Hochschule Augsburg

FOM Augsburg: Neuer Dozent fordert Fleiß und Disziplin

Bringt seinen Studierenden nicht nur die Elektrotechnik bei - Dr. Zoran Ebersold. Foto: Hochschule Augsburg

Die Fachhochschule für Ökonomie und Management in Augsburg bekommt Verstärkung: Sie konnte Dr. Zoran Ebersold, Dipl.-Ing. (TU), Senior Software Developer beim Computerhersteller Fujitsu, für sich gewinnen. Seit diesem Semester lehrt er nun das Modul „IT-Architekturen und Sicherheitsmanagement“. Gleichzeitig ist er Lehrbeauftragter der Fakultät für Elektrotechnik an der Hochschule Augsburg. Der 53-Jährige beschäftigt sich heute leidenschaftlich mit Themen wie Softwaredesign, Automatisierung und Programmierung - im Interview verrät er, warum.

Was finden Sie selbst so faszinierend an Ihrem Fach Elektrotechnik bzw. der Programmierung?
Dr. Ebersold: Für mich ist ganz besonders faszinierend, das Abstrakte zu begreifen und damit umgehen zu können. Ich mag es, Neues zu erschaffen. Darüber hinaus erfordern beide Disziplinen auch viel Fleiß und Ausdauervermögen, um stets auf eine Großzahl von Details zu achten und nichts auszulassen. Es ist ein Seiltanz, die abstrakten Denkprozesse und zugleich die Detailtreue zu praktizieren. Eine Herausforderung, die ich mag.

Sie möchten Ihren Studierenden nicht nur fachliches, sondern auch menschliches mitgeben. Was bedeutet das für Sie?
Dr. Ebersold: Ich möchte den Studierenden neben den fachlichen Inhalten und Methoden auch soziale Kompetenzen vermitteln. Ich möchte ihnen die Freude am Fach, am gemeinsamen „Bauen“ beibringen. Ein harmonisches Miteinander ist für mich dabei ganz wichtig. Das ist für Studierende wie für den Dozenten am produktivsten. So entsteht die Lust, das Handwerk besser zu erlernen. Damit meine ich die positive Erfahrung, dass Lernen Spaß macht. Das eröffnet bei den Lernenden große Potenziale, erfreulicherweise oft mehr und größer als Einzelne es geglaubt hätten.

Warum haben Sie sich für den Job des Lehrbeauftragten entschieden?
Dr. Ebersold: Das liegt ganz offenbar in meinen Genen. Meine Mutter war Lehrerin, mein Vater Ingenieur. Da lag meine Berufswahl nahe. Bereits als Schüler stand ich fast jeden Tag an der Tafel. Ich konnte immer schon mit Begeisterung meinen Mitmenschen Sachverhalte erklären. Und ich tat es sehr gerne. Als Student habe ich als Tutor gearbeitet. Zur Hochschule Augsburg kam ich 2006, als mich ein vormaliger Siemens-Manager der damals Professor geworden ist, fragte, ob ich mitmachen würde. Und ich sagte natürlich sofort zu.

Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?
Dr. Ebersold: Ich forsche derzeit an einem neuartigen Ultraschallgerät, das ich erfunden und patentiert habe. Es funktioniert nicht wie die Ultraschallgeräte, die wir vom Arzt kennen. Mein Ultraschallgerät basiert auf einer anderen Methode, einer „quadrofonischen niederfrequenten Transmission“, mit der sich im Unterschied zu der konventionellen Methode, auch poröse und löchrige Materialien per Ultraschall untersuchen lassen. Zunächst werden es neuartige poröse Werkstoffe der Luft- und Raumfahrt sein, die damit untersucht werden. Später könnte mein Gerät aber auch in der Medizin Anwendung finden, vor allem in der Knochenheilkunde.

Das mit der Ultraschallforschung ist eine relativ neue Aktivität neben meinem Beruf. Seit meiner frühen Kindheit musiziere ich gerne. Ich bin Gitarrist und spiele auf einer wunderbaren Selmer Meister-Konzertgitarre. Es sind verschiedene traditionelle und klassische romantische Melodien. Einmal im Jahr trete ich als Solist  zu Weihnachten auf.

Sie leben in Augsburg. Was gefällt Ihnen an unserer Stadt?
Dr. Ebersold: An der Stadt gefällt mir, dass sie vergleichsweise ruhig ist. Ich bin in Düsseldorf aufgewachsen, und Düsseldorf ist weniger ruhig. Augsburg eine wunderbare Stadt, wo man sich wohlfühlt, auch wenn es nicht das Zuhause ist. Aber die Stadt wird  ungewöhnlich schnell zu einem weiteren Zuhause, das man nicht mehr missen möchte.

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