PRO BAHN e.V.

PRO BAHN kritisiert verkürzten Fugger-Express

PRO BAHN bemängelt, dass im Fugger-Express im Berufsverkehr über 200 Sitzplätze fehlen. Foto: pixelio.de/Peter von Bechen

Seit den Pfingstferien fahren die am stärksten besetzten Fugger-Express-Züge im Berufsverkehr mit einem Triebwagen weniger. In den Verbindungen Augsburg-München um 6:39 Uhr und München-Augsburg um 17:35 Uhr fehlen deswegen 240 dringend benötigte Sitzplätze. Das verärgert Pendler und den Fahrgastverband PRO BAHN. 

von Christine Weigl, Online-Redaktion

Bei den am stärksten genutzten Fugger-Express-Verbindungen zwischen München und Augsburg wird seit Wochen ein Triebwagen weniger eingesetzt. Das bedeutet, dass bei den Pendler-Zügen um 6:39 Uhr ab Augsburg und um 17:35 Uhr ab München 240 dringend benötigte Sitzplätze fehlen. „Diese aktuelle Misere ist sehr ärgerlich und kontraproduktiv“, sagt Jörg Lange, der bei PRO BAHN den Fugger-Express betreut. Abgesehen von der aktuellen Problematik war die Zufriedenheit der Fahrgäste mit dem Fugger-Express seit Anfang des Jahres stetig gestiegen.

PRO BAHN-Petition setzt Verbesserungen durch

Im Herbst 2012 hatte der Fahrgastverband 3.330 Unterschriften von Bahn-Kunden gesammelt. Diese wurden dem bayerischen Landtag übergeben. Die Landtagsabgeordneten der Region, federführend Eberhard Rotter (CSU), Harald Güller (SPD), Brigitte Meyer (FDP) und Christine Kamm (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), hatten sich damals parteiübergreifend hinter die Bahnfahrer gestellt  und mit entsprechenden Beschlüssen im Landtag Verbesserungen durchgesetzt. Seit Februar werden in den engsten Sitzreihen der Triebwagen nach und nach der Sitzabstand von 75 auf 82 Zentimeter erhöht. Damit werden diese Sitze für Kunden ab 1,80 Meter überhaupt erst nutzbar. Außerdem werden bei der Hälfte der Sitze fehlende Gepäckablagen nachgerüstet. So können Fahrgäste ihre Mäntel, Taschen und Rucksäcke platzsparend verstauen.

Fugger-Express im Berufsverkehr überfüllt

Doch diese Verbesserungen sind zweitrangig, wenn es an sich zu wenige Sitzplätze gibt. Deshalb forderte der Fahrgastverband in der Petition ebenfalls eine Verstärkung der Züge im Berufsverkehr.  Auch für dieses Problem setzten sich die Landtagsabgeordneten ein. Die bereits genannten Verbindungen waren bis Dezember 2013 stets überfüllt. Die Abgeordneten setzten durch, dass die Verbindung um 6:39 Uhr  ab Augsburg um 660 Sitzplätze erweitert wurde. Für die Rückfahrt um 17:35 Uhr wurden 420 zusätzliche Plätze zur Verfügung gestellt. „Natürlich haben sich gerade die in Pasing und Mering zusteigenden Kunden gefreut, dass sie in diesen Zügen nun auch einen Sitzplatz finden konnten", so Jörg Lange weiter. Wenn nun plötzlich ein Zug-Teil fehlt, dann müssen nach den von PRO BAHN ermittelten Zahlen inzwischen bis zu 200 Fahrgäste stehen. Dies belegt, dass die von Kunden und Verband durchgesetzten Kapazitätserweiterungen wirklich notwendig waren.

Verbesserungsbedarf besteht weiterhin

Auch auf anderen Gebieten sieht der Fahrgastverband Verbesserungsbedarf. Die Pünktlichkeit des Fugger-Express bleibt mit aktuell 92 Prozent deutlich unter der Vorgabe des Freistaates von 96 Prozent zurück. Trotzdem muss man hier anmerken, dass DB Regio durch eine optimale Wartung der Fahrzeuge Verspätungen durch Defekte reduzieren konnte. Trotzdem bleibt das Problem, dass Verspätungen durch die hohe Auslastung der Bahnhöfe München und Augsburg ausgelöst werden. Für die Kunden ist es natürlich letztlich egal, wer die Verspätung verursacht. Eine zeitnahe Fahrgastinformation könnte die Probleme, die durch verspätete Züge entstehen, zumindest abmildern. Aber auch auf diesem Gebiet gibt es Verbesserungspotential. Für PRO BAHN gibt es noch viel zu tun: „Der Erfolg mit der Petition ist von daher definitiv nicht das Ende unseres Einsatzes für weitere Verbesserungen beim Fugger-Express", betont deshalb auch Errol Yazgac, Vorsitzender der Bezirksgruppe von PRO BAHN in Schwaben.

