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IHK gegen Ansiedlung eines Sportfachmarktes
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IHK Schwaben

IHK gegen Ansiedlung eines Sportfachmarktes

Die IHK Schwaben sieht die Ansiedlung des Sportfachmarktes Decathlon am Augsburger Stadtrand als Gefahr für eine funktionsfähige Innenstadt. Aus diesem Grund lehnt die IHK die Ansiedlung auch ab.

Wie bereits berichtet plant ein Decathlon-Sportfachmarkt die Ansiedlung nördlich der Bürgermeister-Wegele-Straße. Im Rahmen des Raumordnungsverfahrens zur Ansiedlung spricht sich die IHK Schwaben gegen den Standort aus. Nach Auffassung der IHK Schwaben widerspricht der geplante Standort für den Decathlon-Sportfachmarkt den Empfehlungen des Augsburger Einzelhandelsentwicklungskonzepts. IHK-Präsident Dr. Andreas Kopton mahnte bereits im Mai zur grundsätzlichen Vorsicht bei der Genehmigung von Einzelhandelsgroßprojekten auf der grünen Wiese (B4B SCHWABEN berichtete). Eine solche Ansiedlung von Großmärkten am Stadtrand gefährdet attraktive und funktionsfähige Innenstädte.

Bedenken bei der Größe und Lage

Auf rund 4.100 m² Gesamtverkaufsfläche soll der Sport- und Fahrradfachmarkt Decathlon entstehen. Im Rahmen des durch die Regierung von Schwaben eingeleiteten Raumordnungsverfahrens äußerte die IHK Schwaben nun ihre Bedenken gegen das geplante Vorhaben. „Grundsätzlich teilen wir die Auffassung des Augsburger Einzelhandelsentwicklungskonzepts, das einen Ergänzungsbedarf im Bereich Sportartikel sieht. Unsere Vorbehalte machen sich im Wesentlichen am Umfang und der räumlichen Lage des Projekts fest“, erläutert Ernst Holme, IHK-Vizepräsident und Regionalvorsitzender Augsburg Stadt, die Position der IHK Schwaben.

IHK wünscht sich zentraleren Standort

In insgesamt fünf Teilbereichen äußerte die IHK Schwaben ihre Bedenken in Bezug auf das Vorhaben. So widerspricht die Ansiedlung zentrenrelevanter Sortimente an dezentralen Standorten den Empfehlungen des Augsburger Einzelhandelsentwicklungskonzepts. Nach den aktuellen Planungen will Decathlon auf einer Verkaufsfläche von 2.000 m² innenstadtrelevante Sportartikel anbieten. Eine Ansiedlung von Decathlon an einem zentraleren Standort ist daher wünschenswert. Damit kann einer „scheibchenweisen“ Erschließung neuer Einzelhandelsstandorte entgegengewirkt werden. Ferner erfüllt der derzeitig geplante Standort nicht die Vorgaben einer städtebaulich integrierten Lage. Weder besteht eine Verbindung zur vorhandenen Einzelhandelsstruktur in den südlicher gelegenen Bereichen von Lechhausen, noch ist der Standort ausreichend in die vorhandene Wohnbebauung integriert.

Umsatzeinbußen bei Facheinzelhändlern

Die IHK Schwaben befürchtet weiter, dass die Umsatzerwartungen von Decathlon negative Auswirkungen auf die vorhandene zentralörtliche Struktur im sehr weit gefassten Einzugsgebiet des Sportartikelmarktes haben. Dabei geht die IHK Schwaben von Kaufkraftabflüssen bei bestehenden Facheinzelhändlern aus, was sich bereits in der ablehnenden Haltung mancher Umlandkommunen zum aktuellen Raumordnungsverfahren niederschlägt. Auch die Verkehrsanbindung wirft Fragen auf. Trotz seines überregionalen Einzugsgebiets ist der Standort bislang nur über zwei Buslinien des ÖPNV zu erreichen. Durch die starke Ausrichtung des Vorhabens auf den motorisierten Individualverkehr ist mit einer deutlichen Erhöhung des Verkehrsaufkommens zu rechnen, was die bestehende Infrastruktur zusätzlich belastet.

Vorhaben wiederspricht Stadtentwicklung

Abschließend sprechen grundsätzliche Überlegungen der Stadtentwicklung in Augsburg gegen das eingereichte Vorhaben von Decathlon. Ursprünglich war das Gebiet als sogenannte „Umweltmeile“ als Standort bevorzugt für unternehmerische Dienstleistungen vorgesehen. Diese Konzeption sollte nach Auffassung der IHK auch in Zukunft weiter vorangetrieben werden.

„Die Einkaufsstadt Augsburg steht in einem gesunden aber auch harten Wettbewerb zum Umland. Die Stadt kann mit einer breiten Palette unterschiedlicher Angebote, beispielsweise im kulturellen oder gastronomischen Bereich den Einkauf zum Erlebnis werden lassen. Dazu ist es allerdings nötig, die vorhandenen Angebote miteinander zu verbinden. Dies ist am nördlichen Stadtrand nicht möglich!“ erklärt Holme.