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Riegele

Riegele

Das Brauhaus Riegele hat ohne Erlaubnis den denkmalgeschützten Hof gepflastert. Riegele wehrt sich gegen ein Bußgeld von 170.000 Euro.

Die Brauerei Riegele liegt im Streit mit der Stadt Augsburg. Auf dem Gelände der Brauerei Riegele wurde eine Fläche hinter einer Lagerhalle gepflastert. Wie die Augsburger Allgemeine berichtet wurde hierzu jedoch von der Brauerei Riegele keine Erlaubnis der Denkmalschützer eingeholt. Dies soll die Brauerei Riegele nun teuer zu stehen kommen. Die Stadt Augsburg verlangt ein Bußgeld von ca. 170.000 Euro.


Fehler im Bußgeld-Bescheid
Dieses hohe Bußgeld will sich die Brauerei Riegele nicht gefallen lassen. Sebastian Priller, Riegele Chef, hat die Sachlage gestern vor Gericht gebracht. Das Bußgeld sei laut Priller eindeutig überzogen. Die Amtsrichterin Birgit Geißenberger äußerte sich gestern ebenfalls kritisch gegenüber der Höhe des Bußgeldes wie die Augsburger Allgemeine berichtet. Der Bußgeldbescheid weise Fehler auf, wie Geißenberger bemerkte. Auch die Argumente für den Bußgeldbescheid wurden von ihr in Frage gestellt.


Klage zurecht?
Es sieht also so aus, als ob Riegele nicht zu Unrecht gegen die Stadt Augsburg klagt. Nun sollen weitere Ermittlungen auf Veranlassung des Gerichtes erfolgen, um mehr Klarheit in den Streit um den denkmalgeschützten Hof bringen sollen.


Warum Denkmalschutz?
Das Gelände der Brauerei Riegele liegt an der historischen Römerstraße von Augsburg nach Kempten. Historiker vermuten hier ein altes Gräberfeld. Ähnliches wurde bereits beim Diakonissen-Krankenhaus entdeckt. Aus der Sicht des Denkmalschutzes wurde durch die Bepflasterung der Brauerei Riegele der Zugriff auf jahrtausendealte Funde verwehrt. Laut Bußgeldbescheid an die Brauerei Riegele wurden „unersetzbare Quellen für Jahrtausende menschlicher Geschichte zerstört“.


Bußgeld auch für Priller
Die Höhe des Bußgeldes ergibt sich aus einer Staffelung, die auch Senior Chef Priller persönlich betrifft. 20.000 Euro Bußgeld werden Riegele Chef Priller als Verantwortlichen in Rechnung gestellt. Die restlichen 150.000 Euro soll die Brauerei Riegele bezahlen. Die Summe ergibt sich aus einer errechneten Gewinn-Abschöpfung. Die Brauerei hätte sich 150.000 Euro gespart – denn soviel hätten die Grabungen auf dem Gelände der Brauerei Riegele gekostet.


Falsche Kostenberechnung
Damit war Priller nicht einverstanden. Laut Riegele Chef wurden die möglichen Grabungs-Kosten von der Stadt Augsburg nicht korrekt ausgewiesen. Aus Sicht der Stadt wird Priller vorgeworfen, er habe den Denkmalschutz absichtlich missachtet.


Kein Gräberfeld bei Riegele
Laut Augsburger Allgemeine ist man inzwischen zu dem Ergebnis gekommen, dass sich unter dem Gelände der Brauerei Riegele kein Gräberfeld befindet. Als Grabungen für ein Parkdeck, das ebenfalls auf dem Gelände gebaut wird, durchgeführt wurden, war das Ergebnis negativ. Von den Archäologen wurden zwar Knochen und andere Funde gemacht – jedoch sei dies noch kein Hinweis auf ein Gräberfeld.


Stadt hält an Bußgeld fest
Der Einspruch von Riegele Chef Priller gegen das Bußgeld der Stadt Augsburg hat nun zum Prozess geführt. Priller ist offen für einen Kompromiss und gesteht ein Versäumnis ein. Da die Stadt Priller hier nicht entgegenkommt, wird dieser sich weiter gegen das Bußgeld wehren. Priller ist sichtlich enttäuscht über die Reaktion der Stadt Augsburg. B4B SCHWABEN wird weiter berichten, welche Wirkung dies für die Firmen der Region hat.