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Gas-Deal mit Katar – ein notwendiges Übel?
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Pro und Contra

Gas-Deal mit Katar – ein notwendiges Übel?

Die B4BSCHWABEN.de Redakteure Michael Ermark (links) und Angelina Märkl (rechts). Foto: Linus Pohl / B4BSCHWABEN.de

Fußballfans boykottieren die WM in Katar, Robert Habeck schließt mit dem Staat Verträge über Flüssigerdgas. Ist der Deal Fluch oder Segen? Ein Pro und Contra.

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Gas-Deal mit Katar - Deutsche Doppelmoral

von Angelina Märkl

Seit Beginn der Fußball-WM reißt die Kritik an Katar nicht ab: Ausgebeutete Arbeiter, Diskriminierung von Homosexuellen, mutmaßliche Korruption. Gleichzeitig schließt die Bundesregierung mit dem Emirat einen Deal ab: Ab 2026 beziehen wir von dort für die nächsten15 Jahre Gas. „15 Jahre ist super“, erklärte der Energie- und Wirtschafts- Robert Habeck nachseinem erfolgreichen Vertragsabschluss. Vor wenigen Tagen aber riet Habeck noch dem Kapitän der deutschen Nationalmannschaft, Manuel Neuer, die "One-Love"-Binde in Regenbogenfarben zu tragen: Ein klassischer Fall von deutscher Doppelmoral also. 

Der Gas-Vertrag mit Katar ist aber auch ein Angriff auf die deutschen Klimaziele: Wegen der geplanten Klimaneutralität in Deutschland ab 2045 müssten die Mengen an Gas die nächsten Jahre immer geringer werden. Spätestens ab 2040 müsste der deutsche Gas-Verbrauch abnehmen und andere Energieformen überwiegen. Davon sind wir aber noch meilenweit entfernt – und mit dem deutsch-katarischen Abkommen nun noch weiter. Deswegen muss Robert Habeck endlich in der Realität ankommen: Deutschland muss im Moment für die Fehler der vergangenen Jahrzehnte bitter bezahlen - auch moralisch. Und es ist an der Zeit, das zuzugeben. Menschrechte haben uns beim Kauf von Öl und Gas noch nie gestört. Die einzige Möglichkeit, solche Erdgasdeals zu umgehen, ist eine schnellere Energiewende. Aber die haben wir die letzten 20 Jahre verschlafen.   

Wenn wir also von Moral sprechen im Blick auf die WM in Katar, dann müssen wir uns auch an die eigene Nase fassen: Unser Gas ist schließlich alles andere als moralisch vertretbar. 

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Gas-Deal mit Katar - Besser wird es erstmal nicht

von Michael Ermark

Um gleich eines klarzustellen: das Emirat Katar ist ein Staat, welcher – in Hinsicht auf Menschenrechte – nicht mit unseren Vorstellungen in Einklang zu bringen ist. Das ist Russland aber auch nicht. Die beiden Staaten haben aber noch eine weitere Gemeinsamkeit. Sie beide verfügen über Gas. Und ebendieses Gas braucht Deutschland. Nun besteht die Debatte, weshalb man Gas aus Russland boykottieren soll, aber dafür aus Katar einkaufen, wenn doch beide Staaten von sehr zweifelhaften Regierungen geführt werden. Die Antwort auf diese Frage ist gleichermaßen simpel wie frustrierend. Es bleibt uns wenig anderer Handlungsspielraum übrig. Bedauerlicherweise haben es die Kabinette der vergangenen Regierungen auf ärgerliche Weise verpasst, sich nach Alternativen zu Erdgas aus Russland umzusehen – und auch schon damals, als noch Zeit gewesen wäre, haben Menschenrechte in Russland nur eine kleinere Rolle gespielt. Es braucht also nicht erst den Krieg in der Ukraine, um in moralisches Zweifeln zu verfallen.

Inzwischen kann man das Problem mit moralisch einwandfreier Energieversorgung kaum mehr lösen. Es geht also jetzt darum, den – moralischen wie auch wirtschaftlichen – Schaden zu begrenzen. Deutschland muss schleunigst dafür sorgen, auf erneuerbare Energien umzustellen. Bis es soweit ist müssen wir aber in den sauren Apfel beißen und das Gas aus Katar zu beziehen. Immerhin pumpen wir dann unser Geld nicht direkt in den Ukraine-Krieg sondern „nur“ in eine absolutistische Monarchie, die auf WM-Arenen Baustellen nicht auf ihre Arbeitskräfte achtet. Es ist eine Wahl zwischen „schlecht“ und „schlecht“. Aber wir müssen wählen, wenn wir unsere Wirtschaft nicht an die Wand fahren wollen. Etwas anderes bleibt uns derzeit kaum übrig.

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