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Eine saubere Erfolgsgeschichte
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Interview mit Meister Eder

Eine saubere Erfolgsgeschichte

 B4B SCHWABEN hat Claudius Eder von MEISTER//EDER zu einem ganz sauberen Interview getroffen, Foto: MEISTER//EDER

Wertschätzung und Wissen – darauf legt MEISTER//EDER aus Neusäß besonderen Wert: recht unüblich für den Bereich Gebäudereinigung. Die soziale Komponente schafft einen echten Mehrwert, nicht nur wirtschaftlich. Sogar aus dem Urlaub rufen die Mitarbeiter an, um sich zu erkundigen, wie es in der Firma läuft.

B4B SCHWABEN: Herr Eder, seit 2007 betreiben Sie Ihr eigenes Unternehmen, den MEISTER//EDER Gebäudereinigungsservice. Was hat Sie dazu bewogen, mit 24 Jahren den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen?

Claudius Eder: Ich wollte schon immer mein „Eigenes“ haben und aufbauen. Führen und verantwortungsvolle Aufgaben Übernehmen hatten schon immer einen Reiz für mich. Da ich selber sehr viele schlechte Erfahrungen mit Arbeitgebern aus der Branche gemacht habe, wollte ich beweisen, dass es auch ehrlich und fair geht.

B4B SCHWABEN: Heute, nach sechs Jahren Selbstständigkeit, beschäftigt MEISTER//EDER etwa 22 Mitarbeiter. Was ist Ihr Erfolgsrezept?

Claudius Eder: Meine Vision ist es, dass zufriedene, begeisterte und motivierte Mitarbeiter deutlich besser arbeiten. Aus diesem Grund wird bei uns anders wie bei vielen Mitbewerbern jede Stunde bezahlt und das teilweise auch übertariflich.

B4B SCHWABEN: Wie äußert sich diese Wertschätzung im Unternehmen? Nehmen die Mitarbeiter das Arbeitsklima und die Personalstrategie als positiv wahr?

Claudius Eder: Bei der letzten Mitarbeiterbefragung gab jeder meiner Mitarbeiter an, sich mit der Firma und dem Erfolg des Unternehmens zu identifizieren. Keiner der Mitarbeiter gab an, mehr Geld verdienen zu wollen, sondern berichtete, dass er die ihm anvertrauten Arbeiten noch besser umsetzen will.

B4B SCHWABEN: Welche Maßnahmen setzen Sie konkret für mehr Mitarbeiter-Motivation und -Zufriedenheit um?

Claudius Eder: Ich führe regelmäßig Inhouse-Schulungen in Sachen Fachtechnologie und Oberflächenkunde durch. Diese Schulungen schlagen voll ein. Die Motivation steigt merklich und die Reklamationen nehmen ab. Ich habe es durch einen fairen Umgang miteinander geschafft, dass meine Damen und Herren sich während und nach dem Urlaub wieder auf die Arbeit freuen.

B4B SCHWABEN: Wie äußert sich dies im Arbeitsalltag?

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Claudius Eder: Sie rufen sogar teilweise aus dem Urlaub an und fragen, was gerade alles gemacht wird. Die Krankheitsquote bei meinen Vollzeitangestellten liegt bei 2,3 Tagen im Jahr – die Zahl spricht wohl für sich.

B4B SCHWABEN: Was versprechen Sie sich von dieser Strategie?

Claudius Eder: All dies soll deutlich weniger Fluktuation bewirken. Die Mehrkosten von ausgebildetem Personal von etwa 15 Prozent sollen durch mehr Produktivität und weniger Anlern-zeiten von neuem Personal aufgefangen werden.

B4B SCHWABEN: Wie gehen Sie mit der Herausforderung „Fachkräftemangel“ um?

Claudius Eder: Da ich mir darüber im Klaren bin, dass die Ressource „Mitarbeiter“ in den nächsten Jahren immer weniger wird, setze ich auf ausgebildetes Personal. Jedes Jahr sollen zwei Auszubildende eingestellt und nach der Lehre auch übernommen werden. Meine Vision ist, dass ausgebildetes, zufriedenes Personal weniger oft wechselt und mehr Wissen an die Nicht-Ausgebildeten weitergeben kann. Diese werden sich wiederum durch mehr Sachverstand mit ihrem Arbeitsplatz und dem Unternehmen fester binden.

Leider wird in unserer Branche im Verhältnis zur Gesamtbeschäftigungszahl von knapp 600.000 Mitarbeitern in Deutschland und circa 10.000-12.000 Beschäftigten in Schwaben viel zu wenig ausgebildet. Letztes Jahr wurden nur vier Lehrverträge in ganz Schwaben für das Gebäudereinigungshandwerk abgeschlossen. Im Vergleich das Maler- und Lackierer-Handwerk mit einem  Bruchteil der Beschäftigen mit insgesamt 147 abgeschlossenen Ausbildungsverträgen in Schwaben.

B4B SCHWABEN: Worauf legen Sie sonst großen Wert bei MEISTER//EDER?

Claudius Eder: Ehrlichkeit und Fairness gegenüber Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten ist mir persönlich das wichtigste. Es geht nichts über einen offenen Dialog. Diese Werte lebe ich privat wie geschäftlich, auch wenn es nicht immer gleich zu mehr Umsatz führt.

B4B SCHWABEN: Wie fällt der Unternehmenserfolg von MEISTER//EDER aus? Sichert die wertschätzende Mitarbeiterführung hier die Marktposition?

Claudius Eder: Den Beweis für meine Theorie zeigt mein Geschäftsverlauf der Jahre 2011 und 2012 im Vergleich. Der Umsatz in 2012 erhöhte sich um 36 Prozent und die Personalkosten sanken um 8 Prozent.

B4B SCHWABEN: Was lief 2012 anders als 2011?

Claudius Eder: 2011 war ich noch mehr Facharbeiter als Unternehmer und mir standen noch nicht so viele Führungsinstrumente zur Verfügung wie heute. Durch eine Weiterbildung für Selbständige bei der Schule für Unternehmer in Augsburg habe ich viel gelernt. Mittlerweile kann ich viel besser auf Bedürfnisse und Ziele der Mitarbeiter eingehen. Der Umgang ist trotz freundschaftlichem Verhältnis von beiden Seiten sehr respektvoll. Die Fluktuation hat komplett abgenommen, unsere Mitarbeiter empfehlen mir sogar interessierte Bekannte und Familienmitglieder, die auch einen guten Job wollen. Es hat sich so viel verändert. Man sollte dieses Seminar für Unternehmer als Pflicht vor dem Schritt in die Selbständigkeit einführen, als eine Art Unternehmerführerschein.

B4B SCHWABEN: Wie bewerten Sie die Marktposition von MEISTER//EDER in der Region?

Claudius Eder: Da wir circa 50 Prozent unseres Geschäfts durch Weiterempfehlung unserer bestehenden Kunden generieren, gehe ich davon aus, dass wir trotz unserer Größe auf dem Markt durch aus eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen. MEISTER//EDER ist vielen Kunden bereits vor einer Zusammenarbeit ein positiver Begriff.

B4B SCHWABEN: Geben Sie es ruhig zu, der Pumuckl hilft beim MEISTER//EDER-Team fleißig mit …

Claudius Eder: Unterbewusst verbinden tatsächlich noch unheimlich viele Menschen jeder Altersgruppe den MEISTER//EDER mit dem kleinen rothaarigen Kobold. Bei neuen Kontakten ist durch diese Assoziation doch einiges leichter, da fast jedes Gespräch – ob am Telefon oder Aug in Aug – mit einem Lächeln beginnt.