Deuter Sport GmbH

Pschierer zu Gast bei Deuter: „Die Doppelmoral der Verbraucher ärgert mich“

Der bayerische Staatssekretär Franz Josef Pschierer besuchte am 25. September die Deuter Sport GmbH in Gersthofen. Foto: B4B SCH

Mit Bildergalerie: Bayerns Staatssekretär Franz Josef Pschierer besuchte am 25. September 2015 die Deuter Sport GmbH in Gersthofen. Gemeinsam mit Geschäftsführer Martin Riebel und Markenbotschafter Bernd Kullmann sprach Pschierer über die aktuellen Wirtschaftsthemen, die Deuter bewegen. Auch eine Führung durch das hochmoderne Gebäude ließ der Staatssekretär sich nicht entgehen.

von Rebecca Weingarten, Online-Redaktion

Am 25. September 2015 war der bayerische Staatssekretär Franz Josef Pschierer zu Gast bei der Deuter Sport GmbH in Gersthofen. Geschäftsführer Martin Riebel und Markenbotschafter Bernd Kullmann nutzten diese Gelegenheit, um mit dem Politiker einige aktuelle Themen der Wirtschaft zu diskutieren.

Deuter profitiert von langfristiger Ausrichtung und starken Kooperationen

„Unser letztes Geschäftsergebnis war das Beste, das wir jemals hatten“, erklärte Martin Riebel, Geschäftsführer von Deuter, gleich zu Beginn des Gesprächs, „wir verbuchen derzeit steigende Wachstumsraten im zweistelligen Bereich. Dies ist der Leidenschaft unserer Mitarbeiter zu verdanken.“ Deuter ist insbesondere im personellen Bereich von einer langfristigen Ausrichtung geprägt. Die meisten Lehrlinge werden nach ihrer Ausbildung übernommen. Zudem kann Deuter auf starke Kooperationen mit Privatunternehmen wie Mercedes-Benz, Audi, der Lufthansa und Sortimo bauen. Hinter Deuter steht die Familie Schwanhäußer, der die Unternehmensgruppe Schwan-STABILO gehört.

Russland-Embargo schadet auch Deuter

Aller Erfolge zum Trotz sieht auch Deuter manche der aktuellen Entwicklungen mit Sorge. Auch das Unternehmen aus Gersthofen spürt das Russland-Embargo. „Unser Ziel ist es, die bayerischen Exporte weiter zu fördern. Dabei will die bayerische Staatsregierung auch die bayerisch-russischen Beziehungen, die immer gut waren, weiterhin pflegen“, versprach Franz Josef Pschierer im Gespräch mit Martin Riebel und Bernd Kullmann.

Selektiver Vertrieb: Deuter sieht Online-Handel kritisch

Doch noch kritischer sieht Geschäftsführer Martin Riebel das Online-Geschäft. Deuter baut auf den selektiven Vertrieb. „Wir legen sehr viel Wert auf Beratungsgespräche. Darum bieten wir unseren Händlern auch regelmäßige Schulungen an. Die Mischung aus Online- und Einzelhandel sehen wir als positiv an. Wir wollen, dass der Endverbraucher Zugang zu unseren Produkten hat, auch über die neuen Medien. Aber wir wollen ein faires Spiel“, so Riebel. Viele Online-Händler setzen jedoch ausschließlich auf das Internet als Verkaufs-Plattform.

So schadet der Online-Handel etablierten Marken

Das Problem mit dem reinen Online-Handel: Die Kunden bekommen aufgrund der fehlenden Beratung nicht das Produkt, das optimal zu ihnen gepasst hätte. Wenn Kunden unzufrieden sind, ist das schlecht für die Marke Deuter. „Wir haben die Marke Deuter über Jahrzehnte auf gebaut. Sie ist sehr stark geworden. Und jetzt sollen wir kartellrechtlich dazu gezwungen werden, jeden einzelnen Online-Händler zu beliefern? Das schadet unserem Unternehmen“, erklärte Markenbotschafter Bernd Kullmann.

Erfolgreiche Einzelhändler für attraktive Innenstädte unabdingbar

„Wir beliefern über 4.000 Sportgeschäfte in ganz Deutschland. Der reine Online-Handel verstärkt jedoch das Aussterben der Innenstädte“, erklärte Martin Riebel. Franz Josef Pschierer stimmte Riebel hier zu: „Der zunehmende Online-Handel bereitet auch der bayerischen Staatsregierung Sorge. Wir fördern die Innenstädte massiv mit staatlichen Mitteln. Doch das schönste Pflaster nützt uns nichts, wenn die Einzelhändler kein Geld mehr verdienen.“

„Die Doppelmoral der Verbraucher ärgert mich“

„Der Fokus liegt zu oft auf dem Preis, mit dem Argument, dass dies der größtmögliche Nutzen für den Verbraucher sei. Dies stimmt so aber nicht. Wichtig ist, sich auch auf die Anbieter zu konzentrieren. Sie sind es, die Arbeitsplätze schaffen und Qualität garantieren. Und im Endeffekt profitiert davon auch der Verbraucher“, betonte Pschierer im Gespräch mit Riebel und Kullmann. Alle Beteiligten zeigten sich davon überzeugt, dass noch immer ein hohes Qualitätsbewusstsein unter den Kunden herrscht. „Aber die Doppelmoral der Verbraucher ärgert mich“, so Pschierer, „heute soll ein Produkt 24 Stunden am Tag lieferbar, qualitativ hochwertig, fair produziert und so billig wie möglich sein. Das ist unmöglich. Hier müssen auch die Kunden umdenken.“

Alle Bilder zum Besuch von Staatssekretär Pschierer bei Deuter sehen Sie hier.

