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Radon-Netzwerk schafft Klarheit Bayerisches Landesamt für Umwelt
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Bayerisches Landesamt für Umwelt

Radon-Netzwerk schafft Klarheit Bayerisches Landesamt für Umwelt

 Beim ersten Treffen des Bayerischen Radon-Netzwerks tauschten sich Fachleute und Experten über die Radon-Thematik aus, Foto: B4B

Die Gefährdung durch Radon erhält in letzter Zeit immer mehr Aufmerksamkeit. Nun fand in Augsburg im Landesamt für Umwelt (LfU) das erste Bayerische Radon-Netzwerk-Treffen statt.

Radon ist natürliches, radioaktives Edelgas, das prinzipiell überall auftaucht. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bringt ein erhöhtes Auftreten von Radon mit dem Auftreten von Lungenkrebs in Verbindung. Da Radon jedoch weder Farbe noch Geruch besitzt, ist es mit bloßen Sinnen nicht wahrnehmbar. Je nach Bodenbeschaffenheit sowie Gebäudezustand kann die Radon-Konzentration in Häusern außerdem stark variieren. Im Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) in Augsburg haben sich nun Experten des Radon-Netzwerks und Fachleute aus dem Baubereich zum Thema Radon ausgetauscht. Sie wollen künftig über die Radon-Thematik informieren.

Tagung zum Thema Radon in Augsburg

Beim ersten Radon-Netzwerk-Treffen in Augsburg hielten nun Fachleute aus Deutschland und Österreich Vorträge über unterschiedliche Aspekte der Radon-Problematik. Rund 70 professionelle Bauspezialisten aus Bayern kamen bei dem Radon-Netzwerk-Treffen zusammen. Dr. Christiane Reifenhäuser, Leiterin der Abteilung Strahlenschutz des LfU, eröffnete die Tagung: „Das Bayerische Radon-Netzwerk dient als Kommunikations- und Kooperationsplattform für Fachleute aus der Bau- und Immobilienbranche, Gebäudebesitzer, Verbände, Behörden und die Wissenschaft miteinander zu vernetzen.“ Außerdem seien der Austausch von Fachwissen und die Erarbeitung von Qualitäts-Standards im Umgang mit der Radon-Problematik in Gebäuden besonders wichtig. Gemeinsam mit den Radon-Experten erörterten die Fachleute Fragestellungen zur Radon-Sanierung, Radon-Vorsorge, Aussagekraft von Radon-Karten sowie Radon-Messmethoden.

Radon-Netzwerk des LfU als Ansprechpartner

Das Radon-Netzwerk des LfU hat es sich zur Aufgabe gemacht, über den Themenkomplex Radon aufzuklären. Das vom LfU initiierte Netzwerk will Bürgerinnen und Bürgern rund um das Thema Radon in beratender Funktion zur Seite stehen. Vergangenen Sommer wurde das Netzwerk unter der Leitung des LfU in Kooperation mit dem Bauzentrum München ins Leben gerufen.

Ausbildungsinitiative für Radon-Fachpersonal

Eine neue Ausbildungsinitiative im Bereich Radon plant das LfU ebenfalls. Angelika Kunte stellte die Ausbildung zur Radon-Fachperson vor, die im Juni 2013 starten soll. In einem viertägigen Kurs erhalten Fachleute spezifisches Wissen zum Thema Radon, das anschließend praktisch vertieft wird und mit einer Hausarbeit und einer schriftlichen Prüfung abschließt. „Mit den Radon-Fachpersonen sollen künftig bayernweit kompetente Ansprechpartner zu Radon-Sanierungen in bestehenden Gebäuden und zum radonsicheren Neubau von Gebäuden zur Verfügung stehen“, betonte auch Dr. Reifenhäuser.

Untere Stockwerke messen höhere Radon-Werte

Radon tritt gewöhnlich über Risse und Spalten entlang von Leitungen in das Gebäude-Innere ein. Aufgrund der sehr hohen Dichte von Radon sammelt sich das Edelgas gerade in unteren Stockwerken schnell an. Daher sind gerade Keller und Wohnräume von Häusern, die nicht unterkellert sind, von einer erhöhten Radon-Konzentration betroffen.

Radon-Messung für das eigene Heim

Wer wissen möchte, ob sein Heim von einer erhöhten Radon-Konzentration betroffen ist, kann dies mit einem Exposimeter bestimmen. Über mindestens drei Monate sollte das Gerät dafür im Erdgeschoss oder Keller des Hauses installiert werden. Einen konkreten Richtwert für erhöhtes Radon-Auftreten gibt es derzeit noch nicht. Die WHO schlägt einen Richtwert von 100 bis 300 Becquerel (Bq/m3) pro Kubikmeter vor. Eine erste Maßnahme gegen eine erhöhte Radon-Konzentration im eigenen Heim ist das häufige, stoßweise Lüften. Auch das Abdichten von Kellertüren oder Leitungen zwischen Keller und Wohnraum kann das Radon-Aufkommen senken.

Broschüren zu Radon-Informationen und Radon-Beratung bietet das Bayerische Landesamt für Umwelt unter http://www.lfu.bayern.de/strahlung/radon_in_gebauden/index.htm an.

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