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Immissionschutztage: Belastung durch Energiewende?
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KUMAS – Kompetenzzentrum Umwelt e.V.

Immissionschutztage: Belastung durch Energiewende?

Amtschef Dr. Christian Barth eröffnet die 6. Bayerischen Immissionsschutztage. Foto: Fred Schöllhorn/KUMAS e.V.
Amtschef Dr. Christian Barth eröffnet die 6. Bayerischen Immissionsschutztage. Foto: Fred Schöllhorn/KUMAS e.V.

Welche negativen Folgen könnte die Energiewende haben? Fragen wie diese wurden bei den 6. Bayerischen Immissionsschutztagen in Augsburg diskutiert. Die anwesenden Experten waren sich einig: Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit und Umweltverträglichkeit stehen an erster Stelle.

von Martina Lakotta, Online-Redaktion

Das Kompetenzzentrum Umwelt e.V., kurz KUMAS, veranstaltete am 25. und 26. Juni 2014 die 6. Bayerischen Immissionsschutztage. Kooperationspartner waren die Andrea Versteyl Rechtsanwälte sowie die Müller BBM-GmbH. Rund 150 Umweltexperten mitunter aus Kommunen, Unternehmen und Behörden nahmen an der Veranstaltungsreihe teil. Vor Ort wurden Themen wie der betriebliche Umweltschutz und die Energiewende unter die Lupe genommen. Damit förderte KUMAS einmal mehr den objektiven Informationsaustausch in wichtigen Themenfeldern.

6. Immissionsschutztag Bayern diskutiert negative Folgen der Energiewende

Highlight am Nachmittag des ersten Veranstaltungstages war die Podiumsdiskussion „Bringt die Energiewende neue Belastungen für die Umwelt?“ Welche neuen Probleme die Energiewende für die Umwelt bringt, lässt sich gut am Beispiel Donau-Ries erklären. In dem Landkreis sind heute rund 90 Biogasanlagen in Betrieb. Bei den Behörden laufen Genehmigungsverfahren für rund 90 Windkraftanlagen. Den größten Zündstoff birgt aber sicherlich der Plan für die neue Gleichstromtrasse, die den Kreis durchschneiden könnte. Dass die Energiewende nicht nur Nutzen, sondern auch negative Auswirkungen mit sich bringt, darüber waren sich die Teilnehmer der Diskussion einig.

Kritik an Biogasanlagen auf 6. Immissionsschutztagen Bayern

Ein weiteres Problem der Energiewende, das es zu lösen gilt, brachte Dr. Brigitte Dahlbender, baden-württembergische Landesvorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz in Deutschland, zur Sprache. Sie warnte davor, dass der Ausbau der Energie aus Biomasse zu mehr Mais-Monokulturen führe. Das habe nicht nur einen Verlust der Artenvielfalt zufolge, sondern ziehe auch Boden-Erosionen mit sich. Dahlbender plädierte stattdessen für einen verstärkten Ausbau der Windkraft. Man müsse versuchen, die Debatte zu versachlichen, die Bürger einzubinden und Aufklärungsarbeit zu leisten.

Notwendigkeit einer Stromtrasse muss bewiesen werden

Auch was die Stromtrasse Bad Lauchstädt-Meitingen betrifft, bleibt Bayern kritisch. So müsse die Notwendigkeit der Trasse klar belegt sein. Nur dann werde sie kommen, wie Dr. Rupert Schäfer, Referatsleiter für Bio-Energie im bayerischen Wirtschaftsministerium, überzeugt ist. So hat beispielsweise das Landratsamt Donau-Ries mit vielen Energie-Projekten zu tun und konnte die Proteste gegen die Trasse aus nächster Nähe erleben. „Wir müssen bei den Bürgern viel Aufklärungsarbeit leisten, obwohl wir als Genehmigungsbehörde oft gar nicht zuständig sind“, sagt Dr. Jörg Singer vom Landratsamt Donau-Ries.

Technische Möglichkeiten für Energiewende voll ausschöpfen

Roland Kreitmeier, Chef der Augsburger Siemens-Niederlassung, bemängelte, dass die CO2-Emissionen in Deutschland trotz Energiewende weiter steigen würden. „Wir haben alle Techniken, um die Energiewende zu stemmen“, ist Kreitmeier überzeugt. Allerdings würden die Möglichkeiten gerade bei der Energie-Einsparung nicht voll ausgeschöpft werden.

Konkrete Beispiele am zweiten Veranstaltungstag der 6. Immissionsschutztage

Der zweite Veranstaltungstag widmete sich konkreten Beispielen und Fragestellungen aus dem Immissionsschutz. Auch hier ging es hauptsächlich um Belastungen und die Bewertung von Emissionen aus Erneuerbare-Energien-Anlagen. Besonders in sensiblen Naturschutzgebieten müssten Stickstoff-Einträge in die Umwelt begrenzt werden. Zudem sei verstärkte, objektive Information notwendig, um die Akzeptanz von Erneuerbare-Energien-Anlagen zu verbessern. Auch Fehlentwicklungen würden so vermieden werden können. Leider sei die Jahrhundertaufgabe „Energiewende“ ideologisch überfrachtet. Auch einfache technische Zusammenhänge seien oft nicht vermittelbar.

7. Bayerische Immissionsschutztage 2015 wieder in Augsburg

KUMAS-Geschäftsführer Thomas Nieborowsky zeigte sich mit der Resonanz und dem Verlauf der Veranstaltung zufrieden. Auch im nächsten Jahr werden wieder aktuellen Themen aufgegriffen. Die 7. Bayerischen Immissionsschutztage werden voraussichtlich am 24. und 25. Juni 2015 in Augsburg stattfinden.

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