Rückvermeisterung

Meisterpflicht im Handwerk – neues Gesetz nun offiziell in Kraft

Über ein Jahr wurde von Seiten der Handwerksvertreter für die Wiedereinführung der Meisterplicht gekämpft. Nun ist es so weit: Für zwölf weitere Gewerke gilt jetzt die Zulassungsplicht.

Bei der Novelle der Handwerksordnung im Jahr 2004 war in 53 Gewerken die Meisterpflicht abgeschafft worden. Seitdem waren in einigen Handwerksberufen die Zahl der Meister und auch die Ausbildungsleistung deutlich zurückgegangen. Zahlreiche Handwerksvertreter hatten sich daher für die Wiedereinführung der Meisterpflicht eingesetzt und zeigten sich erfreut, dass das neue Gesetz nun in Kraft ist.

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Länger als ein Jahr haben Handwerksvertreter und Politiker an dem Gesetz zur Wiedereinführung der Meisterpflicht gearbeitet. Ende Dezember hat es die Große Koalition offiziell verabschiedet. Nachdem die Novelle der Handwerksordnung am 13. Februar im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wurde, ist das Gesetz seit dem 14. Februar offiziell in Kraft.

Meisterbrief für Gründung notwendig

41 Berufe waren bisher in der Anlage A der Handwerksordnung gelistet, nun kommen zwölf weitere hinzu. Für diese Gewerke gilt ab sofort die Zulassungspflicht, das heißt, dass ein Meisterbrief für die Gründung eines Betriebes notwendig ist.

Die Befürworter des neuen Gesetzes erwarten sich einen besseren Verbraucherschutz und eine höhere Qualität der handwerklichen Dienstleistungen. Außerdem soll eine bessere und höhere Ausbildungsleistung gewährleistet werden.

Nachwuchssicherung

Hans-Peter Rauch, Präsident der Handwerkskammer für Schwaben, freut sich über diese Entwicklung: „Die Rückkehr zur Meisterpflicht begrüßen wir außerordentlich. Wenigstens zum Teil werden Fehler der Vergangenheit revidiert. Doch dabei darf es nicht bleiben. Auch in weiteren Gewerken muss die Meisterpflicht wieder eingeführt werden. Diese Gesetzesänderung ist auch ein starkes Signal für die Nachwuchssicherung. Meisterbetriebe sind in der Regel auch Ausbildungsbetriebe. Nur so bleiben Wissen und Fertigkeiten im Handwerk erhalten.“

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Dem stimmt auch Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Schwaben (HWK), zu. „Endlich ein Schritt in die richtige Richtung. Die Wiedereinführung der Meisterpflicht dient vor allen Dingen dem Verbraucher, denn Meisterbetriebe stehen für hohe Qualität im Handwerk und bieten dem Verbraucher Sicherheit.“

Bestandschutzregelung

Für bereits bestehende Unternehmen gibt es einen Bestandsschutz. Betriebe, die am 13. Februar 2020 eines oder mehrere der betreffenden Handwerke ausübten, fallen für diese Gewerke unter eine spezielle Regelung. Diese ist aber betriebs- und nicht personenbezogen. Das heißt, dass im Falle einer Löschung des Betriebs der Bestandschutz wegfalle.

In diesen Handwerksberufen gilt nun wieder die Meisterpflicht:

  • Behälter- und Apparatebauer
  • Betonstein- und Terrazzohersteller
  • Böttcher
  • Drechsler und Holzspielzeugmacher
  • Estrichleger
  • Fliesen-, Platten- und Mosaikleger
  • Glasveredler
  • Orgel- und Harmoniumbauer
  • Parkettleger
  • Raumausstatter
  • Rollladen- und Sonnenschutztechniker
  • Schilder- und Lichtreklamehersteller
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Bei der Novelle der Handwerksordnung im Jahr 2004 war in 53 Gewerken die Meisterpflicht abgeschafft worden. Seitdem waren in einigen Handwerksberufen die Zahl der Meister und auch die Ausbildungsleistung deutlich zurückgegangen. Zahlreiche Handwerksvertreter hatten sich daher für die Wiedereinführung der Meisterpflicht eingesetzt und zeigten sich erfreut, dass das neue Gesetz nun in Kraft ist.

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Meisterbrief für Gründung notwendig

41 Berufe waren bisher in der Anlage A der Handwerksordnung gelistet, nun kommen zwölf weitere hinzu. Für diese Gewerke gilt ab sofort die Zulassungspflicht, das heißt, dass ein Meisterbrief für die Gründung eines Betriebes notwendig ist.

Die Befürworter des neuen Gesetzes erwarten sich einen besseren Verbraucherschutz und eine höhere Qualität der handwerklichen Dienstleistungen. Außerdem soll eine bessere und höhere Ausbildungsleistung gewährleistet werden.

Nachwuchssicherung

Hans-Peter Rauch, Präsident der Handwerkskammer für Schwaben, freut sich über diese Entwicklung: „Die Rückkehr zur Meisterpflicht begrüßen wir außerordentlich. Wenigstens zum Teil werden Fehler der Vergangenheit revidiert. Doch dabei darf es nicht bleiben. Auch in weiteren Gewerken muss die Meisterpflicht wieder eingeführt werden. Diese Gesetzesänderung ist auch ein starkes Signal für die Nachwuchssicherung. Meisterbetriebe sind in der Regel auch Ausbildungsbetriebe. Nur so bleiben Wissen und Fertigkeiten im Handwerk erhalten.“

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Bestandschutzregelung

Für bereits bestehende Unternehmen gibt es einen Bestandsschutz. Betriebe, die am 13. Februar 2020 eines oder mehrere der betreffenden Handwerke ausübten, fallen für diese Gewerke unter eine spezielle Regelung. Diese ist aber betriebs- und nicht personenbezogen. Das heißt, dass im Falle einer Löschung des Betriebs der Bestandschutz wegfalle.

In diesen Handwerksberufen gilt nun wieder die Meisterpflicht:

  • Behälter- und Apparatebauer
  • Betonstein- und Terrazzohersteller
  • Böttcher
  • Drechsler und Holzspielzeugmacher
  • Estrichleger
  • Fliesen-, Platten- und Mosaikleger
  • Glasveredler
  • Orgel- und Harmoniumbauer
  • Parkettleger
  • Raumausstatter
  • Rollladen- und Sonnenschutztechniker
  • Schilder- und Lichtreklamehersteller
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