1.400 Teilnehmer

Fujitsu-Studie: So beurteilen Führungskräfte die Digitalisierung

Der Werkseingang von Fujitsu in Augsburg. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Der digitale Wandel bringt neue Herausforderungen. Eine Studie im Auftrag von Fujitsu zeigt, dass 84 Prozent der 1.400 Teilnehmer die Lösung in einer umfassenden Zusammenarbeit sehen. Befragt wurden die Chefetagen weltweit aktiver Unternehmen.

Führungskräfte in aller Welt suchen nach einer gemeinsamen und abgestimmten Antwort auf die Herausforderungen des technikgetriebenen Wandels. 84 Prozent glauben dabei an die Notwendigkeit einer umfassenden Zusammenarbeit. Dabei sieht eine Hälfte dieser Gruppe die Zuständigkeit in erster Linie bei internationalen Organisationen wie etwa der UN.

Fujitsu Timeline 2030-Bericht: So sieht die Welt 2030 aus

Geäußert wurden die Sorgen der Unternehmenschefs im Rahmen des Fujitsu Timeline 2030-Berichts, der in Zusammenarbeit mit Trajectory erarbeitet wurde. Er beleuchtet die Welt im Jahr 2030 und die möglichen Folgen der relevanten technischen und gesellschaftlichen Entwicklungen. Diese reichen von Künstlicher Intelligenz (KI) und Robotics bis hin zu alternden Populationen, dem digitalen Bürgerwesen sowie der Internetregulierung.

„Die Technik verändert unser aller Leben im privaten wie im beruflichen Bereich“

„Die technologische Entwicklung kann enorme Verwerfungen verursachen – bei den Unternehmen ist das bereits heute gut zu beobachten”, erklärt Duncan Tait, Corporate Executive Officer, SEVP and Head of Americas and EMEIA bei Fujitsu. „Aber die Medaille hat auch eine andere Seite, eine menschliche. Denn die Technik verändert unser aller Leben im privaten wie im beruflichen Bereich. Auch hier sehen wir bereits erste Folgen wie zum Beispiel das Verschwinden traditioneller Qualifikationen sowie ein Vertrauensverlust gegenüber gewachsenen Institutionen und Strukturen. Wir müssen die Herausforderung annehmen, sonst wird es passieren, dass Menschen zurückbleiben – und zwar zu viele, um sie einfach zu ignorieren.“ 

Studienteilnehmer setzen auf eine gute Ausbildung

Die Studienteilnehmer zeigen sich überzeugt, dass der erste und zunächst wichtigste Ansatzpunkt bei der Ausbildung liegt. Mit 46 Prozent glaubt fast die Hälfte, das zurzeit wirksamste Mittel ist die Weiterqualifizierung der Arbeitnehmer, 41 Prozent setzen auf die Nachwuchsarbeit in Schulen und Universitäten. Die technische Infrastruktur – beispielsweise in Gestalt von Highspeed-Internet – steht für 37 Prozent im Vordergrund, 36 Prozent wiederum stellen neue Partnerschaften und Kooperationen in den Fokus.

Für deren eigene Unternehmen sehen 37 Prozent der Führungskräfte eine sich permanent online befindende Welt als wichtigsten Trend der nächsten Jahre, 30 Prozent geben die Automatisierung an und 24 Prozent die demografische Entwicklung. Zudem glaubt etwa die Hälfte der Führungskräfte, dass sie kaum oder unzureichend auf die kommenden Entwicklungen vorbereitet ist. Sie glauben außerdem, dass sie dieses Defizit selbst zu verantworten haben. Etwas weniger als die Hälfte investiert aktuell in Innovationen, 44 Prozent schulen ihre Belegschaft. Aber nur 28 Prozent überdenken und modifizieren ihre Business-Strategie im Hinblick auf die technologischen Umwälzungen. 

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