Interview

Corona-Hilfen: Unternehmen sollten „ruhig gestellt“ werden

Als Steuerberater bekommt Robert Zirch den Existenz-Kampf von Gastronomen, Einzelhändlern und Soloselbstständigen hautnah mit. Wieso er den Eindruck hat, dass die Corona-Hilfen die Unternehmen nur ruhig stellen sollten und wieso einigen Mandanten die Rückzahlung droht, verrät er im Interview.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Wie ist die Stimmung bei Ihren Mandanten bezüglich der Corona-Hilfen?

Robert Zirch: Die Stimmung kippt. Ende Oktober beim Lockdown für die Gastronomie wurden schnelle und unbürokratische Hilfen versprochen. Rückblickend drängt sich der Eindruck auf, man wollte die Gastronomen durch großzügige Hilfen ruhigstellen. Wir haben Mitte Januar und es wurden bisher nur geringfügige Abschläge ausbezahlt. Man muss sich das einmal vorstellen. Die Gastronomie hat seit rund zehn Wochen keine oder nur deutlich reduzierte Einnahmen aus dem to-go-Geschäft, aber die Fixkosten laufen unvermindert weiter.

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Kommen die Hilfen an?

Ob Sie irgendwann ankommen, kann man Stand heute noch nicht sagen. Die Voraussetzungen für die Beantragung ändern sich teilweise täglich. Teilweise sind wir als Steuerberater nicht in der Lage, unseren Mandanten abschließend zu sagen, wie hoch der tatsächliche Anspruch sein wird. 

Handelt es sich wirklich um „unbürokratische und schnelle“ Hilfen? 

Die Regelungen zu den Corona-Hilfen sind ein bürokratisches Monster. Wenn man sich nur einmal die verschiedenen möglichen Hilfen Ende letzten Jahres ansieht, wird einem ganz anders: 

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  • November-Hilfe
  • Dezember-Hilfe
  • November-Hilfe Plus
  • Dezember-Hilfe Plus
  • Corona Überbrückungshilfe II

Das Portal zur Eingabe des Antrags kann teilweise einfachste Sachverhalte nicht abbilden. Insofern muss man wieder schriftlich Stellung nehmen und die Bearbeitungszeit verzögert sich dadurch deutlich. Die Krönung des Ganzen lieferte jedoch das Bundeswirtschafsministerium Anfang Januar: Zu den bisherigen FAQ's Rund um die Corona-Hilfen gibt es jetzt FAQ's um die eigentlichen FAQ's zu erklären. 

Nach dem Lockdown im November wurde nur von Fixkosten gesprochen, nun geht es nur um „ungedeckte Fixkosten“. Was sagen Sie zu dieser Änderung? Welche Auswirkungen haben die nachträglichen Einschränkungen auf Ihre Mandanten? 

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Bei Veröffentlichung der Hilfsprogramme war in der Tat nur von den Fixkosten die Rede. Im Kleingedruckten wurde erwähnt, dass dies beihilferechtlich im Rahmen der EU noch geklärt werden muss. Was das heißen sollte, hat niemand gewusst. Still und heimlich wurden daraus dann die ungedeckten Fixkosten. Dies bedeutet, dass grundsätzlich nur ein Anspruch besteht, wenn im relevanten Zeitraum ein Verlust erwirtschaftet wird. Das Problematische hieran ist, dass bereits Anträge mit dem alten Fixkosten-Begriff gestellt wurden. Teilweise wurden diese Anträge bewilligt und Geld wurde ausgezahlt. Die Neudefinition führt nun dazu, dass unsere Mandanten teilweise erhaltene Hilfsgelder wieder zurückbezahlen müssen. Das Geld wurde mittlerweile natürlich ausgegeben, um Steuern, Sozialversicherung oder die Mieten zu bezahlen. Woher die betroffenen jetzt das Geld für die Rückzahlung nehmen sollen, ist unklar.

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Corona-Hilfen: Unternehmen sollten „ruhig gestellt“ werden

Als Steuerberater bekommt Robert Zirch den Existenz-Kampf von Gastronomen, Einzelhändlern und Soloselbstständigen hautnah mit. Wieso er den Eindruck hat, dass die Corona-Hilfen die Unternehmen nur ruhig stellen sollten und wieso einigen Mandanten die Rückzahlung droht, verrät er im Interview.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Wie ist die Stimmung bei Ihren Mandanten bezüglich der Corona-Hilfen?

Robert Zirch: Die Stimmung kippt. Ende Oktober beim Lockdown für die Gastronomie wurden schnelle und unbürokratische Hilfen versprochen. Rückblickend drängt sich der Eindruck auf, man wollte die Gastronomen durch großzügige Hilfen ruhigstellen. Wir haben Mitte Januar und es wurden bisher nur geringfügige Abschläge ausbezahlt. Man muss sich das einmal vorstellen. Die Gastronomie hat seit rund zehn Wochen keine oder nur deutlich reduzierte Einnahmen aus dem to-go-Geschäft, aber die Fixkosten laufen unvermindert weiter.

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Handelt es sich wirklich um „unbürokratische und schnelle“ Hilfen? 

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