Kommentar

Messe Hannover: Schauplatz schwäbischer Giganten

KUKA auf der Hannover Messe. Foto: Deutsche Messe
Unternehmen aus der Region demonstrieren auf der Hannover Messe die Stärken und Zukunfts-Potenziale des Standorts. Davon profitieren wir alle.

Die Industrie-Messe in Hannover, die dieser Tage über die Bühne geht, ist ein gutes Zeichen für unseren Standort. Auch wenn Maschinenbauer und Stahlkocher dort nicht mehr die Hauptrolle spielen, erweist sich die Veranstaltung nach wie vor als Demonstration anhaltender Stärke der „old economy“. Da mag man noch so viele „4.0“ anhängen: Der seit vielen Jahren beschworene Wandel zur Dienstleistungs-Gesellschaft ist weder durchgängig noch absolut. Das produzierende Gewerbe verfügt nach wie vor über eine elementare Daseins-Berechtigung.

Aus der Mischung verschiedener Wirtschaftszweige und -formen bezieht gerade Bayerisch-Schwaben einen guten Teil seiner Attraktivität und Stärke. Mögen bestimmte Industrien auch häufiger und intensiver anfällig für Krisen sein und im verschärften globalen Wettbewerb häufiger und tiefergreifend als früher vor existenziellen Fragen stehen: Sie sind nach wie vor das Brot, ohne das jede Butter witzlos wäre. Dass in Hannover nicht nur die industrielle Gegenwart zu sehen ist, sondern eine Halle weiter bei einer Vielzahl von Forschungsinstituten und Hochschulen auch deren Zukunft – das stimmt zuversichtlich. Für manchen ist ein Besuch in der Hightech-Halle 17 gar der Höhepunkt des ganzen Messebesuchs.

Wenn wir uns ansehen, wer an der Leine die schwäbische Industrieflagge hisst, bekommen wir zudem einen guten Eindruck davon, wo wichtige industrielle „Beweger“ unserer Region herkommen und hinwollen. Mit Berger, Grenzebach, Liebherr oder Magnet-Schulz sind traditionsreiche Familien-Unternehmen präsent, die es seit jeher verstanden haben, sich technologisch an der Speerspitze des Fortschritts zu bewegen. Die Großfirmen ZF, Renk und KUKA stehen ihnen da in nichts nach. An all diesen Ständen wird globale Wirtschaft gemacht, die sich zugunsten unseres Standorts auswirkt.

Ähnlich verhält es sich mit den Auftritten hiesiger Wissenschaft. Als Partner des Gemeinschaftsstandes Bayern Innovativ präsentiert das AMU der Uni Augsburg seine Geschäftsbereiche Auftragsanalysen, F&E-Projekte und Bildungsprojekte. Der Augsburg Innovationspark mit dem Technologiezentrum Augsburg (TZA) zeigt sein Leistungs-Portfolio gleich nebenan. Und am Stand des Fraunhofer IGCV, das sein mit dem iwb Anwenderzentrum Augsburg betriebenes Labor für Additive Fertigung (AMLab) präsentiert, werden Interessenten aus aller Welt neue Perspektiven für additive Fertigung kennenlernen, die optimale Voraussetzungen zur Technologie-Weiterentwicklung und -Verbesserung bieten. Im Umfeld des Schwerpunktthemas „Automation“ sind diese Angebote nicht wegzudenken – mithin liefern sie eindeutigen Statements zur Zukunftssicherheit der Industrie in Bayerisch-Schwaben.

Die, nicht zu vergessen, auch weiterhin von vielen einfallsreichen, beweglichen und marktnahen Mittelständlern getragen wird. Deren Auftritt in Hannover ist alles andere als selbstverständlich, betrachtet man den Aufwand, den sie für die fünf Tage auf der Messe stemmen müssen. Dass – um nur einige zu nennen – Weigelt aus Gessertshausen, Dautermann aus Kaufbeuren, Zasche aus Nördlingen oder Rosenberger aus Augsburg dort neue Kunden, neue Partner und neue Märkte akquirieren und sich dem Vergleich mit der Konkurrenz stellen, ist aller Ehren wert. Die Industriemesse ist Champions League. Von denen, die dort mitspielen, profitieren wir alle.

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Die Industrie-Messe in Hannover, die dieser Tage über die Bühne geht, ist ein gutes Zeichen für unseren Standort. Auch wenn Maschinenbauer und Stahlkocher dort nicht mehr die Hauptrolle spielen, erweist sich die Veranstaltung nach wie vor als Demonstration anhaltender Stärke der „old economy“. Da mag man noch so viele „4.0“ anhängen: Der seit vielen Jahren beschworene Wandel zur Dienstleistungs-Gesellschaft ist weder durchgängig noch absolut. Das produzierende Gewerbe verfügt nach wie vor über eine elementare Daseins-Berechtigung.

Aus der Mischung verschiedener Wirtschaftszweige und -formen bezieht gerade Bayerisch-Schwaben einen guten Teil seiner Attraktivität und Stärke. Mögen bestimmte Industrien auch häufiger und intensiver anfällig für Krisen sein und im verschärften globalen Wettbewerb häufiger und tiefergreifend als früher vor existenziellen Fragen stehen: Sie sind nach wie vor das Brot, ohne das jede Butter witzlos wäre. Dass in Hannover nicht nur die industrielle Gegenwart zu sehen ist, sondern eine Halle weiter bei einer Vielzahl von Forschungsinstituten und Hochschulen auch deren Zukunft – das stimmt zuversichtlich. Für manchen ist ein Besuch in der Hightech-Halle 17 gar der Höhepunkt des ganzen Messebesuchs.

Wenn wir uns ansehen, wer an der Leine die schwäbische Industrieflagge hisst, bekommen wir zudem einen guten Eindruck davon, wo wichtige industrielle „Beweger“ unserer Region herkommen und hinwollen. Mit Berger, Grenzebach, Liebherr oder Magnet-Schulz sind traditionsreiche Familien-Unternehmen präsent, die es seit jeher verstanden haben, sich technologisch an der Speerspitze des Fortschritts zu bewegen. Die Großfirmen ZF, Renk und KUKA stehen ihnen da in nichts nach. An all diesen Ständen wird globale Wirtschaft gemacht, die sich zugunsten unseres Standorts auswirkt.

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Die, nicht zu vergessen, auch weiterhin von vielen einfallsreichen, beweglichen und marktnahen Mittelständlern getragen wird. Deren Auftritt in Hannover ist alles andere als selbstverständlich, betrachtet man den Aufwand, den sie für die fünf Tage auf der Messe stemmen müssen. Dass – um nur einige zu nennen – Weigelt aus Gessertshausen, Dautermann aus Kaufbeuren, Zasche aus Nördlingen oder Rosenberger aus Augsburg dort neue Kunden, neue Partner und neue Märkte akquirieren und sich dem Vergleich mit der Konkurrenz stellen, ist aller Ehren wert. Die Industriemesse ist Champions League. Von denen, die dort mitspielen, profitieren wir alle.

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