Historischer Abschluss

Klinikum Augsburg verhandelt ein letztes Mal mit den Krankenkassen

Zum letzten Mal saß der Vorstandsvorsitzende des Klinikums mit Kassenvertretern am Verhandlungstisch. Thema dabei unter anderem eine bessere Finanzierung der Pflege.

Neunmal verhandelte Alexander Schmidtke, Vorstandsvorsitzender und Vorstand Finanzen und Strategie des Klinikums Augsburg, mit den Vertretern der Krankenkassen über das Budget des jeweiligen Jahres. Vor wenigen Tagen startete die aller letzte Verhandlungsrunde für das Kommunalunternehmen.

Trägerwechsel im kommenden Jahr

Ab 2019 wird das Klinikum nämlich universitär geführt, der Freistaat Bayern übernimmt die Trägerschaft. Damit ändern sich auch die Finanzierungskreisläufe. Die gute Zusammenarbeit mit den Krankenkassen soll selbstverständlich fortgesetzt werden. „Wenn auch manchmal von beiden Seiten hart verhandelt wurde“, sagt Schmidtke, „in der Sache ging es immer fair und konstruktiv zu.“ Der Vorstandsvorsitzende, der bald nach Coburg wechselt, um dort die Regiomed-Kliniken hauptverantwortlich zu übernehmen, bedankte sich nach den Verhandlungen stellvertretend bei Andreas Winter von der AOK Bayern für die langjährige gute Zusammenarbeit.

Der Trägerwechsel berühre die Vergütung des stationären Bereiches zwar grundsätzlich nicht, so Schmidtke weiter, jedoch seien neue Formalien und Rahmenbedingungen zu beachten. Das hängt mit dem zusätzlichen Auftrag für Forschung und Lehre, der nicht über die Krankenkasse finanziert wird, zusammen.

Budgeterhöhung vereinbart

Wie die Jahre zuvor, sei auch für 2018 ein gutes Ergebnis erzielt worden. „Wir konnten für dieses Jahr eine Erhöhung sowohl des Gesamt- als auch des Ausbildungsbudgets und damit eine entsprechende Leistungsentwicklung für die Patienten des Klinikums vereinbaren“, sagt Schmidtke. „Insbesondere wurden aktuelle Vorgaben des Gesetzgebers zu einer besseren Finanzierung der Pflege berücksichtigt“, betont der Klinikums-Chef. Auch hochspezifische neue Leistungsangebote, wie zum Beispiel aus der Kinderschmerztherapie, seien im Budget abgebildet worden.

Das Klinikum Augsburg 

Das Klinikum Augsburg gehört mit 24 Kliniken, drei Instituten und 18 Medizinischen Zentren sowie rund 1.740 Betten zu den größten Krankenhäusern in Deutschland. Es ist das einzige Krankenhaus der höchsten Versorgungsstufe für zwei Millionen Bürger in Schwaben und bietet hochwertige Medizin auf universitärem Niveau. An dem kommunalen Großkrankenhaus unter der Trägerschaft von Stadt und Landkreis Augsburg engagieren sich seit mehr als 30 Jahren jeden Tag Ärzte und Pflegekräfte für die Gesundheit der Patienten. Das bestätigen nicht nur die vielen Auszeichnungen und Zertifikate, sondern auch über 243.000 ambulante und stationäre Patienten. Letztes Jahr erblickten 2.432 Kinder bei 2.361 Geburten am Klinikum Augsburg das Licht der Welt. Das Perinatalzentrum am Klinikum Augsburg ist eines der höchsten Versorgungsstufe (Level 1) und damit auf die Versorgung kranker Neugeborener und extrem kleiner Frühgeborener spezialisiert.

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