Export

IHK Schwaben: Ungeregelter Brexit gefährlich für Unternehmen

Eine schnelle Einigung in den Brexit-Verhandlungen seien wichtig für die Wirtschaft und die Unternehmen Bayerisch-Schwaben, betont die IHK Schwaben. Weshalb eine klare Regelegung so wichtig ist.

Die kürzlich veröffentlichten Exportzahlen des Statistischen Landesamts belegen eine leichte Erholung. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Außenhandelsumsätze der bayerischen Wirtschaft aber nach wie vor deutlich im Minus. Umso wichtiger sei daher eine schnelle Einigung in den Brexit-Verhandlungen, sagt der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der IHK Schwaben, Markus Anselment. Er warnt vor den dramatischen Folgen eines ungeregelten Austritts des Vereinigten Königreichs. „Die Wirtschaft in Bayerisch-Schwaben ist stark exportorientiert. Die Unternehmen brauchen endlich Klarheit. Die Unsicherheiten und die Gefahr eines harten Brexits lassen die Umsätze bereits jetzt schrumpfen.“

Bayerisch-Schwaben vom Export abhängig

Die Wirtschaft in Bayerisch-Schwaben sei stark vom Auslandsgeschäft abhängig. Jeden zweiten Euro verdient die heimische Industrie allein mit dem Export, der sich nur allmählich von den Folgen der Corona-Krise erholt. Dabei gewinne insbesondere der Handel innerhalb Europas zunehmend an Bedeutung. Denn nach wie vor sind die weltweiten Lieferketten beeinträchtigt. „Die Unternehmen aus Produktion, Handel und Dienstleistungen wollen Sicherheit und setzen verstärkt auf Zulieferer und Absatzmärkte in Europa“, erklärt der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Anselment. „Umso wichtiger ist es, dass die zähen Brexit-Verhandlungen endlich ein einvernehmliches Ende nehmen und den Unternehmen mit dem Vereinigten Königreich wieder ein verlässlicher Handelspartner zur Verfügung steht.“

Handelsvolumen schrumpft seit dem Referendum

Rund 500 IHK-Unternehmen unterhalten derzeit aktive Wirtschaftsbeziehungen nach Großbritannien und Nordirland. Darunter vor allem Kfz-Zulieferer, Unternehmen aus dem Bereich Maschinenbau oder der Lebensmittelbranche sowie Speditionen. Bayernweit ist das Vereinigte Königreich noch der fünftwichtigste Handelspartner. Seit dem Brexit-Referendum im Juni 2016 ist das Handelsvolumen allerdings kontinuierlich geschrumpft. „Das zeigt, wie groß die Verunsicherung der heimischen Wirtschaft ist, und lässt erahnen, was auf die Partner zukommt, sollte das Austrittsabkommen scheitern“, sagt Anselment. Gerade die vielen Automobilzulieferer in Bayerisch-Schwaben fürchten das Szenario eines ungeregelten Austritts und die drohenden Zölle. Auf den Automobilsektor entfällt derzeit der größte Anteil am deutschen Handelsvolumen mit dem Königreich.

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