Spatenstich

Reisacher verwirklicht größten Neubau der Geschichte in Augsburg

Das BMW und MINI-Autohaus Reisacher errichtet in Lechhausen auf 36.000 Quadratmetern eine neue Niederlassung. Es ist die größte Investition der Firmengeschichte.

Am 6. Dezember feierte Peter Reisacher, Inhaber der Reisacher Gruppe mit Hauptsitz in Memmingen, den offiziellen, symbolischen Spatenstich zum Großprojekt. Im Lechhauser Industriegebiet starten nun die Bauarbeiten. Dort entsteht das neue Augsburger Autohaus. Im Zuge dessen werden die zwei bestehenden Standorte in der Stätzlinger- und der Bergiusstraße aufgelöst. Das ist seit einiger Zeit bekannt. Nun teilte Reisacher aber erstmalig genauere Details über das neue Projekt in Augsburg mit.

Trend geht hin zu großen Standorten

Am Anfang stand die Frage im Raum, ob der Kunde überhaupt noch ein physisches Autohaus braucht, oder ob ihm nicht ein virtueller Showroom reicht. „Das Auto bleibt physisch. Und somit werden Autos weiterhin physische Reperaturen und physische Ausstellungen brauchen. Es geht um das Erlebnis Auto“, betont Reisacher. Er bestätigte allerdings den Trend, weg von mehreren kleinen Autohäusern hin zu großen Standorten.

Reisacher feiert Spatenstich in Augsburg

Reisacher arbeitet mit Stadt Augsburg zusammen

Um sich für die Zukunft zu rüsten, hat Reisacher ein 36.000 Quadratmeter großes Grundstück in der Ammanstraße gekauft. Unterstützt wurde er bei der Suche von der Stadt Augsburg. „Ein Standort der Zukunft für ein Unternehmen, das die Zukunft im Blick hat“, äußert sich Dr. Kurt Gribl, Augsburgs Oberbürgermeister, beim Spatenstich.

Mehrgliedriger Gebäudekomplex entsteht

Auf dem Grundstück entsteht ein mehrgliedriger Gebäudekomplex. Im Verkaufsgebäude wird das gesamte Angebot der BMW Group abgebildet. Neben den bisherigen Marken BMW, BMW i, MINI und BMW Motorräder werden auch BMW M, BMW Classic und Alpina in den Neubau integriert. Das Gebrauchtwarenangebot mit bis zu 300 Fahrzeugen wird bei Reisacher erstmals komplett innerhalb des Gebäudes auf drei Ebenen präsentiert.

4.000 Quadratmeter große Werkstatt

Das Werkstattgebäude bietet im Erdgeschoss 4.000 Quadratmeter Fläche für die Bereiche Mechanik, Elektrik, Karosserie und Lackiererei. Es kann an bis zu 45 Hebebühnen parallel gearbeitet werden. Logistisch und technisch soll der Servicebereich auf sämtliche Anforderungen autonom fahrender Autos ausgelegt sein.

Highlight ist das Reifenlager

Auf weiteren 4.000 Quadratmeter im ersten Obergeschoss befindet sich die teilautomatisierte Fahrzeugaufbereitung mit insgesamt 16. Arbeitsplätzen. „Highlight ist das vollautomatisierte Reifenlager im dritten Obergeschoss des Werkstattgebäudes. Hier ist Platz für 13.000 Radsätze. Das bietet riesiges Potential zur Kundenbindung“, erklärt Maximilian Stelzer, Assistent der Geschäftsleitung.

Drei Faktoren standen bei der Planung im Fokus

Bei der Planung zum Neubau, standen drei Faktoren im Fokus, wie Reisacher betont: Der Kunde, der Mitarbeiter und die Wirtschaftlichkeit. „Der Kunde soll ein tolles Erlebnis haben“, so Reisacher. Zudem ist das ganze Gebäude auf prozessorientierte Abläufe ausgerichtet, um die Effizienz zu hören. Dem Mitarbeiter soll die Arbeit durch die hochmoderne Ausstattung und Automatisierungs-Prozesse erleichtert werden. In Zukunft beschäftigt Reisacher am neuen Standort rund 110 Mitarbeiter. Das Autohaus ist aber für bis zu 150 ausgelegt. So ist noch Raum für weiteres Wachstum.

„Projekt ist eine Herzensangelegenheit“

Die Fertigstellung soll bereits im ersten Quartal 2020 erfolgen. Die ersten Pläne für Augsburg gab es bereits 2012. Damals übernahm Reisacher die Autohaus Augsburg Standorte. „Das Projekt ist auch eine Herzensangelegenheit für mich“, betont Reisacher. Denn er fühlt sich familiär mit der Fuggerstadt verbunden. Seine Mutter ist dort geboren und aufgewachsen.

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