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Insolvente Großbäckerei Müller-Brot gerettet
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Müller-Brot

Insolvente Großbäckerei Müller-Brot gerettet

Symbolbild. © fotolia.com/ Müller Brot/ B4B SCHWABEN

Der Gläubiger-Ausschuss von Müller-Brot hat sich gestern Abend einstimmig entschieden, ein Angebot einer Investorengruppe um Klaus Ostendorf und den Müller-Brot-Geschäftsführer Stefan Huhn anzunehmen. Damit ist die insolvente Großbäckerei Müller-Brot gerettet.

Der vorläufige Insolvenz-Verwalter der Müller-Brot GmbH, Hubert Ampferl, informierte heute Nachmittag die Mitarbeiter über das Angebot und die weiteren Schritte nach Eröffnung des Insolvenz-Verfahrens Anfang April. Nach der jüngsten Ablehnung der Gesundheits-Behörden waren noch zwei Investoren übrig geblieben. Diese hatten sich für die Übernahme des Unternehmens Müller-Brot interessiert. Der Gläubiger-Ausschuss hatte sich schließlich nach umfassender Beratung für das Angebot der Investorengruppe entschieden. Ein notarieller Kaufvertrag steht noch aus und soll in Kürze geschlossen werden. Der Geschäfts-Übergang soll schon zum 1. April erfolgen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Übernahme von Müller-Brot im Rahmen eines „Management Buy-outs“

Die Übernahme von Müller-Brot erfolgt im Rahmen eines so genannten „Management Buy-outs“, kurz: MBO. Das bedeutet, Käufer ist eine Gruppe von Managern um Klaus Ostendorf und den Müller-Brot-Geschäftsführer Stefan Huhn. Übernommen werden die Immobilien und Anlagen am Standort Neufahrn inkl. der Marken-, Lizenz- und Patentrechte. Außerdem werden 151 der 230 Filialstandorte übernommen. Die Übernehmer von Müller-Brot wollen sich schnellstmöglich bei den zuständigen Gesundheits-Behörden um die Genehmigung zur Wiederaufnahme der Produktion bemühen.

Verkauf ist ein Erfolg für Gläubiger und Mitarbeiter

„Der Verkauf von Müller-Brot ist vor dem Hintergrund der Ausgangs-Situation ein Erfolg für alle, für die Gläubiger ebenso wie für die Mitarbeiter“, betonte Ampferl heute Nachmittag in Neufahrn. „Schließlich hatte zuletzt kaum noch jemand daran geglaubt, dass eine Rettung möglich wäre.“ Aktuell sind noch rund 1.080 Arbeitnehmer bei Müller-Brot beschäftigt. Die von Kündigung betroffenen Mitarbeiter werden umgehend freigestellt. Ampferl hat bereits die Gespräche mit dem Betriebsrat für Interessen-Ausgleich und Sozialplan aufgenommen.

Einige hundert Arbeitsplätze bleiben erhalten

Nach dem Erwerber-Konzept der Investoren können im Rahmen des Neustarts bis zu 400 Mitarbeiter übernommen werden. „Mein Team und ich haben in den letzten sechs Wochen jeden Tag um den Erhalt des Unternehmens und der Arbeitsplätze gekämpft“, sagte Ampferl. „Angesichts der äußerst schwierigen Umstände hätte es weit schlimmer kommen können. Insgesamt freue ich mich, dass es gelungen ist, einige hundert Arbeitsplätze und das Unternehmen zu erhalten.“

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.mueller-brot.de

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