Leichtbau

Recycling von Carbon: Neue Erkenntnisse aus Augsburg

Das Thema Recycling von CFK lockte viele Interessierte zur Veranstaltung ins TZA. Foto: MAI Carbon
Carbonfaserverstärkte Kunststoffe (CFK) werden immer häufiger eingesetzt. Bei der Entsorgung und beim Recycling gibt es jedoch noch ungenutzte Potenziale. Das Cross-Cluster Projekt des Umweltcluster Bayern und des Spitzenclusters MAI Carbon des Carbon Composites e.V. (CCeV) gab kürzlich erste Ergebnisse bekannt.

Flugzeug, Automobil oder Fahrrad – carbonfaserverstärkte Kunststoffe (CFK) kommen in vielen Bereichen zum Einsatz. Der Hauptgrund: Der Verbundwerkstoff verfügt über ein enormes Leichtbaupotenzial. Unterschiedliche Studien gehen von einem jährlichen Wachstum der CFK-Branche im zweistelligen Prozentbereich aus. Da liegt es nahe, sich intensiv der Fragestellung zu widmen: Was steht am Ende des Lebenszyklus von CFK?

Ungenutzte Recyclingpotentiale

In Zukunft werden die CFK-haltigen Abfallströme deutlich zunehmen und die Kreislaufwirtschaft vor neue Herausforderungen stellen. Deshalb wurde im Oktober 2016 das Projekt MAI UCB zwischen dem Umweltcluster Bayern (UCB) und dem Spitzencluster MAI Carbon gestartet. Dieses widmet sich Fragestellungen rund um Entsorgung und Verwertung von kohlenstofffaserhaltigen Abfällen. Das Projekt verfolgte das Ziel, intelligente und nachhaltige Lösungen für die Verwertung und Entsorgung von carbonfaserhaltigen Reststoffen zu identifizieren und näher zu beleuchten. Erste Ergebnisse wurden kürzlich im Technologiezentrum Augsburg vorgestellt.

Neue Herausforderungen

CFK lässt sich aufgrund des Kohlenstoffgehaltes nicht deponieren. Aufgrund der Stabilität der Faser kann es auch nicht in herkömmlichen Müllverbrennungsanlagen verbrannt werden. Je nachdem, wie und wo der Werkstoff eingesetzt wird, kann er jedoch ökologisch nachhaltig sein. Selbst ohne Recycling gelingt es bereits heute, durch neue Technologien und Energieerzeugung, die CO₂-Bilanz von CFK positiv darzustellen. Berücksichtigt man zukünftig das Recycling, wird diese Tendenz noch verstärkt.

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Neue Technologien für nachhaltigen Einsatz von CFK

Festzuhalten bleibt, dass CFK ein Werkstoff in der Entwicklung ist. Die gängige Meinung, CFK sei nicht nachhaltig, ist veraltet. Die Technologien für einen nachhaltigen Einsatz von CFK sind vorhanden und werden bereits eingesetzt. Der Thementag „Verwertung von CFK-haltigen Abfällen“ zeigte auf, dass es durchaus marktfähige Geschäftsmodelle zur Entsorgung und zum Recycling gibt, die jedoch noch verstärkt für den Massenmarkt ausgebaut werden müssen. „Für den weiteren Erfolg dieses Werkstoffes wird es wichtig sein, dass wir wertschöpfende Voraussetzungen entwickeln“, sagt Prof. Dr. Volker Warzelhan, Vorstandsmitglied des Carbon Composites e.V.

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Flugzeug, Automobil oder Fahrrad – carbonfaserverstärkte Kunststoffe (CFK) kommen in vielen Bereichen zum Einsatz. Der Hauptgrund: Der Verbundwerkstoff verfügt über ein enormes Leichtbaupotenzial. Unterschiedliche Studien gehen von einem jährlichen Wachstum der CFK-Branche im zweistelligen Prozentbereich aus. Da liegt es nahe, sich intensiv der Fragestellung zu widmen: Was steht am Ende des Lebenszyklus von CFK?

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CFK lässt sich aufgrund des Kohlenstoffgehaltes nicht deponieren. Aufgrund der Stabilität der Faser kann es auch nicht in herkömmlichen Müllverbrennungsanlagen verbrannt werden. Je nachdem, wie und wo der Werkstoff eingesetzt wird, kann er jedoch ökologisch nachhaltig sein. Selbst ohne Recycling gelingt es bereits heute, durch neue Technologien und Energieerzeugung, die CO₂-Bilanz von CFK positiv darzustellen. Berücksichtigt man zukünftig das Recycling, wird diese Tendenz noch verstärkt.

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Festzuhalten bleibt, dass CFK ein Werkstoff in der Entwicklung ist. Die gängige Meinung, CFK sei nicht nachhaltig, ist veraltet. Die Technologien für einen nachhaltigen Einsatz von CFK sind vorhanden und werden bereits eingesetzt. Der Thementag „Verwertung von CFK-haltigen Abfällen“ zeigte auf, dass es durchaus marktfähige Geschäftsmodelle zur Entsorgung und zum Recycling gibt, die jedoch noch verstärkt für den Massenmarkt ausgebaut werden müssen. „Für den weiteren Erfolg dieses Werkstoffes wird es wichtig sein, dass wir wertschöpfende Voraussetzungen entwickeln“, sagt Prof. Dr. Volker Warzelhan, Vorstandsmitglied des Carbon Composites e.V.

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