indem sie durch digitale Initiativen ihre Prozesse verschlanken.

Kleine Unternehmen befinden sich im Anfangsstadium

Kleine Unternehmen befinden sich, laut Professorin Hatfield, noch im Anfangsstadium der Nutzung digitaler Technologien, während große schon auf mehr als dem halben Weg sind. Nur in der automatisierten Angebotserstellung liegen große und kleinere Unternehmen fast gleich. Hier hätten beide noch einen größeren Weg vor sich. In der Nutzung von Analysesystemen für große Datenmengen (Big Data) und im Angebot von Apps für Kunden im Servicebereich liegen derzeit die größten Herausforderungen.

Was sind die hemmenden Faktoren?

Bei vielen sind es die fehlende Infrastruktur, der unklare wirtschaftliche Nutzen, Umsetzungsrisiken sowie fehlende Kompetenzen und Fachwissen, fanden die Studierenden in dem Projekt heraus. Kleine Unternehmen bräuchten mehr Unterstützung in der Erkennung von Digitalisierungstrends und der Digitalisierung ihrer Prozesse sowie in der Kommunikation und in der Verbesserung der Internetpräsenz, große Unternehmen eher in der Verfolgung ihrer Produktinnovationen und Geschäftsmodelle. Allen gemein sind neben dem Bedarf nach robusten IT-Systemen zur Datenanalyse und -nutzung vor allem die Notwendigkeit adäquater Arbeitsweisen und Organisationsstrukturen.

Was bedeutet das nun für die Betriebe der Region? Professor Sarah Hatfield empfiehlt: „Bei einem solch flächendeckenden Bedarf an Beratung und Trainings sollte eine Plattform zum Austausch der Firmen etabliert werden. Wir möchten daher mit unserem Live-Forum „Digitale Bedarfe“ passende Beiträge und eine Möglichkeit zum Austausch liefern.“

Über das Untersuchungsdesign

Die Befragung wurde vor allem in der Region Bayerisch-Schwaben und im Großraum München per E-Mail-Aktion und über das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Augsburg publik gemacht. Die Erhebung wurde online durchgeführt. Die Daten von 76 Unternehmen konnten ausgewertet werden, unter denen Industrieunternehmen, Banken, Dienstleister, Beratungsunternehmen sowie weitere Branchen vertreten waren. Die Firmen bestehen zu fast gleichen Anteilen aus KMU (kleinen und mittelgroßen Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitenden) und großen Unternehmen (ab 250 Mitarbeitenden). Der Erhebungszeitraum war von Dezember 2018 bis Januar 2019.

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So können Unternehmen die digitale Transformation umsetzen

Eine Befragung von Studierenden der Hochschule Augsburg sollte herausfinden, wie die Digitale Transformation in den bayerisch-schwäbischen Unternehmen umgesetzt wird. Das ist das Ergebnis.

Für drei Viertel der Unternehmen in der Region Bayerisch-Schwaben wird die Digitale Transformation in den kommenden zwei bis fünf Jahren Top-Thema der Unternehmensstrategie sein. Drei von vier Firmen haben Unterstützungsbedarf. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung, die von Studierenden der Fakultät für Wirtschaft der Hochschule Augsburg im Winter 2018/19 durchgeführt wurde. Sie wurde unter dem Titel „Digitale Transformation und Beratungsbedarfe der Zukunft“ veröffentlicht.

Das sind die Unterschiede zwischen Groß- und Kleinunternehmen

„Die Studie zeigt eindrucksvoll die Unterschiede zwischen Großunternehmen und kleinen, mittelständischen Firmen“, erklärt Professorin Sarah Hatfield, unter deren Federführung die Befragung durchgeführt worden war. Große Unternehmen zeigen sich in zwölf von dreizehn Punkten ambitionierter hinsichtlich der Ziele, die sie erreichen wollen. Gerade wenn es um die Generierung von neuen Produkten, die Erhöhung der Kundenreichweite oder der Präsenz auf dem globalen Markt geht, hätten sie deutlich die Nase vorn. Allen 76 Befragten gemein sei allerdings, dass sie die Konkurrenzfähigkeit verbessern wollen, indem sie durch digitale Initiativen ihre Prozesse verschlanken.

Kleine Unternehmen befinden sich im Anfangsstadium

Kleine Unternehmen befinden sich, laut Professorin Hatfield, noch im Anfangsstadium der Nutzung digitaler Technologien, während große schon auf mehr als dem halben Weg sind. Nur in der automatisierten Angebotserstellung liegen große und kleinere Unternehmen fast gleich. Hier hätten beide noch einen größeren Weg vor sich. In der Nutzung von Analysesystemen für große Datenmengen (Big Data) und im Angebot von Apps für Kunden im Servicebereich liegen derzeit die größten Herausforderungen.

Was sind die hemmenden Faktoren?

Bei vielen sind es die fehlende Infrastruktur, der unklare wirtschaftliche Nutzen, Umsetzungsrisiken sowie fehlende Kompetenzen und Fachwissen, fanden die Studierenden in dem Projekt heraus. Kleine Unternehmen bräuchten mehr Unterstützung in der Erkennung von Digitalisierungstrends und der Digitalisierung ihrer Prozesse sowie in der Kommunikation und in der Verbesserung der Internetpräsenz, große Unternehmen eher in der Verfolgung ihrer Produktinnovationen und Geschäftsmodelle. Allen gemein sind neben dem Bedarf nach robusten IT-Systemen zur Datenanalyse und -nutzung vor allem die Notwendigkeit adäquater Arbeitsweisen und Organisationsstrukturen.

Was bedeutet das nun für die Betriebe der Region? Professor Sarah Hatfield empfiehlt: „Bei einem solch flächendeckenden Bedarf an Beratung und Trainings sollte eine Plattform zum Austausch der Firmen etabliert werden. Wir möchten daher mit unserem Live-Forum „Digitale Bedarfe“ passende Beiträge und eine Möglichkeit zum Austausch liefern.“

Über das Untersuchungsdesign

Die Befragung wurde vor allem in der Region Bayerisch-Schwaben und im Großraum München per E-Mail-Aktion und über das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Augsburg publik gemacht. Die Erhebung wurde online durchgeführt. Die Daten von 76 Unternehmen konnten ausgewertet werden, unter denen Industrieunternehmen, Banken, Dienstleister, Beratungsunternehmen sowie weitere Branchen vertreten waren. Die Firmen bestehen zu fast gleichen Anteilen aus KMU (kleinen und mittelgroßen Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitenden) und großen Unternehmen (ab 250 Mitarbeitenden). Der Erhebungszeitraum war von Dezember 2018 bis Januar 2019.

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