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Die erste Windkraftanlage im Landkreis kommt Landratsamt Augsburg
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Landratsamt Augsburg

Die erste Windkraftanlage im Landkreis kommt Landratsamt Augsburg

Im Landkreis Augsburg wird es bald eine Neuheit geben. Das erste Windrad im Landkreis wird zur Stromerzeugung aufgestellt. Das Landratsamt hat grünes Licht für die erste Windkraftanlage im Landkreis Augsburg bei Langenreichen (Meitingen) gegeben.

Augsburg die Errichtung und den Betrieb einer Windkraftanlage auf der Gemarkung Langenreichen. Es sind jedoch zahlreichen Auflagen zu beachten und zu erfüllen. Nach ausführlicher und sorgfältiger Prüfung der Antragsunterlagen durch unter anderem die Fachbereiche Immissionsschutz, Bauen, Naturschutz, Gewerbeaufsicht und Luftsicherheit darf jetzt das erste Windrad im Landkreis gebaut werden.

Anlage verstößt nicht gegen Vorschriften

Insgesamt hat das Landratsamt ca. zwanzig Fachstellen eingeschaltet: „Das Landratsamt hat in enger Zusammenarbeit mit externen Experten sehr genau geprüft, ob alle gesetzlichen Vorgaben eingehalten und erhebliche Nachteile für Nachbarn und Bevölkerung ausgeschlossen werden können. Dabei haben wir festgestellt, dass die Windkraftanlage nicht gegen öffentlich-rechtliche Vorschriften verstößt und damit von uns genehmigt werden muss. Ein Ermessensspielraum der Verwaltung besteht hier nicht“, betont Abteilungsleiter Stefan Eiblmaier.

Kein Diskoeffekt, kein Lärm, kein Eiswurf

Die Grenzwerte für Lärm werden eingehalten. Die Werte sind so gering, dass der von der Anlage verursachte zusätzliche Immissionsbeitrag nach der TA Lärm sogar als irrelevant einzustufen ist. Auch der sogenannte Diskoeffekt, die Lichtreflexionen der Rotorblätter, ist bei der Windkraftanlage nicht vorhanden, da die Rotorblätter mit einer nicht reflektierenden Lackierung versehen sind. Auch der sogenannten Eiswurf ist berücksichtigt: "Die Anlage muss mit einem System zur Eiserkennung ausgestattet werden, die das Windrad bei Vereisung automatisch abschaltet."

Windkraftanlage gefährdet auch Fledermäuse und Vögel nicht

Um streng geschützte Fledermaus- und Vogelarbeiten zu schützen, müssen auch hier einige Auflagen bei der Errichtung des Windrads erfüllt werden. So muss der Betreiber zur Ermittlung der tatsächlichen Fledermausaktivitäten im Rotorbereich ein sogenanntes Gondelmonitoring durchführen, um gegebenenfalls noch nachträgliche Schutzmaßnahmen wie einen Abschaltalgorithmus treffen zu können. Die Mastfußumgebung sowie die Kranstellfläche sind so zu gestalten, dass besonders störungsempfindliche Vogelarten wie der Rotmilan nicht angezogen werden.

Keine bebauungsrechtlichen Schwierigkeiten

Weiter erläutert Eiblmaier, dass das Vorhaben auch bauplanungsrechtlich zulässig ist: „Bei Windkraftanlagen handelt es sich um im Außenbereich privilegierte Vorhaben. Der Regionalplan weist am geplanten Standort zwar eine sogenannte „weiße Fläche“ auf, setzt aber kein Ausschlussgebiet fest. Zudem hat der Markt Meitingen für den verfahrensgegenständlichen Bereich bereits das Änderungsverfahren für den Flächennutzungsplan mit dem Ziel der Ausweisung von Konzentrationsflächen für Windkraftanlagen eingeleitet sowie die Aufstellung eines Bebauungsplans mit dem Ziel der Ausweisung eines Sondergebiets für die Festsetzung von Windkraftanlagen beschlossen.“ Desweiteren hat der Markt Meitingen schon Mitte Februar 2012 das gemeindliche Einvernehmen erteilt.

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