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Premium AEROTEC-Auszubildende restaurieren altes Flugzeug
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Premium AEROTEC GmbH

Premium AEROTEC-Auszubildende restaurieren altes Flugzeug

Azubis restaurierten das Traditionsflugzeug Bf 108. Foto: Premium AEROTEC

Die Auszubildenden von Premium AEROTEC in Augsburg setzen sich mit der traditionsreichen Geschichte ihres Unternehmens auseinander. In mühevoller Arbeit restaurierten sie monatelang ein altes Flugzeug mit Charakter.

Die traditionsreiche Geschichte von Premium AEROTEC beschäftigt auch die aktuellen Auszubildenden des Augsburger Unternehmens. Der Flugzeugbau ist schon seit Jahrzehnten nicht mehr aus Augsburg wegzudenken. 1934 wurde bei der damaligen Messerschmitt AG der Flugzeugtyp Messerschmitt Bf 108 konstruiert und gebaut. Rund 80 Jahre später haben 15 Auszubildende das Prachtexemplar restauriert. Monatelang waren die Auszubildenden von Premium AEROTEC damit beschäftigt, das Flugzeug ausstellungsfähig zu machen. Jetzt steht der Klassiker im Foyer des neuen Entwicklungszentrums von Premium AEROTEC.

Ausstellungsstück Bf 108 ist flugtüchtig

Doch das Flugzeug wurde nicht nur ausstellungstüchtig gemacht. Unter Beachtung der Lufttüchtigkeit kann die Maschine bei Bedarf vom Ausstellungsmodus in den flugfähigen Zustand versetzt werden. Dafür hat EADS als Eigentümer dieses Flugzeugs mit Josef Griener von Bitz Flugzeugbau in Augsburg einen anerkannten Spezialisten für die Restaurierung von Oldtimer-Flugzeugen mit an Bord geholt. „Es war spannend, dass wir mit diesem Projekt helfen konnten, ein Stück Luftfahrtgeschichte für die Zukunft zu sichern“, sagte Andreas Endraß stellvertretend für das ganze Team, zu dem auch noch Gary Draser, Jaqueline Gebauer, Michael Haug, Lena Körber, Niklas Krause, Alexander Rid, Valentin Rommel, Anton Wildegger, Christian Bammer, Fabian Böck, Martin Duda, Berkan Karakoc, Daniel Schacherl und Markus Tänzer gehörten.

Schnellstes Flugzeug beim Europaflug 1934

Erstmals hob das viersitzige reiseflugzeug am 13. Juni 1934 in Augsburg ab. Jetzt stellt es Höhepunkt und Ende der erfolgreichen Sport- und Reiseflugentwicklung von Messerschmitt dar. Zu jener Zeit wurde das Flugzeug für den Europaflug 1934 entwickelt und ging mit einer Geschwindigkeit von 290 km/h als schnellstes Flugzeug hervor. Alle damals möglichen technischen Neuerungen wurden in den Entwurf gesteckt: zunächst die für den Großserienbau weiterentwickelte Ganzmetall-Schalenbauweise, das damals noch kaum angewandte Einziehfahrwerk, die automatischen Vorflügel, Landeklappen sowie die Verstell-Luftschraube, die zusammen für beste Start-, Flug- und Landeeigenschaften sorgten.

Weltreise für ein Flugzeug

Gebaut wurde das Flugzeug zunächst im Werk Augsburg, ab 1938 im Messerschmitt-Werk Regensburg und ab 1942 bei der französischen SNCAN in Les Mureaux bei Paris. Hier lief die Produktion für die französische Luftwaffe noch bis in die fünfziger Jahre unter den Bezeichnungen Nord 1001 und Nord 1002 weiter. Insgesamt wurden über 1.000 Me 108, Nord 1001 und Nord 1002 gebaut. Die nun bei Premium AEROTEC ausgestellte Maschine mit der Werknummer 2064 wurde 1939 in Regensburg gebaut und ging mit mehreren anderen Maschinen des Typs an die Schweizer Flugwaffe. Dort flog sie unter der Kennung A-208 bis Anfang der 1960er Jahre. Im Jahre 1963 kehrte die Maschine nach Deutschland zurück, erhielt die heutige Lackierung als ehemalige Messerschmitt-Werksmaschine und kam an verschiedenen Standorten zur Ausstellung, darunter auch in Augsburg. In den Jahren 1993 und 1994 wurde die Maschine anlässlich des 60. Erstflugjubiläums des Typs teilüberholt. Bei der nun abgeschlossenen Restaurierung durch die Auszubildenden in Augsburg wurden unter anderem auch bis dato noch fehlende Teile wie Tanks, Steuerung, Kabinenrückwand und Flächenanklappmechanismen integriert. 

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