B4B Schwaben

Holen Sie sich B4BSCHWABEN.de auf Ihr Smartphone.
Klicken Sie auf das Symbol zum „Teilen” in der Toolbar von Safari. Finden Sie die Option „Zum Home-Bildschirm”. Mit einem Klick auf „Hinzufügen” ist die Installation abgeschlossen! Schon ist die Website als App auf Ihrem iOS-Gerät installiert.

 / 
B4B Nachrichten  / 
Augsburg  / 
Klinikum Augsburg atmet auf: Kein Ärztestreik
Anzeige

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden dieser Anzeige!

Wir verwenden einen Drittanbieterdienst, um Anzeigen darzustellen, die möglicherweise Daten über Ihre Aktivität sammeln. Bitte überprüfen Sie die Details und akzeptieren Sie den Dienst, um diese Anzeige zu sehen.

Dieser Inhalt darf aufgrund von Trackern, die dem Besucher nicht bekannt gegeben werden, nicht geladen werden. Der Website-Eigentümer muss die Website mit seinem CMP einrichten, um diesen Inhalt in die Liste der verwendeten Technologien aufzunehmen.

powered by Usercentrics Consent Management Platform
Klinikum Augsburg

Klinikum Augsburg atmet auf: Kein Ärztestreik

 Alexander Schmidtke, Vorstand des Klinikums Augsburg Foto: Klinikum Augsburg/Ulrich Wirth

Der Ärztestreik an kommunalen Krankenhäuern in Deutschland kann abgewendet werden. Die Tarifparteien haben eine Einigung erzielt. Die Ärzte an kommunalen Kliniken erhalten 2,9 Prozent mehr Lohn sowie zusätzliche Sonderzahlungen. Das Klinikum Augsburg sieht sich dadurch auch nicht mehr durch einen Ärztestreik betroffen.

„Ich bin froh, dass sich der Marburger Bund und die Klinik-Vertreter geeinigt haben“, erklärt Alexander Schmidtke, Vorstand des Klinikums Augsburg. „Das bedeutet Sicherheit und Verlässlichkeit für unsere Patienten.“ Gleichzeitig appelliert Schmidtke angesichts der Mehrkosten von etwa 2,2 Millionen Euro im Jahr 2012 an die Politik: „Wir benötigen insgesamt mehr Geld im System, um die Patienten-Versorgung auch in Zukunft mit Spitzenmedizin garantieren zu können und die notwendige Modernisierung voranzutreiben.“ Am Klinikum Augsburg sind über 700 Ärzte sowie weitere 2.000 Pflegekräfte im Funktions- und Pflegedienst beschäftigt. Mit insgesamt rund 5.300 Mitarbeitern zählt es zu den größten Krankenhäusern in Deutschland. Es ist als einziger Maximalversorger im Regierungsbezirk Schwaben für die medizinische Versorgung von zwei Millionen Bürgern verantwortlich. Das Klinikum zählt jedes Jahr etwa 230.000 Patienten, davon 72.000 stationär.

Tarifparteien einigen sich – Mehrbelastung für das Klinikum Augsburg

Die Große Tarifkommission des Marburger Bundes hat am 21. Januar 2012 dem Sondierungs-Ergebnis in der Tarif-Auseinandersetzung mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber-Verbände zugestimmt. Damit sind die ursprünglich für den 26. Januar 2012 geplanten Ärztestreiks abgewendet. „Für unsere Patienten bedeutet dies, dass nicht nur die Notfall-Versorgung sichergestellt ist, sondern dauerhaft alle Eingriffe und Behandlungen wie geplant vorgenommen werden können“, erklärt Schmidtke vom Klinikum Augsburg. Durch die Entgelt-Erhöhung ab Januar 2012 um 2,9 Prozent, die Erhöhung der Bereitschaftsdienst-Entgelte in gleicher Höhe sowie einem Zuschlag für Bereitschaftsdienste und einer Einmalzahlung in Höhe von 440 Euro kommt eine Mehrbelastung in Höhe von 2,2 Millionen Euro auf das Klinikum Augsburg zu.

Kliniken müssen die Mehrkosten selbst stemmen

Für Klinikum-Vorstand Alexander Schmidtke stellen sich nach der Einigung zwei zentrale Herausforderungen dar: „Zum einen müssen wir die Mehrbelastung selbst gegenfinanzieren, da der Landes-Basisfallwert deutlich geringer angehoben wurde.“ Konkret belastet die Tarif-Einigung die Krankenhäuser um das doppelte der ihnen gesetzlich auf 1,48 Prozent herunter gekürzten Preis-Zuwachsrate. „Damit sind auf der Kostenseite der Kliniken Fakten geschaffen, für die die Politik dringend Abhilfe schaffen muss. Ansonsten würden tausende Arbeitsplätze in den Krankenhäusern unter Druck geraten und sich für viele andere Krankenhäuser die Existenzfrage stellen. Schon jetzt schreibt jede fünfte Klinik rote Zahlen – und das Klinikum Augsburg seit 30 Jahren zum ersten Mal nicht“, erklärt Schmidtke.

Weiterer Dialog für gute Zusammenarbeit

Der eingeschlagene Konsolidierungskurs am Klinikum Augsburg soll jedoch nicht gefährdet werden. „Wir müssen uns gemeinsam anstrengen, um unter den Rahmenbedingungen die bestmögliche medizinische Versorgung auch in Zukunft für unsere Patienten gewährleisten zu können“, so Schmidtke weiter. Außerdem steht für 2013 die Möglichkeit wieder im Raum, dass ein erneuter Ärztestreik droht, da die Laufzeit auf 16 Monate begrenzt ist. „Wir wollen weiterhin im Dialog mit der Personalvertretung aller Berufsgruppen eine gute Zusammenarbeit ermöglichen, um das Klinikum Augsburg gemeinsam als Arbeitgeber in öffentlicher Hand zu erhalten und gleichzeitig in den zunehmend schwierigeren Rahmenbedingungen für unsere Patienten mit Ärzten, Pflegenden, weiteren Therapeuten und allen weiteren Mitarbeitern da sein zu können“, betont Schmidtke.

www.klinikum-augsburg.de