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Jäcklin: Staat kauft lieber China-Masken als „made in Germany"
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Aiwanger besucht FFP2-Maskenhersteller in Augsburg

Jäcklin: Staat kauft lieber China-Masken als „made in Germany"

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Julia Jäcklin produziert FFP2-Masken in Augsburg.
Von Angelina Märkl

Der Staat hat die Produktion von FFP2-Masken in Deutschland gefördert. Doch nun vergibt er kaum Aufträge an heimische Hersteller. Die Lage ist daher auch bei Jäcklin dramatisch. Was der Augsburger Maskenhersteller von der Politik fordert.

Deutschland sollte sich unabhängiger von ausländischen Herstellern machen. Das forderte die Politik kurz nach Beginn der Pandemie. Sie rief deutsche Unternehmer auf, die heimische Produktion von Masken hochzufahren. Doch die Lage ist bei den Betrieben zwei Jahre später dramatisch und das obwohl die Nachfrage nach wie vor hoch ist. Auch der Augsburger Maskenhersteller Jäcklin schlägt Alarm. Vor zwei Jahren ist mit ihrem Maschinenbauunternehmen in das Maskengeschäft eingestiegen, hat ihre Produktion stetig weiter hochgefahren.

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Lieber „made in China" als regional produziert


Nun ist das Unternehmen aber nur zu 20 Prozent ausgelastet. „Wir könnten circa 200.000 Stück pro Woche herstellen“, sagt Geschäftsführerin Julia Jäcklin. Sie kritisiert, dass sie bei den Ausschreibungen von Bund, Länder und Kommunen jedes Mal gegen die Maskenhersteller aus Asien verliert.  Der Grund: Die Ausschreibungen gehen meist an den Anbieter mit dem niedrigsten Preis. Pro Stück sind die Masken „made in Augsburg" circa 10 Cent teurer.

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Aiwanger setzt sich für heimische Maskenhersteller ein


Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich bei einem Besuch des Augsburger FFP2-Maskenherstellers Jäcklin Medical für eine Überprüfung der öffentlichen Vergabepraxis ausgesprochen.  „Öffentliche Auftraggeber sollten nicht die billigste Offerte annehmen, sondern das wirtschaftlichste Angebot. Das Vergaberecht erlaubt schon heute die Berücksichtigung von Kriterien wie Nachhaltigkeit und Qualität. Wenn nur billige Angebote zählen, haben deutsche Qualitätshersteller wegen der höheren Lohnkosten Marktnachteile. Es ist im Interesse Bayerns, heimische Hersteller zu haben und nicht rein von Importware abhängig zu sein“, äußert sich Aiwanger. Julia Jäcklin hofft auf ein Umdenken der Politik.

Jäcklin steht kurz vor dem Aus


Für sie ist die Maskenproduktion nämlich eine „Herzenansgelegenheit“. Ihrer Meinung nach legen asiatische Hersteller nicht genügend Wert auf Filtration, Qualität und Schadstoffbelastungen. Und das wiederrum sei überaus gefährlich für den Maskenträger. Hinzu komme die Verschiffung um die halbe Welt, obwohl die Produkte auch regional produziert werden können. Daher sei es für sie nicht nachvollziehbar, wieso bei den Ausschreibungen von öffentlichen Stellen der Preis alleiniges Zuschlagskriterium ist.

1,5 Millionen Euro hat Jäcklin damals investiert. Um diese Summe reinzuholen, müsste das Unternehmen 35 Millionen Masken verkaufen. Bis jetzt hat es aber nur 7 Millionen verkauft. Wenn nicht bald mehr Aufträge reinkommen, könne das Unternehmen nur noch wenige Monate überleben. 

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