B4B Schwaben

Holen Sie sich B4BSCHWABEN.de auf Ihr Smartphone.
Klicken Sie auf das Symbol zum „Teilen” in der Toolbar von Safari. Finden Sie die Option „Zum Home-Bildschirm”. Mit einem Klick auf „Hinzufügen” ist die Installation abgeschlossen! Schon ist die Website als App auf Ihrem iOS-Gerät installiert.

 / 
B4B Nachrichten  / 
Augsburg  / 
Erster ausländischer Abschluss anerkannt IHK Schwaben
Anzeige

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden dieser Anzeige!

Wir verwenden einen Drittanbieterdienst, um Anzeigen darzustellen, die möglicherweise Daten über Ihre Aktivität sammeln. Bitte überprüfen Sie die Details und akzeptieren Sie den Dienst, um diese Anzeige zu sehen.

Dieser Inhalt darf aufgrund von Trackern, die dem Besucher nicht bekannt gegeben werden, nicht geladen werden. Der Website-Eigentümer muss die Website mit seinem CMP einrichten, um diesen Inhalt in die Liste der verwendeten Technologien aufzunehmen.

powered by Usercentrics Consent Management Platform
IHK Schwaben

Erster ausländischer Abschluss anerkannt IHK Schwaben

 Martin Döring übergibt Georghe Marcu die Anerkennungsurkunde der IHK FOSA, Foto: IHK

In Bayerisch-Schwaben wurde jetzt der erste ausländische Berufsabschluss anerkannt. Die Wirtschaft fördert damit Willkommenskultur ausländischer Fachkräfte.

Die anhaltend gute konjunkturelle Wirtschaftslage verschärft den Fachkräftemangel. Vor allem Produktionsunternehmen benötigen Mitarbeiter mit speziellem Fachwissen. Personen, die im Ausland einen Berufsabschluss oder bestimmte Qualifikationen erworben haben, waren aber bisher nicht leicht zu vermitteln. Hier ein Beispiel, das die Problematik verdeutlicht: Kann ein Bewerber, der in der Türkei eine Ausbildung zum Elektroniker gemacht hat und sich hier für einen Arbeitsplatz bewirbt, mit einem deutschen Elektroniker verglichen werden? Und wenn ja, mit welchem? Denn es gibt unterschiedliche Fachrichtungen des Elektronikers, z.B. für Automatisierungstechnik, Maschinen- und Antriebstechnik usw. „Eine unter Umständen folgenschwere Entscheidung. Man stelle sich nur vor, dieser Mitarbeiter hat eine millionenschwere industrielle Anlage zu reparieren“, erklärt Martin Döring, Geschäftsführer der Firma J.N. Eberle & Cie. GmbH, Augsburg. Die Firma ist auf die Herstellung hochwertiger Werkzeuge und Bandstahlprodukte spezialisiert und legt größten Wert auf Qualität. Döring weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer es ist, Mitarbeiter mit Zeugnissen aus dem Ausland einzusetzen. Im Zweifel dürfen sie nur als Hilfskraft arbeiten.

Ein gute Chance für Migranten und Unternehmen

 

Hier knüpft das Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz (BQFG) an, das zum 1. April 2012 in Kraft getreten ist. Das Gesetz macht die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse in Deutschland einheitlicher, effizienter und transparenter. Alle Personen mit einem im Ausland erworbenen staatlich anerkannten Berufsabschluss können seit 1. April prüfen lassen, inwieweit ihr Abschluss mit einem deutschen Abschluss vergleichbar ist. Arbeitgebern wird so die Einschätzung der ausländischen Berufsqualifikation erleichtert. Migranten erhalten so eine höhere Chance auf dem Arbeitsmarkt. Bereits heute leben rund 300.000 Menschen in Deutschland, die von dem neuen Gesetz profitieren könnten. Hinzu kommen die vielen Tausend ausländischen Fachkräfte, die jedes Jahr neu ins Land einwandern.

Interesse der Migranten ist da

Die IHK-Organisation reagiert hierauf mit der seit April neu geschaffenen IHK FOSA (Foreign Skills Approval). Es ist das bundesweite Kompetenzzentrum der deutschen Industrie- und Handelskammern (mit Sitz in Nürnberg) für die Prüfung und Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse. Die Erstberatung erfolgt über die örtlich zuständige IHK. „Wir hoffen, dass hierdurch einige Hilfsarbeiter zum Facharbeiter werden, eine Win-win-Situation für Arbeitnehmer und Arbeitgeber“, erklärt Oliver Heckemann, Leiter des Geschäftsfeldes Aus- und Weiterbildung der IHK. „Rund 50 Beratungen in der IHK seit April zeigen, dass viele Migranten wissen möchten, ob ihre Ausbildung mit einem deutschen Ausbildungsberuf verglichen werden kann“, erklärt Heckemann.

Ein weiterer Schritt gegen den Fachkräftemangel

Die Vollversammlung der IHK Schwaben hat am 10. Mai 2012 den Beitritt zur IHK FOSA beschlossen. „Es ist äußerst sinnvoll, wie sich die IHK-Organisation hier aufstellt und die Kompetenz sowie die schwierigen Einzelfallanträge an einer Stelle bündelt“, erklärt Döring, der ehrenamtlich als Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses der IHK tätig ist. Und er fügt hinzu: „Ein wichtiger Baustein zur Bewältigung des Fachkräftebedarfs in unseren schwäbischen Unternehmen ist damit gelegt.“