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Bei den am stärksten genutzten Fugger-Express-Verbindungen zwischen München und Augsburg wird seit Wochen ein Triebwagen weniger eingesetzt. Das bedeutet, dass bei den Pendler-Zügen um 6:39 Uhr ab Augsburg und um 17:35 Uhr ab München 240 dringend benötigte Sitzplätze fehlen. „Diese aktuelle Misere ist sehr ärgerlich und kontraproduktiv“, sagt Jörg Lange, der bei PRO BAHN den Fugger-Express betreut. Abgesehen von der aktuellen Problematik war die Zufriedenheit der Fahrgäste mit dem Fugger-Express seit Anfang des Jahres stetig gestiegen.

PRO BAHN-Petition setzt Verbesserungen durch

Im Herbst 2012 hatte der Fahrgastverband 3.330 Unterschriften von Bahn-Kunden gesammelt. Diese wurden dem bayerischen Landtag übergeben. Die Landtagsabgeordneten der Region, federführend Eberhard Rotter (CSU), Harald Güller (SPD), Brigitte Meyer (FDP) und Christine Kamm (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), hatten sich damals parteiübergreifend hinter die Bahnfahrer gestellt  und mit entsprechenden Beschlüssen im Landtag Verbesserungen durchgesetzt. Seit Februar werden in den engsten Sitzreihen der Triebwagen nach und nach der Sitzabstand von 75 auf 82 Zentimeter erhöht. Damit werden diese Sitze für Kunden ab 1,80 Meter überhaupt erst nutzbar. Außerdem werden bei der Hälfte der Sitze fehlende Gepäckablagen nachgerüstet. So können Fahrgäste ihre Mäntel, Taschen und Rucksäcke platzsparend verstauen.

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Doch diese Verbesserungen sind zweitrangig, wenn es an sich zu wenige Sitzplätze gibt. Deshalb forderte der Fahrgastverband in der Petition ebenfalls eine Verstärkung der Züge im Berufsverkehr.  Auch für dieses Problem setzten sich die Landtagsabgeordneten ein. Die bereits genannten Verbindungen waren bis Dezember 2013 stets überfüllt. Die Abgeordneten setzten durch, dass die Verbindung um 6:39 Uhr  ab Augsburg um 660 Sitzplätze erweitert wurde. Für die Rückfahrt um 17:35 Uhr wurden 420 zusätzliche Plätze zur Verfügung gestellt. „Natürlich haben sich gerade die in Pasing und Mering zusteigenden Kunden gefreut, dass sie in diesen Zügen nun auch einen Sitzplatz finden konnten", so Jörg Lange weiter. Wenn nun plötzlich ein Zug-Teil fehlt, dann müssen nach den von PRO BAHN ermittelten Zahlen inzwischen bis zu 200 Fahrgäste stehen. Dies belegt, dass die von Kunden und Verband durchgesetzten Kapazitätserweiterungen wirklich notwendig waren.

Verbesserungsbedarf besteht weiterhin

Auch auf anderen Gebieten sieht der Fahrgastverband Verbesserungsbedarf. Die Pünktlichkeit des Fugger-Express bleibt mit aktuell 92 Prozent deutlich unter der Vorgabe des Freistaates von 96 Prozent zurück. Trotzdem muss man hier anmerken, dass DB Regio durch eine optimale Wartung der Fahrzeuge Verspätungen durch Defekte reduzieren konnte. Trotzdem bleibt das Problem, dass Verspätungen durch die hohe Auslastung der Bahnhöfe München und Augsburg ausgelöst werden. Für die Kunden ist es natürlich letztlich egal, wer die Verspätung verursacht. Eine zeitnahe Fahrgastinformation könnte die Probleme, die durch verspätete Züge entstehen, zumindest abmildern. Aber auch auf diesem Gebiet gibt es Verbesserungspotential. Für PRO BAHN gibt es noch viel zu tun: „Der Erfolg mit der Petition ist von daher definitiv nicht das Ende unseres Einsatzes für weitere Verbesserungen beim Fugger-Express", betont deshalb auch Errol Yazgac, Vorsitzender der Bezirksgruppe von PRO BAHN in Schwaben.

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