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Der Landtags-Abgeordnete Harald Güller (SPD) zusammen mit einer Delegation das ehemalige Chemiewerk in Gersthofen und seine Betreibergesellschaft IGS (Industriepark Gersthofen Servicegesellschaft). Die IGS-Geschäftsführung hatte die SPD-Politiker geladen. Mit Harald Güller waren sein Abgeordneten-Kollege im Landtag, Linus Förster, sowie Roland Mair (Unterbezirksvorsitzender der SPD Augsburg-Land), Peter Schönfelder (Stadtrat Gersthofen) und Marco Oertel (stellvertretender Vorsitzender der Jusos Augsburg) nach Gersthofen gekommen.
Energie-Versorgung, Steuern und Ausbildung
Ziel des Gespräches war ein Informations-Austausch über die Entwicklung vom Chemiewerk zum Industriepark im Allgemeinen. Außerdem wurden den SPD-Politikern verschiedene aktuelle Themen der IGS nahegebracht. Dazu zählte die Energie-Versorgung des Industrieparks, die Aktivitäten der IGS zur Erhöhung der Energie-Effizienz, die aktuelle Diskussion um die Besteuerung von Energien. Auch die Ausbildung von Lehrlingen für die Unternehmen im Industriepark wurde mit den SPD-Politikern diskutiert.
IGS wünscht Unterstützung von der Politik
Deutlich wurde, dass insbesondere bei der Energie-Besteuerung Unterstützung seitens der Politik notwendig und willkommen ist. IGS betonte, dass gerade bei Investitions-Entscheidungen für neue Kraftwerke oder Anlagen Sicherheit benötigt würde. Der lange Finanzierungs-Zeitraum benötige sichere Kalkulation und Planung. „Andernfalls wird sich niemand finden, der künftig solche Investitionen umsetzt“, erklärte IGS-Geschäftsführer Holger Amberg.
EBS-Kraftwerk im Industriepark als Problemfall
Er veranschaulichte die Problematik an zwei Beispielen: Das neue EBS-Kraftwerk im Industriepark Gersthofen ist noch keine zwei Jahre in Betrieb. Dennoch wird in der Politik bereits diskutiert, ob solche Kraftwerke künftig unter den Emissions-Handel fallen. Auch die drohende Besteuerung für Ersatz-Brennstoffe gefährdet die Investition. Nicht nur das: Steigende Dampfpreise schädigen die Wettbewerbs-Fähigkeit der am Standort ansässigen Unternehmen.
SPD: Industriepark gerne unterstützen
Grundsätzlich erklärten sich die SPD-Vertreter gerne bereit, die IGS bzw. den Industriepark bei anstehenden Problemen nach Möglichkeit zu unterstützen. Ein direkter Kontakt zu den Teilnehmern der Delegation wird im Sinne eines offenen Dialoges wurde beiderseits befürwortet und zugesagt.
Kraftwerks-Führung für die SPD-Spitze
Im Anschluss an die Gesprächsrunde führte IGS-Geschäftsführer Heinz Mergel die SPD-Delegation durch das EBS (Ersatzbrennstoff)-Kraftwerk, das seit Mitte 2009 die Unternehmen im Industriepark mit kostengünstigem Prozessdampf versorgt.