Deuter begrüßt Staatssekretär Franz Josef Pschierer
Der bayerische Staatssekretär Franz Josef Pschierer besuchte am 25. September die Deuter Sport GmbH in Gersthofen. Foto: B4B SCH
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Der bayerische Staatssekretär Franz Josef Pschierer besuchte am 25. September die Deuter Sport GmbH in Gersthofen. Foto: B4B SCH

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von Rebecca Weingarten, Online-Redaktion

Am 25. September 2015 war der bayerische Staatssekretär Franz Josef Pschierer zu Gast bei der Deuter Sport GmbH in Gersthofen. Geschäftsführer Martin Riebel und Markenbotschafter Bernd Kullmann nutzten diese Gelegenheit, um mit dem Politiker einige aktuelle Themen der Wirtschaft zu diskutieren.

Deuter profitiert von langfristiger Ausrichtung und starken Kooperationen

„Unser letztes Geschäftsergebnis war das Beste, das wir jemals hatten“, erklärte Martin Riebel, Geschäftsführer von Deuter, gleich zu Beginn des Gesprächs, „wir verbuchen derzeit steigende Wachstumsraten im zweistelligen Bereich. Dies ist der Leidenschaft unserer Mitarbeiter zu verdanken.“ Deuter ist insbesondere im personellen Bereich von einer langfristigen Ausrichtung geprägt. Die meisten Lehrlinge werden nach ihrer Ausbildung übernommen. Zudem kann Deuter auf starke Kooperationen mit Privatunternehmen wie Mercedes-Benz, Audi, der Lufthansa und Sortimo bauen. Hinter Deuter steht die Familie Schwanhäußer, der die Unternehmensgruppe Schwan-STABILO gehört.

Russland-Embargo schadet auch Deuter

Aller Erfolge zum Trotz sieht auch Deuter manche der aktuellen Entwicklungen mit Sorge. Auch das Unternehmen aus Gersthofen spürt das Russland-Embargo. „Unser Ziel ist es, die bayerischen Exporte weiter zu fördern. Dabei will die bayerische Staatsregierung auch die bayerisch-russischen Beziehungen, die immer gut waren, weiterhin pflegen“, versprach Franz Josef Pschierer im Gespräch mit Martin Riebel und Bernd Kullmann.

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Doch noch kritischer sieht Geschäftsführer Martin Riebel das Online-Geschäft. Deuter baut auf den selektiven Vertrieb. „Wir legen sehr viel Wert auf Beratungsgespräche. Darum bieten wir unseren Händlern auch regelmäßige Schulungen an. Die Mischung aus Online- und Einzelhandel sehen wir als positiv an. Wir wollen, dass der Endverbraucher Zugang zu unseren Produkten hat, auch über die neuen Medien. Aber wir wollen ein faires Spiel“, so Riebel. Viele Online-Händler setzen jedoch ausschließlich auf das Internet als Verkaufs-Plattform.

So schadet der Online-Handel etablierten Marken

Das Problem mit dem reinen Online-Handel: Die Kunden bekommen aufgrund der fehlenden Beratung nicht das Produkt, das optimal zu ihnen gepasst hätte. Wenn Kunden unzufrieden sind, ist das schlecht für die Marke Deuter. „Wir haben die Marke Deuter über Jahrzehnte auf gebaut. Sie ist sehr stark geworden. Und jetzt sollen wir kartellrechtlich dazu gezwungen werden, jeden einzelnen Online-Händler zu beliefern? Das schadet unserem Unternehmen“, erklärte Markenbotschafter Bernd Kullmann.

Erfolgreiche Einzelhändler für attraktive Innenstädte unabdingbar

„Wir beliefern über 4.000 Sportgeschäfte in ganz Deutschland. Der reine Online-Handel verstärkt jedoch das Aussterben der Innenstädte“, erklärte Martin Riebel. Franz Josef Pschierer stimmte Riebel hier zu: „Der zunehmende Online-Handel bereitet auch der bayerischen Staatsregierung Sorge. Wir fördern die Innenstädte massiv mit staatlichen Mitteln. Doch das schönste Pflaster nützt uns nichts, wenn die Einzelhändler kein Geld mehr verdienen.“

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„Der Fokus liegt zu oft auf dem Preis, mit dem Argument, dass dies der größtmögliche Nutzen für den Verbraucher sei. Dies stimmt so aber nicht. Wichtig ist, sich auch auf die Anbieter zu konzentrieren. Sie sind es, die Arbeitsplätze schaffen und Qualität garantieren. Und im Endeffekt profitiert davon auch der Verbraucher“, betonte Pschierer im Gespräch mit Riebel und Kullmann. Alle Beteiligten zeigten sich davon überzeugt, dass noch immer ein hohes Qualitätsbewusstsein unter den Kunden herrscht. „Aber die Doppelmoral der Verbraucher ärgert mich“, so Pschierer, „heute soll ein Produkt 24 Stunden am Tag lieferbar, qualitativ hochwertig, fair produziert und so billig wie möglich sein. Das ist unmöglich. Hier müssen auch die Kunden umdenken.“

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