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Gewerkschaft NGG vermutet Vorsatz bei Müller-Brot
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Müller-Brot

Gewerkschaft NGG vermutet Vorsatz bei Müller-Brot

Seit dem Bekanntwerden des Hygieneskandals bei Müller-Brot und der eingereichten Insolvenz bangen über 1.100 Beschäftigte um ihren Arbeitsplatz, darunter auch Angestellte der Müller-Brot Filialen in Augsburg. Die Gewerkschaft NGG erhebt jetzt schwere Vorwürfe gegen den Hauptgesellschafter und den Geschäftsführer.

Müller-Brot sorgte in letzter Zeit für viel Aufsehen. Erst kam der Hygieneskandal und dann der Insolvenzantrag. Für die NGG (Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten) liegt da der Verdacht nahe, dass es nach Bekanntwerden des Hygieneskandals bei Müller-Brot von Anfang an das Ziel war, sich mit der Insolvenz der Mehrheit der Beschäftigten und der Schulden kostengünstig zu entledigen. Die NGG vermutet Vorsatz bei Hauptgesellschafter Klaus Ostendorf und Geschäftsführer Stefan Huhn. „Die Vorgehensweise dieser beiden Herren ist menschenverachtend und erbärmlich. Wer so dreist die Verbraucher, die Zulieferer und die Beschäftigten belügt, hat in unserer Gesellschaft nichts zu suchen.“, so Mustafa Öz, verantwortlich für die Brotindustrie bei NGG in München.

Lug und Trug bei Müller-Brot

Wie Müller-Brot zudem mit seinen Beschäftigten umgeht hält Mustafa Öz zudem für unmöglich. Bei einer Betriebsversammlung wurden den Beschäftigten der Müller-Brot GmbH von der Geschäftsführung versprochen, das das Unternehmen eine Zukunft hat und die Löhne und Gehälter gesichert sind. „Die Beschäftigten durch Lug und Trug in Sicherheit wiegen und parallel das Insolvenzverfahren betreiben. Das ist wirklich das Letzte.“, so Öz weiter.

Landratsamt konnte Betrieb nicht wieder freigeben

Bei einer Nachkontrolle stießen die Prüfer erneut auf Ungeziefer wie Schaben und Käfer sowie auf Mäusekot. Auch in Bereichen, in denen am Tag nach der Kontrolle die Produktion wieder aufgenommen hätte werden sollen, wurden Schädlinge festgestellt. Die Kontrolleure erkannten zwar Verbesserungen, die Mängel waren aber immer noch so gravierend, dass die Wiederaufnahme der Produktion nicht verantwortbar war. „Das Hygienefundament für die weitere Umsetzung des Maßnahmenpakets ist noch nicht stabil genug, um darauf aufzubauen" skizzierte der Freisinger Landrat Michael Schwaiger seine Eindrücke. Schwaiger selbst war vor Ort und führte die abschließende Besprechung mit den verantwortlichen Vertretern der Firmenleitung. Der Landrat erklärte: "Diese Entscheidung fällt mir nicht leicht, weil ich natürlich auch an das Schicksal von über 1.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer denke; dennoch sind die Defizite ganz klar auf Seiten des Unternehmens zu suchen. Verbraucherschutz geht in diesem Falle vor."

Filialen in Augsburg scheinen leergefegt

Die Skandale um Müller-Brot zieht Spuren hinter sich. Auch in den Augsburger Filialen zeigt sich ein und dasselbe Bild. Nur noch wenige Kunden kaufen in den Müller-Brot Filialen ein. Der Hygieneskandal bei Müller-Brot führte zu Umsatzeinbußen. Genau wie die anderen Beschäftigten von Müllerbrot müssen die Mitarbeiter um ihren Job bangen.

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