Fachkräftesicherung

Neue Impulse: Augsburg will mehr Mütter in Teilzeit-Ausbildung

Der Startschuss für das „Aktionsbündis Teilzeitausbildung“ fiel am 19. Juli. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Wie gelingt es, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen – gerade, wenn man noch in der Ausbildung ist? Und wie lohnt sich das für die Unternehmen? Diesen Fragen ging die Kickoff-Veranstaltung für das neue „Aktionsbündis Teilzeitausbildung“ gestern auf den Grund.

Am 19. Juli 2017 startete das „Aktionsbündis Teilzeitausbildung“. Die Schirmherrschaft hat Sigrid Gribl, Gattin des Augsburger Oberbürgermeisters Dr. Kurt Gribl, übernommen. Das Bündnis ist eine Kooperation der IHK Schwaben, der HWK Schwaben, der Jobcenter Augsburg Stadt und Augsburg Land und des Berufsbildungszentrums Augsburg (BBZ). Ziel ist es, die Möglichkeiten der Teilzeitausbildung bekannter zu machen. Vor allem junge Mütter, die häufig keine reguläre Ausbildung machen können, sollen so eine neue Chance erhalten.

Teilzeitausbildung: Kickoff-Veranstaltung im Ihle Baker's

Echte Alternative zur Ausbildung in Vollzeit

„Jede zweite Mutter unter 25 Jahren hat keine Ausbildung. Das ist widersprüchlich, wenn gleichzeitig der Mangel an dual ausgebildeten Fachkräften dramatisch steigt“, so Peter Saalfrank, Hauptgeschäftsführer der IHK Schwaben, „die Teilzeitausbildung bietet Ausbildungs-Betrieben und jungen Menschen, die aufgrund persönlicher Lebens-Umstände keine Möglichkeit haben, eine Ausbildung in Vollzeit zu machen, eine echte Alternative.“ „Qualifizierte Mütter und Väter sind die Fachkräfte von morgen“, sagte auch Klaus Schmitz, Geschäftsführer des Jobcenters Augsburg Land.

Langfristig hoch motivierte Mitarbeiter gewinnen

„Eine Ausbildung in Teilzeit bietet Perspektiven für Menschen mit Familien-Verantwortung – sie erleichtert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder unterstützt in bestimmten Lebens-Situationen“, sagte Anette Göllner, Leiterin der Hauptabteilung Berufsausbildung der Handwerkskammer für Schwaben. Doch auch für die Unternehmen bringt eine Ausbildung in Teilzeit viele Vorteile. „Betriebe haben dadurch die Chance, wertvolle Nachwuchskräfte zu erhalten“, ist sich Göllner sicher. Dies betonte auch Angela Zeh, Beauftragte für Chancen-Gleichheit beim Jobcenter Augsburg Stadt: „Es hilft den Unternehmen, Fachkräfte von morgen auszubilden und lebenserfahrene und motivierte Mitarbeiter zu gewinnen.“ Zudem könne so Langzeitarbeitslosigkeit verhindert werden.

Best Practice-Beispiele zeigen: Ausbildung in Teilzeit geht

Als Location für die Kickoff-Veranstaltung wurde nicht zufällig das Ihle Baker’s gewählt. Denn Ihle unterstützt das Konzept bereits seit Längerem. Drei junge Mütter, die bereits bei Ihle ihre Ausbildung in Teilzeit absolvierten, berichteten, wie ihnen dieses Modell geholfen hat. Obwohl es durchaus große Herausforderungen gab, konnten immer wieder Lösungen gefunden werden. Für eine Ausbildung in Teilzeit gibt es beispielsweise unterschiedliche Förder-Methoden. So werden zum einen die Auszubildenden dahingehend unterstützt, dass sie ihren Lebensunterhalt und den ihrer Familie während der Ausbildung sichern können. Auch für die Organisation der Kinder-Betreuung gibt es Angebote. Doch auch für die Arbeitgeber ist eine Förderung möglich.

Sehr persönliches und emotionales Thema

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Deutlich wurde im Rahmen der Kickoff-Veranstaltung vor allem auch: Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für viele ein höchst emotionales Thema. Viele der Vertreter der verschiedenen Partner von „Aktionsbündis Teilzeitausbildung“ erzählten aus eigenet Erfahrung, wie wichtig der offene Dialog ist – mit den Betroffenen, aber auch mit den Kollegen und vor allem den Arbeitgebern. „Es gibt viele Herausforderungen für junge Mütter, die arbeiten wollen“, sagte auch die Schirmherrin, Sigrid Gribl, „umso wichtiger, dass starke Institutionen und Partner diesem Bündnis beitreten.“ Denn während es die Möglichkeit, eine Ausbildung in Teilzeit zu absolvieren, bereits seit Längerem gibt, sind die Chancen noch nicht hinreichend bekannt. Von der Kickoff-Veranstaltung erhoffen sich die Verantwortlichen deshalb vor allem neue Impulse für dieses so wichtige Thema.

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Als Location für die Kickoff-Veranstaltung wurde nicht zufällig das Ihle Baker’s gewählt. Denn Ihle unterstützt das Konzept bereits seit Längerem. Drei junge Mütter, die bereits bei Ihle ihre Ausbildung in Teilzeit absolvierten, berichteten, wie ihnen dieses Modell geholfen hat. Obwohl es durchaus große Herausforderungen gab, konnten immer wieder Lösungen gefunden werden. Für eine Ausbildung in Teilzeit gibt es beispielsweise unterschiedliche Förder-Methoden. So werden zum einen die Auszubildenden dahingehend unterstützt, dass sie ihren Lebensunterhalt und den ihrer Familie während der Ausbildung sichern können. Auch für die Organisation der Kinder-Betreuung gibt es Angebote. Doch auch für die Arbeitgeber ist eine Förderung möglich.

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Deutlich wurde im Rahmen der Kickoff-Veranstaltung vor allem auch: Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für viele ein höchst emotionales Thema. Viele der Vertreter der verschiedenen Partner von „Aktionsbündis Teilzeitausbildung“ erzählten aus eigenet Erfahrung, wie wichtig der offene Dialog ist – mit den Betroffenen, aber auch mit den Kollegen und vor allem den Arbeitgebern. „Es gibt viele Herausforderungen für junge Mütter, die arbeiten wollen“, sagte auch die Schirmherrin, Sigrid Gribl, „umso wichtiger, dass starke Institutionen und Partner diesem Bündnis beitreten.“ Denn während es die Möglichkeit, eine Ausbildung in Teilzeit zu absolvieren, bereits seit Längerem gibt, sind die Chancen noch nicht hinreichend bekannt. Von der Kickoff-Veranstaltung erhoffen sich die Verantwortlichen deshalb vor allem neue Impulse für dieses so wichtige Thema.

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