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Handwerk bringt Schulverweigerer auf die rechte Bahn
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Katholische Jugendfürsorge der Diözese Augsburg e.V.

Handwerk bringt Schulverweigerer auf die rechte Bahn

 Johannes Hintersberger und seine Tochter Ruth begutachten das Boot, dass die Schüler gemeinsam gebaut haben, Foto: KFJ

Steuergelder, die gut angelegt sind. Das Projekt „Schule in der Werkstadt“ der Katholischen Jugendfürsorge bringt Schulverweigerer wieder an die Schule heran. Und das mit großem Erfolg.

Landtagsabgeordneter Johannes Hintersberger und seine Tochter Ruth Hintersberger sprachen sich bei ihrem Besuch in der „Schule in der Werkstadt“ eindeutig für die staatliche Unterstützung für soziale Arbeit aus. Was sie sahen, hätte sie wirklich beeindruckt und betohnten, dass das hier gezeigte Engagement nicht hoch genug geschätzt werden würde. Das Projekt „Schule in der Werkstadt“ von der Katholische Jugendfürsorge der Diözese Augsburg e.V. (KJF) versucht Schulverweigerer mit Erfolgsergebnissen wieder an die Schule heranzubringen. Es hatte bei der letzten Jahrestagung des  Bundesverbandes katholischer Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfe in Hildesheim sogar bundesweite Beachtung erhalten.

Das Projekt ist ein voller Erfolg

Nicht nur die Besucher lobten das Projekt, das in vertrauensvoller Zusammenarbeit zwischen Schule und Jugendhilfe entstanden ist. Auch die Statistiken geben den Organisatoren recht. 80 Prozent der Schüler, die an dem Projekt teilnahmen, gehen danach wieder regelmäßig zur Schule. Dabei braucht fast keiner dieser 80 Prozent weitere Unterstützung der Jungendhilfe. Lehrer Ulrich Lüttringhaus, der seit acht Jahren teil des Projekts ist, hat zusammen mit Sozialpädagoge Tobias Müller viel erreicht und viel über die Schüler gelernt, die den Schulbesuch verweigern. „Die Ursache von Schulverweigerung ist meist nicht in der Schule zu finden, sondern oft im persönlichen Umfeld“, erklärt Luttrighaus.

Persönliche Ereignisse führen zum Schulabbruch

Meist hätten die Schüler ein entscheidendes Ereignis bereits längere Zeit vor dem Besuch erfahren. Dazu gehört beispielsweise der Tod des Haustiers, die Scheidung der Eltern, ein Umzug oder eine Gewalterfahrung. Aus diesem Grund ist die Schulverweigerung meist ein Hilfeschrei, der mit Motivationsaufbau und einem stärkeren Selbstbewusstsein beantwortet werden muss. „Wir müssen das Selbstbewusstsein wieder aufbauen, dass sie wieder Freude spüren“, so Müller, der Zusatzqualifikationen als Erlebnis- und Sportpädagoge besitzt. Sein Kollege Luttrighaus stimmt seinem Kompagnon zu und ergänzt: „Die Jugendlichen müssen aus dem Misserfolgskreislauf herauskommen.“

Erfolgsereignisse durch Handarbeit

Um den Teufelskreis von Misserfolgen zu durchbrechen, bieten die beiden Organisatoren den Schülern verschiedene Möglichkeiten. In der Werkstadt arbeiten die Jugendlichen viel mit Holz, Farbe und Ton. Dabei ist von selbst getöpferten Kaffetassen bis zu Bistrotischen alles dabei. Das aktuelle Projekt der Schule in der Werkstadt ist ein selbstgezimmertes Segelboot, mit dem die Schüler bald auf dem Kuhsee fahren können. Das Projekt betreut ständig bis zu zwölf Jugendliche aus dem Nordwesten der Stadt Augsburg. Wenn bei manchen Schülern Probleme auftreten, können Haupt- und Förderschulen diese bei dem Projekt anmelden. Nach ihrer Zeit in der Werkstadt, präsentieren die Schüler meist in einer Aktion ihre gefertigten Werkstücke. Der Applaus und das Lob von Klassenkameraden, Lehrern oder Eltern motivieren die Schüler, sich weiter anzustrengen und die Schule fortzusetzen. 

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