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PATRIZIA untersucht europäische Büroimmobilienmärkte
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PATRIZIA AG

PATRIZIA untersucht europäische Büroimmobilienmärkte

 PATRIZIA Augsburg, Foto: B4B SCHWABEN

Im Rahmen einer Studie untersuchte PATRIZIA die europäischen Büroimmobilienmärkte mit dem Ergebnis, dass sich die Preise für Büroimmobilien von Fundamentaldaten entkoppeln. Die aktuelle Mietsituation und Marktgröße ist derzeit wichtiger als Wertsteigerungspotenziale.

Die Preisentwicklung an den europäischen Büroimmobilienmärkten hat sich 2011 weitgehend von der Entwicklung der Fundamentaldaten entkoppelt. Dies ist das Ergebnis des aktuellen PATRIZIA Büroinvestment-Kompasses. Preistreiber bei den Büroimmobilien sind danach nicht mehr wie bisher die Aussicht auf künftige Mietsteigerungen infolge eines erwarteten Beschäftigungszuwachses, sondern vielmehr aktuelle Mietsituation und Größe des Marktes. So haben sich beispielsweise Objekte in Berlin und London um bis zu zehn Prozent verteuert, obwohl die Zahl der Bürobeschäftigten nur mäßig wuchs oder gar zurückging. „Die üblicherweise gültige Zahlenarithmetik funktionierte 2011 einzig in den krisenbehafteten Märkten Spanien, Portugal und Irland“, erläutert Karin Siebels, Leiterin Gewerberesearch bei der PATRIZIA GewerbeInvest KAG. Fallende Bürobeschäftigung und ein negativer Ausblick ließen die Kapitalwerte um sechs bis zehn Prozent fallen.

Investoren haben die Strategie geändert

Als Ursache dieser Entwicklung sehen die Autoren der PATRIZIA-Studie eine geänderte Strategie seitens der Investoren: „Unsere Ergebnisse machen deutlich, dass momentan weniger auf künftige als vielmehr auf aktuelle Mietpreisentwicklungen gesetzt wird“, so Siebels. So sind dort, wo die Mieten überproportional zulegten auch die höchsten Wertsteigerungen zu beobachten gewesen.

Preise steigen stärker als Mieten

Maßgeblichen Einfluss auf die Investmententscheidungen hat zudem die Größe des Marktes bzw. die Marktkapitalisierung, die sich aus dem Flächenbestand und dem durchschnittlichen Quadratmeterpreis ergibt. Nur so sei es laut PATRIZIA erklärbar, dass in den drei größten europäischen Büroimmobilienmärkten London, Paris und Stockholm sowie in vielen deutschen Metropolen die Preise für Immobilien stärker steigen als die Mieten.

Sinkende Immobilienpreise

Für 2012 prognostizieren die Experten von PATRIZIA ein Auslaufen des Booms. In 18 von 27 betrachteten Märkten sind infolge sinkender Immobilienpreise steigende Nettoanfangsrenditen zu erwarten. Allerdings werden viele Märkte trotz positiver Beschäftigungsentwicklung keine Mietpreissteigerungen verzeichnen. „Das aktuelle Preisniveau und die Angebotspipeline geben dazu keinen Anlass“, so Siebels.

www.patrizia.ag