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Schiemann’s: Zukunft im Fuggerpalais unter guten Vorzeichen
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Schiemann's im Fuggerpalais

Schiemann’s: Zukunft im Fuggerpalais unter guten Vorzeichen

 Der Betrieb im Schiemann's im Fuggerpalais läuft trotz Insolvenz weiter. Foto: Schiemann's im Fuggerpalais

Der Insolvenz-Antrag der Schiemann-Brüder sorgte vergangene Woche für Aufsehen in der Fuggerstadt. Vor allem die hohen Kosten für die Sanierung des Fuggerkellers sieht Inhaber Marc Schiemann für den Misserfolg verantwortlich. Mit einem neuen Konzept soll der Betrieb – auch im Sinne der Gläubiger – nun weiterlaufen.

von Kathrin Hansel, Online-Redaktion

Wie vergangene Woche bekannt wurde, haben die Inhaber des Schiemann‘ s im Fuggerpalais Insolvenz angemeldet. Dennoch blickt man in dem Gastronomiebetrieb zuversichtlich in die Zukunft. „Wir haben eine Fortführung des Betriebs beantragt“, so Marc Schiemann, einer der beiden Brüder, die mit dem Schiemann’s den Fuggerkeller, den Damen- und den Zofenhof bewirten. „Der Insolvenzantrag wurde geprüft, das Ergebnis ist vorläufig positiv.“ Mit einem neuen Konzept soll es nun vorerst unter Verwaltung von Insolvenzverwalter Christian Plail weitergehen an der Adresse in der Augsburger Maximilianstraße– auch im Interesse der Gläubiger. Denn: „Hätten wir zugemacht, würden unsere Gläubiger gar nichts mehr zurückbekommen“, fasst Schiemann die Situation zusammen.

„Im laufenden Betrieb hingegen steckt durchaus wirtschaftliches Potenzial“

Den wirtschaftlichen Misserfolg des Schiemann’s erklärt Marc Schiemann hauptsächlich mit den Kosten der aufwändigen Umbau- und Sanierungsarbeiten im Fuggerkeller, welche die geplante Investition weit übersteigen hätten. „Im laufenden Betrieb hingegen steckt durchaus wirtschaftliches Potenzial“, ist der Gastronom überzeugt.

Schiemann’s im Fuggerpalais startete als Kompromiss

Seit 2012 besteht das Mietverhältnis zwischen den Schiemann-Brüdern und dem Besitzer des Fuggerpalais. Anfangs sei in dem historischen Gebäude in der Maximilianstraße eine Eventlocation geplant gewesen, die aufgrund von städtischen Auflagen so nicht realisierbar gewesen sei. „Der Kompromiss war eine Restauration mit untergeordnetem Vergnügungsbetrieb“, erklärt Inhaber Marc Schiemann weiter.

Sanierungskosten im Schiemann’s sind explodiert

Die damit einhergehenden Sanierungskosten seien dann explodiert. „Der vorgesehene finanzielle Puffer hat die Kostensteigerungen nicht decken können.“ Bis zur Eröffnung habe sich alles im Budgetrahmen bewegt. „Dieser wurde dann in einem schleichenden Prozess um 70 bis 80 Prozent überschritten. Es taten sich immer wieder neue Baustellen auf, die wir so nicht vorhersehen konnten. Vielleicht haben wir da auch etwas blauäugig gehandelt“, räumt Schiemann ein. Für einen Stopp sei es jedoch bereits zu spät gewesen. Der Betrieb im Schiemann’s sei notwendig gewesen, schließlich sollten die Baukosten damit auch wieder in die Kasse gespielt werden.

Die wahren Gründen für die Finanzmisere

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Zusätzlich taten sich nach der Eröffnung des Fuggerpalais im Sommer 2012 Herausforderungen auf, mit denen so nicht gerechnet worden sei, berichtet Schiemann weiter. Das Konzept habe sich als nicht ganz einfach herausgestellt. „Für den Betrieb im Damenhof, der aufgrund von Denkmalschutz- Auflagen nicht mit Heizpilzen beheizbar ist, eignen sich nur die Monate Juni, Juli und August. Im Mai und September ist es für eine lohnenswerte Restauration schlicht und ergreifend zu kalt.“ Auch die Mittagsbewirtung im Fuggerkeller wurde von den Gästen nicht so angenommen, wie erhofft. „Unter der Woche gestaltet sich eine Restauration im Keller schwierig“, resümiert Schiemann. Letztendlich sei die finanzielle Herausforderung aus einem Mix von ganz vielen Dingen entstanden. „Die Kosten – gerade auch der Sanierung – waren einfach zu hoch. Diese Löcher ließen sich mit dem laufenden Betrieb nicht stopfen.“

Schiemann’s mit neuem Konzept unter gutem Stern?

Mit einer Nutzungsänderung für den Fuggerkeller startete bereits Anfang dieses Jahres im Fuggerkeller ein Vergnügungsbetrieb am Wochenende. „Das neue Konzept fällt wirtschaftlich betrachtet um einiges positiver aus. Auf dieser Basis ist eine Weiterführung durchaus denkbar“, erklärt Marc Schiemann dazu. Die Konzentration ziele nun vornehmlich auf den wirtschaftlichen Erfolg. Außer den neuen Öffnungszeiten (B4B SCHWABEN berichtete), die mit der Neuausrichtung einhergehen, werden die Gäste des Schiemann’s die derzeitige Situation nicht zu spüren bekommen. Dienstleister, Vermieter, Personal und Zulieferer bleiben dem Lokal weiterhin treu. Auch für Privatveranstaltungen steht die Location weiterhin zur Verfügung und ist schon jetzt für Weihnachtsfeiern buchbar – ein sicherlich gutes Zeichen für den künftigen Erfolg im Fuggerpalais.