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Der gesellschaftliche Wandel an der Uni Augsburg
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Uni Augsburg

Der gesellschaftliche Wandel an der Uni Augsburg

 Demografischer Wandel. Foto: Wilhelmine Wulff / pixelio.de

Denationalisierung und Globalisierung sind aktuelle Entwicklungen, die die Wirtschaft stark beeinflussen. Der bayerische Forschungsverbund ForChange zielt auf nachhaltigere Marktstrukturen und gelingende Politikberatung unter diesen Entwicklungen ab.

Prof. Dr. Andreas Rathgeber ist Wirtschaftsinformatiker an der Universität Augsburg und zusammen mit Politikwissenschaftler Prof. Dr. Christoph Weller an dem neuen geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschungsverbund „Fit for Change“ (ForChange)  beteiligt. ForChange umfasst insgesamt 13 Teilprojekte, die in den kommenden vier Jahren vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst mit über 2,7 Millionen Euro gefördert werden. Die Fit for Change-Projekte untersuchen die gegenwärtigen Veränderungsprozesse in ihren systematischen Wechselwirkungen. Dabei nehmen sie konkrete Aspekte wie den Klimawandel, die Ressourcenknappheit, die Finanzkrise und den demografischen Wandel in den Blick.

Fragen von globaler Bedeutung

Das Forschungsinteresse richtet sich auf die Kompetenzen und Ressourcen, die Menschen und Institutionen dazu befähigen, komplexe gesellschaftliche Veränderungsprozesse zu verstehen, zu bewältigen und positiv zu gestalten. Zwei der Augsburger Projekte wurden ausgewählt und wenden sich den Fragen globaler Bedeutung zu: Wie kann die Gesellschaft dazu befähigt werden, hochstrukturierte Märkte besser verstehen und dementsprechend besser steuern zu können? Und wie sehen wissenschaftliche Beratungsformate aus, die auf der Basis einer Reflexion ihrer eigenen Möglichkeiten und Grenzen in der Lage und geeignet sind, Außenpolitik als Scharnier zwischen gesellschaftlicher Krisenwahrnehmung und internationaler Krisenbearbeitung zu unterstützen.

Gerechte Marktstrukturen für die Zukunft

"Mit unserem Teilprojekt Fluch und Segen der (Finanz- und Rohstoff-)Märkte wollen wir dazu beitragen, dass die Gesellschaft das Wirken gerade von hochstrukturierten Märkten besser versteht und dadurch deren Leistungen für die Gesellschaft bzw. deren Defizite erkennen kann, um darauf aufbauend gerechtere oder nachhaltigere Marktstrukturen zu etablieren“, so Prof. Dr. Andreas Ratgeber.  Denn solch hochstrukturierte Märkte - etwa die Finanz- und die Rohstoffmärkte würden für die Gesellschaft immer wichtiger. Die aktuelle Finanzkrise und die Spekulation mit Lebensmitteln seien nur zwei der bekanntesten Beispiele. Bisher beschränke sich die wissenschaftliche Analyse dieser Märkte weithin auf eine reine Beschreibung ihres Verhaltens oder auf eine abstrakte Kritik an ihren Auswirkungen.

Finanzwirtschaft kombiniert mit Philosophie und Politik

"Um darüber hinauszukommen und dieses komplexe Thema ganzheitlich erfassen zu können, werden wir in unserem Projekt quantitative Methoden der Finanzwirtschaft erstmals mit qualitativen Methoden aus Philosophie und Politikwissenschaft kombinieren", erläutert Rathgeber, der das Projekt zusammen mit Benedikt Gleich, einem studierten Wirtschaftsinformatiker und Philosophen, am Institut für Materials Ressource Management (MRM) der Universität Augsburg bearbeitet, um mit diesen Forschungen an der Schnittstelle von Wirtschaft, Gesellschaft und Technik nicht zuletzt auch das MRM-Institut weiter als breit aufgestelltes interdisziplinäres Forschungszentrum zu profilieren.